Datendienste sollen klassische Telefonie ablösen

Steht der klassische Mobilfunk vor dem Aus?

Wer auf seinem Mobiltelefon E-Mails abruft und ins Internet geht, tut das nicht freiwillig und allerhöchstens aus beruflichen Gründen - lange war diese Meinung weit verbreitet und ein mobiler Internetzugang wurde als schier unbezahlbar und umständlich bedienbar angesehen. Apple hat mit dem iPhone allerdings bewiesen, dass mobiles Internet auch Spaß machen kann. Das Kundeninteresse ist groß, das Apple-Mobiltelefon hält in vielen Vergleichstests als das mustergültige Exemplar in Sachen Bedienerfreundlichkeit her.

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Zahlreiche Konkurrenzhersteller versuchen auf den Zug aufzuspringen - und plötzlich gewinnt der mobile Internetzugang rasant an Bedeutung.

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Das hat gute Gründe: der durchschnittliche Mobiltelefonnutzer interessiert sich immer weniger für das reine Telefonieren, während das Internet für viele an Bedeutung gewinnt. Längst kommunizieren Kollegen vorwiegend per E-Mail, Jugendliche unterhalten sich über die aktuellsten Ereignisse im SchülerVZ, die Terminplanung im Business-Umfeld läuft über den Exchange-Kalender und der Bekanntenkreis erfährt über das persönlichen Blog alles über den letzten Urlaub. Zum Hörer wird immer weniger gegriffen, unterbricht ein Telefonat den Angerufenen doch bei seinen möglicherweise wichtigen Tätigkeiten. Eine E-Mail oder Nachricht im sozialen Netzwerk der Wahl kann dagegen dann beantwortet werden, wenn der Empfänger Zeit dafür hat.

Kein Wunder also, dass die Nachfrage nach mobilen Datentarifen steigt - umso mehr, seit Apple mit dem iPhone gezeigt hat, wie unkompliziert mobiles Internet sein kann. E-Plus-Chef Thorsten Dirks sieht in dieser Nachfrage sogar das Potenzial, die klassischen Sprachdienste abzulösen. Mobilfunkanbieter würden zu reinen Datentransporteuren werden, verrät er der Berliner Zeitung in einem Interview, und Pauschalpreise für den Datentransfer würden die klassischen Mobilfunktarife ablösen.

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