OLED-iMac

LG entwickelt neues OLED-Panel – Apple könnte davon beim iMac profitieren

LG Display entwickelt laut einem Bericht eine neue OLED-Struktur mit fünf Leuchtschichten. Sie soll Helligkeit und Lebensdauer verbessern und gleichzeitig Einbrenneffekte reduzieren – denkbar wäre ein Einsatz in einem künftigen iMac.

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LG Display arbeitet offenbar an einer neuen OLED-Technik, die für einen künftigen iMac interessant sein könnte. Wie das koreanische Fachmedium The Elec berichtet, entwickelt der Displayhersteller derzeit ein Panel mit fünf übereinanderliegenden Leuchtschichten.

Sommer-Angebot

Quickread: Auf einen Blick
  • LG Display entwickelt ein OLED-Panel mit fünf Leuchtschichten
  • Die zusätzliche Schicht soll Helligkeit und Lebensdauer verbessern
  • Auch dauerhafte Bildrückstände sollen sich reduzieren lassen
  • Apple soll OLED-Panels für einen künftigen 24-Zoll-iMac prüfen
  • Ein OLED-iMac wird frühestens für 2029 erwartet

Fünf Schichten sollen OLED-Probleme entschärfen

Die neue Struktur soll aus drei blauen sowie jeweils einer roten und grünen Leuchtschicht bestehen. Bisher setzt LG bei hochauflösenden Monitor-Panels auf vier Schichten. Durch die zusätzliche Schicht lässt sich die elektrische Belastung auf mehr Ebenen verteilen. Das soll unter anderem die Helligkeit und Lebensdauer verbessern sowie das Risiko dauerhafter Bildrückstände verringern.

OLED-Burn-in erklärt!

Bei OLED-Displays können sich statische Bildinhalte mit der Zeit dauerhaft sichtbar abzeichnen, wenn einzelne Pixel unterschiedlich stark altern. Bei einem Desktop-Monitor sind beispielsweise Menüleisten oder dauerhaft geöffnete Programmoberflächen potenzielle Kandidaten. Neue Panelstrukturen sollen die Belastung der einzelnen Leuchtschichten reduzieren und damit auch solchen Effekten entgegenwirken.

Gerade bei einem Desktop-Rechner ist dieser Punkt relevant: Menüleisten, Programmoberflächen und andere statische Elemente können viele Stunden an derselben Position angezeigt werden. Laut The Elec hatte Apple bereits Informationen von LG Display und Samsung Display zu OLED-Panels für einen iMac angefordert. Im Gespräch sollen unter anderem 24 Zoll, 600 Nits und eine Pixeldichte von 218 PPI gewesen sein.

OLED-iMac frühestens 2029 erwartet

Eine Entscheidung für die neue Fünf-Schichten-Technik ist damit allerdings nicht gefallen. Die zusätzliche OLED-Schicht erhöht laut Bericht auch Materialbedarf und Produktionsaufwand. LG müsse daher neben Helligkeit und Lebensdauer auch Fertigungsausbeute und Kosten in den Griff bekommen.

LG Display und Samsung Display sollen die Entwicklung entsprechender iMac-Panels für 2028 anvisieren. Mit einem fertigen OLED-iMac rechnet The Elec frühestens 2029. Samsung arbeitet dem Bericht zufolge parallel an einer QD-OLED-Lösung.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Die Entwicklung zeigt, dass ein OLED-iMac technisch anspruchsvoller ist als der bloße Wechsel von LCD auf OLED. Besonders bei einem Rechner, der häufig statische Oberflächen darstellt, spielen Lebensdauer und Bildrückstände eine wichtige Rolle. Bis zu einem möglichen Marktstart liegen allerdings noch mehrere Jahre – und ob Apple tatsächlich auf LGs Fünf-Schichten-Aufbau setzt, ist derzeit offen.

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