Apple soll bei seinen Plänen für das 20-jährige iPhone-Jubiläum einen Rückzieher gemacht haben. Das seit längerem gehandelte Modell mit einem weitgehend aus Glas bestehenden Gehäuse soll nicht mehr erscheinen. Darauf deuten nach Angaben des Jefferies-Analysten Edison Lee aktuelle Überprüfungen innerhalb der Lieferkette hin.
- Apple soll das geplante Glas-iPhone zum 20. Jubiläum gestrichen haben
- Grund sollen Probleme mit der Produktionsausbeute sein
- Das Jubiläumsmodell wurde bislang für 2027 erwartet
- Ob das komplette Redesign oder nur die Glas-Konstruktion betroffen ist, bleibt offen
- Apple hat die Pläne bislang nicht offiziell bestätigt
Wie Barron’s unter Berufung auf Lee berichtet, soll vor allem die zu geringe Ausbeute bei der Produktion den Ausschlag gegeben haben. Gemeint ist damit der Anteil der gefertigten Komponenten oder Geräte, die die Qualitätsanforderungen erfüllen und tatsächlich verwendet werden können.
Die Produktionsausbeute beschreibt den Anteil gefertigter Bauteile oder Geräte, die die vorgegebenen Qualitätsanforderungen erfüllen. Ist die Ausbeute zu niedrig, steigen die Herstellungskosten, weil zu viele produzierte Einheiten nicht verwendet werden können.
Probleme bei der Fertigung des Glas-iPhones
Gerüchte über ein grundlegend überarbeitetes Jubiläums-iPhone kursieren bereits seit 2025. Das Gerät wurde bislang für 2027 erwartet – also 20 Jahre nach der Vorstellung des ersten iPhone. Berichte beschrieben unter anderem eine stark gebogene Glaskonstruktion, die Vorder- und Rückseite umfassen sollte.
Daneben waren weitere technische Änderungen im Gespräch. Dazu gehörten Face ID unter dem Display, weitgehend unsichtbare Aussparungen auf der Vorderseite sowie Solid-State-Tasten. Apple selbst hat ein solches Gerät bislang allerdings nicht angekündigt.
Lee zufolge weisen Prüfungen der Lieferkette nun darauf hin, dass Apple das Glas-Konzept wegen einer zu niedrigen Produktionsausbeute aufgegeben haben soll. Unklar ist allerdings, wie weitreichend diese Entscheidung tatsächlich wäre.
Design für das Jubiläums-iPhone könnte teilweise bleiben
Denn aus den Angaben geht nicht eindeutig hervor, ob Apple das gesamte für 2027 geplante Jubiläums-Redesign verworfen haben soll oder lediglich die besonders aufwendige Glas-Konstruktion. Andere Elemente des bislang kolportierten Designs könnten daher weiterhin geplant sein.
Dazu zählt beispielsweise ein auf allen Seiten stärker abgerundetes Gehäuse. Auch frühere Berichte hatten bereits Zweifel daran geweckt, ob Apple sämtliche für ein nahezu unterbrechungsfreies Display notwendigen Komponenten rechtzeitig unter dem Bildschirm unterbringen kann.
Für Jefferies hat die mutmaßliche Änderung auch wirtschaftliche Bedeutung. Lee hatte das Glas-iPhone als Möglichkeit gesehen, den durchschnittlichen Verkaufspreis der iPhone-Reihe weiter zu erhöhen. Nach seiner Einschätzung hätte das Modell einen durchschnittlichen Verkaufspreis von rund 2.060 US-Dollar erreichen können.
Die Investmentbank stufte die Apple-Aktie im Zuge ihrer neuen Einschätzung von „Hold“ auf „Underperform“ herab und senkte ihr Kursziel von 285,56 auf 263,66 US-Dollar. Neben dem möglicherweise gestrichenen Glas-iPhone führte Lee auch steigende Komponentenkosten und Apples bisherige Entwicklung im KI-Bereich als Gründe an.
Wichtig bleibt allerdings: Bei den Informationen zum Jubiläums-iPhone handelt es sich weiterhin um unbestätigte Berichte aus der Lieferkette. Apple hat weder das ursprünglich kolportierte Glas-Design noch dessen angebliche Einstellung öffentlich bestätigt.









