Ein Plan statt eines Stapels von Verträgen
Wer im Laufe der Jahre iPhone, iPad, Apple Watch und AirPods angesammelt hat, kennt das Kleingedruckte-Sammelalbum: für jedes Gerät ein eigener AppleCare-Plus-Vertrag, jeder mit eigener Laufzeit und eigenem Ablaufdatum. Damit soll Schluss sein, denn Apple hat AppleCare One nun auch für Deutschland angekündigt – eine einzelne Versicherung, die mehrere Produkte gleichzeitig absichert.
- AppleCare One kostet ab 20,99 Euro pro Monat und deckt bis zu drei Apple-Geräte in nur einer einzigen Versicherung ab.
- Jedes weitere Gerät schlägt mit 5,99 Euro monatlich zu Buche, hinzufügen und entfernen lässt es sich jederzeit.
- Auch bereits vorhandene Geräte bis zu vier Jahren Alter dürfen in den Plan, sofern sie eine Zustandsprüfung bestehen.
Abschließen lässt sich das Angebot ab Dienstag, dem 4. August 2026, auf apple.com/de sowie den hauseigenen Apple Stores. Wer bereits AppleCare+ nutzt oder kürzlich ein Gerät gekauft hat, wechselt direkt auf dem iPhone, iPad oder Mac.
Was AppleCare One kostet
Der Einstiegspreis liegt bei 20,99 Euro pro Monat und umfasst bis zu drei Produkte. Jedes weitere Gerät kostet zusätzlich 5,99 Euro monatlich, unabhängig davon, ob es sich um ein MacBook Pro oder um AirPods handelt. Genau darin liegt der eigentliche Reiz: Apple berechnet für alle qualifizierten Produkte denselben Aufpreis. Wer iPhone, iPad und Apple Watch gemeinsam absichert, spart nach Apples Rechnung bis zu 13,48 Euro pro Monat gegenüber drei separaten AppleCare-Plus-Plänen.
Inhaltlich bleibt alles beim Bekannten: unbegrenzte Reparaturen bei unabsichtlicher Beschädigung, Batterieaustausch und bevorzugter Support. Apple setzt dabei, na klar, Originalersatzteile ein. Servicegebühren fallen aber weiterhin an.
Auch die Schublade darf mitspielen
Die interessanteste Neuerung betrifft Geräte, die bereits im Einsatz sind. Bisher blieben nach dem Kauf 60 Tage Zeit, um AppleCare + nachzubuchen – wer diese Frist verstreichen ließ, ging leer aus (oder schloss anderenorts eine Geräteversicherung ab). AppleCare One nimmt nun auch Produkte auf, die bis zu vier Jahre alt sind, bei Kopfhörern liegt die Grenze abweichend bei einem Jahr. Voraussetzung ist ein guter Zustand, den Apple über eine Diagnoseprüfung feststellt. Abgedeckt werden ausschließlich Geräte, die dem eigenen Apple Account zugeordnet sind. In der Familie also lässt sich Apple Care One somit nicht teilen.
Bevor Apple ein bereits genutztes Gerät in einen AppleCare-One-Plan aufnimmt, prüft das Unternehmen dessen Zustand. Diese Diagnoseprüfung läuft entweder über ein gekoppeltes iPhone oder iPad oder vor Ort im Apple Store. Erst wenn das Ergebnis keine Auffälligkeiten zeigt, gilt das Gerät als qualifiziert und darf mit in den Vertrag aufgenommen werden.
Diebstahl und Verlust jetzt auch für iPad und Apple Watch
Parallel zum Start erweitert Apple das klassische Einzelgeräte-Angebot: AppleCare + mit Schutz bei Diebstahl und Verlust gibt es ab sofort nicht mehr nur für das iPhone, sondern auch für iPad und Apple Watch. Der Schutz greift bei bis zu zwei Fällen pro Jahr.
Wenn das alte Gerät geht, rückt das neue nach
Gibt man ein abgedecktes Produkt bei Apple in Zahlung und kauft direkt ein neues, tauscht der Plan das Gerät automatisch aus. Bob Borchers, bei Apple „Vice President of Worldwide Product Marketing“, spricht von Schutz, der „einfacher und flexibler als je zuvor“ funktioniere. Die monatliche Abrechnung stützt diese Lesart tatsächlich: Geräte lassen sich jederzeit hinzufügen und wieder streichen.
Für wen sich das rechnet
Die Rechnung geht vor allem für Besitzer mit drei oder mehr aktuellen Apple-Geräten auf – und für alle, die ihre Hardware bislang unversichert betrieben haben, weil die 60-Tage-Frist längst verstrichen war. Wer dagegen nur ein iPhone besitzt und ansonsten Geräte nutzt, die schon einige Jahre auf dem „Aluminiumbuckel“ haben, fährt mit einem Einzelvertrag weiterhin günstiger.

Stefan beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit Computern – angefangen beim „Brotkasten", dem C64, und Amiga 500, lange bevor Apple-Geräte seinen Alltag bestimmten. Der eigentliche Einstieg in die Mac-Welt führte über die Musikproduktion: Über die Magazine Keyboards, Keys und Beat führte ihn sein Weg schließlich zur Mac Life, deren Website er seit 2007 verantwortet. Seit 2023 ist er zudem Chefredakteur des gedruckten Magazins.
Besonders faszinieren ihn die Schnittstellen zwischen Technik und Kreativität – vom Mac als Werkzeug für Musik, Foto und Video hin zu neuen Apple-Technologien wie Vision Pro oder KI-Funktionen. Wenn Stefan nicht gerade neue Apple-Hardware testet, fotografiert er mit Vorliebe aus ungewöhnlichen Perspektiven, gerne per Drohne oder seiner Mittelformatkamera.
Neben der Redaktion ist er außerdem Host des Apple-Podcasts „Schleifenquadrat". Seine Begeisterung für Musik & Sounds begleitet ihn bis heute. Kein Wunder, denn Anfang der 2000er-Jahre etwa wirkte er unter anderem an Samples mit, die Teil von Logic Pro wurden.








