"Es kann so ziemlich alles, was das Air auch kann"

Aldi-Notebook für 399 Euro besser als das MacBook Air?

Zugegeben, die Metapher ist abgegriffen. Doch wenn Online-Magazine heutzutage besucherwirksame Vergleichstests durchführen wollen, tuen sie vor allem eines gerne: Äpfel mit Birnen vergleichen.

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So muss sich beim britischen Gadget Blog Crave Apples Design-Wunder MacBook Air der Konkurrenz durch das Mini-Notebook MSI Wind stellen, das hierzulande von Aldi unter dem einprägsamen Namen Medion akoya Mini E1210 verkauft wird - für 399 Euro (ausführlicher Test bei Golem).

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Beide bieten 27 Zoll und 5K, zwischen ihnen liegen aber 700 Euro Preisunterschied. Was der BenQ besser kann, was er vermisst lässt und für wen er die richtige Wahl ist: unser ausführlicher Test.

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Preislich liegen zwischen den beiden Geräten Welten: Gut vier Medion-Mininotebooks oder ein MacBook Air gehen für dasselbe Geld über die Theke. "Wir wissen, dass das keine faire Sache ist", resümiert Crave-Autor Rory Reid, "aber was soll man machen?" Anhand eines Kriterienkataloges schicken die Blogger die beiden Kontrahenten in ein hartes Rennen. Erster Punkt: Design. "Das Wind ist schön, aber eher auf eine typisches-Laptop-Art. [Das MacBook] Air gewinnt mit Abstand."

Auch in Sachen Tastatur und Multitouch-Mauspad lässt das Apple-Gerät sein Windows-Gegenstück weit zurück. Bei den Spezifikationen kehrt sich das Bild jedoch um: Zwar benutzt das MSI Wind mit der neuen Intel-Atom-1,6-GHz-CPU einen etwas langsameren Prozessor als das MacBook Air mit dem Core 2 Duo 1,6 GHz und bringt nur die Hälfte des RAM-Speichers mit, dafür sind mehr Peripherie-Anschlüsse mit an Bord: "Wir denken, das Wind gewinnt diese Runde."

Ebenso sehen die Craved-Leute bei der Benutzbarkeit das Aldi-Notebook vorne: "Es kann so ziemlich alles tun, was das MacBook Air auch kann, aber für 1.300 Euro weniger." Insgesamt also eine Pattsituation: "Das Air ist schneller, schöner, einfacher zu benutzen [...], aber auch das Wind hat Vorteile: Es ist sehr günstig, kann mit dem MacBook Air in Leistungsfragen meist mithalten und ist insgesamt der flexiblere Rechner."

Ein Patt also - möglicherweise unberechtigt. Denn schon bevor das Mini-Notebook auf den Markt kam, hatten einige findige Anwender Mac OS X gehackt, um es auf der winzigen MSI- bzw. Aldi-Maschine zum Laufen zu bringen. Das dürfte in der Bewertung einen Extrapunkt für Flexibilität und Benutzbarkeit bringen. Mit seinem 10-Zoll-Bildschirm könnte das Gerät damit also näher an das kommen, was Apple in seiner Produktpalette vermissen lässt: Ein wirklich kompaktes Subnotebook. Ob diese Birne also in Wahrheit ein guter Apfel wäre?

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