Apple soll für den Mac Pro nicht nur einen M2 Extreme, sondern später auch einen M3 Extreme entwickelt haben. Beide Prozessoren seien jedoch vor der Markteinführung gestrichen worden. Das berichtet Bloomberg-Journalist Mark Gurman in seinem Newsletter „Power On“.
- Apple soll M2 Extreme und M3 Extreme entwickelt haben
- Geplant waren doppelt so viele CPU- und GPU-Kerne wie bei den Ultra-Chips
- Hohe Produktionskosten und geringe Nachfrage sollen zur Einstellung geführt haben
- Der M2 Extreme hätte bis zu 48 CPU- und 152 GPU-Kerne bieten können
- Apple hat den Mac Pro inzwischen vollständig eingestellt
Doppelt so viele Kerne wie beim Ultra-Chip
Nach Gurmans Angaben sollten die Extreme-Prozessoren jeweils doppelt so viele CPU- und GPU-Kerne wie Apples Ultra-Chips bieten. Der M2 Extreme wäre demnach in einer Konfiguration mit bis zu 48 CPU- und 152 GPU-Kernen denkbar gewesen. Zum Vergleich: Der M2 Ultra verfügt in seiner größten Ausführung über 24 CPU- und 76 GPU-Kerne.
Apple verwendet für seine leistungsfähigsten Mac-Chips bislang die Bezeichnung „Ultra“. Ein darüber angesiedelter „Extreme“-Chip wurde vom Unternehmen nie offiziell angekündigt. Der Name stammt laut Gurman von ihm selbst, passe aber zu Apples bestehender Abstufung aus Pro, Max und Ultra.
UltraFusion ist Apples Verbindungstechnik für besonders leistungsfähige Prozessoren. Dabei werden zwei Max-Chips zu einem größeren Ultra-Chip kombiniert, der von macOS wie ein einzelner Prozessor angesprochen wird.
Hohe Kosten und ein kleiner Absatzmarkt
Apple soll die Entwicklung vor allem wegen der hohen Produktionskosten und der begrenzten Nachfrage nach dem Mac Pro eingestellt haben. Schon 2022 berichtete Gurman, dass ein Rechner mit M2 Extreme allein aufgrund des Prozessors wahrscheinlich mindestens 10.000 US-Dollar gekostet hätte – weitere Aufpreise für Arbeitsspeicher, Speicherplatz oder Zubehör noch nicht eingerechnet.
Ein derart leistungsfähiger Chip wäre zudem technisch aufwendig gewesen. Apples Ultra-Prozessoren setzen sich aus zwei miteinander verbundenen Max-Chips zusammen. Für ein Extreme-Modell hätte Apple die Architektur nochmals erweitern oder mehrere große Chip-Pakete miteinander kombinieren müssen.
Mac Pro blieb hinter dem Mac Studio zurück
Der 2023 vorgestellte Mac Pro mit Apple Silicon erhielt schließlich lediglich den M2 Ultra – denselben Prozessor, den Apple auch im deutlich kompakteren und günstigeren Mac Studio anbot. Der wesentliche Unterschied lag damit im großen Tower-Gehäuse und den vorhandenen PCI-Express-Steckplätzen.
Diese Erweiterungsplätze waren unter Apple Silicon allerdings nur eingeschränkt nutzbar. Zusätzliche Grafikkarten wurden nicht unterstützt. Damit blieben vor allem Erweiterungskarten für Speicher, Netzwerke, Audio- und Videoschnitt sowie andere spezialisierte Arbeitsabläufe.
Viele professionelle Geräte werden inzwischen ohnehin über Thunderbolt angebunden. Diesen Trend hatte Apple selbst mit dem zylinderförmigen Mac Pro von 2013 beschleunigt, der vollständig auf interne Erweiterungssteckplätze verzichtete.
Inzwischen hat Apple den Mac Pro eingestellt. Das Unternehmen bestätigte im März 2026, dass keine weitere Generation geplant sei. Der Mac Studio übernimmt damit endgültig die Rolle des leistungsfähigsten Desktop-Macs.

Zudem waren viele professionelle Geräte durch den Mac Pro von 2013 längst auf Thunderbolt umgestiegen. Für die internen Steckplätze blieben daher vor allem Speicher-, Netzwerk- und einige spezialisierte Audio- oder Videolösungen. Ein M2 Extreme oder M3 Extreme hätte dem Mac Pro zumindest ein klares Alleinstellungsmerkmal gegeben und den hohen Preis besser begründen können.








