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Apple Music soll KI-generierte Songs künftig sichtbar kennzeichnen

Apple Music soll noch in diesem Jahr deutlich anzeigen, wenn Songs zu wesentlichen Teilen mit generativer KI erstellt wurden. Dafür will Apple offenbar sein bereits vorhandenes System für KI-Metadaten nutzen.

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Apple Music soll KI-generierte Musik künftig direkt für Hörer kennzeichnen. Wie The Hollywood Reporter unter Berufung auf eine E-Mail von Apple an Partner aus der Musikindustrie berichtet, sollen entsprechende Hinweise noch im Laufe des Jahres 2026 sichtbar werden. Einen konkreten Starttermin nennt Apple dem Bericht zufolge bislang nicht.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Apple Music soll KI-generierte Musik sichtbar kennzeichnen
  • Einführung laut Bericht noch im Laufe des Jahres 2026
  • Grundlage sind Apples bereits vorhandene AI Transparency Tags
  • Labels und Distributoren sollen KI-Einsatz in wesentlichen Teilen eines Inhalts angeben
  • Ein konkreter Starttermin ist bislang nicht bekannt

Die Grundlage dafür existiert bereits. Apple führte im März sogenannte AI Transparency Tags ein, über die Labels und Distributoren den Einsatz künstlicher Intelligenz bei eingereichten Inhalten angeben können. Die Kennzeichnung kann sich unter anderem auf einen Track, die Komposition beziehungsweise den Liedtext, das Cover oder ein Musikvideo beziehen.

AI Transparency Tags erklärt!

Mit den AI Transparency Tags können Labels und Distributoren in den Metadaten einer Veröffentlichung angeben, ob künstliche Intelligenz einen wesentlichen Teil des Inhalts erzeugt hat. Apple unterstützt entsprechende Angaben unter anderem für Musikstücke, Kompositionen, Cover und Musikvideos.

Apple verschärft Vorgaben für KI-Inhalte

Nach Angaben aus der nun verschickten E-Mail sollen Anbieter die entsprechenden Metadaten künftig angeben müssen, wenn KI einen wesentlichen Teil eines Inhalts erzeugt hat. Dazu gehören auch Songs, die hauptsächlich mithilfe einer generativen KI-Plattform entstanden sind.

Apple definiert solche Inhalte dem Bericht zufolge als Werke, die überwiegend aus einem generativen KI-Dienst hervorgegangen sind. Damit dürfte die Kennzeichnung nicht automatisch jeden Song betreffen, bei dessen Produktion in irgendeiner Form KI-Werkzeuge zum Einsatz kamen. Entscheidend ist offenbar, welchen Anteil die Technologie an der eigentlichen Erstellung des Inhalts hatte.

Bislang befinden sich die Informationen vor allem in den von Labels und Distributoren gelieferten Metadaten. Mit der geplanten Änderung würden diese Angaben auch für Hörer in Apple Music sichtbar. Wie genau das Label innerhalb der App dargestellt wird, geht aus dem Bericht noch nicht hervor.

KI-Musik macht nur kleinen Teil der Wiedergaben aus

KI-generierte Inhalte spielen bei den Uploads auf Apple Music bereits eine nennenswerte Rolle. Apple-Music-Manager Oliver Schusser erklärte im April gegenüber Billboard, dass mehr als ein Drittel der monatlich hochgeladenen Musik vollständig KI-generiert sei. Auf die tatsächlichen Wiedergaben entfielen solche Titel allerdings weniger als 0,5 Prozent.

Apple verfügt nach eigenen Angaben zudem über eigene Systeme zur Erkennung KI-generierter Inhalte. Gegenüber den Inhalteanbietern setzt der Dienst bislang dennoch auf die korrekte Angabe entsprechender Informationen.

Auch beim Vorgehen gegen manipulierte Streaming-Zahlen spielt die Erkennung bereits eine Rolle. Apple erklärt in seinen Informationen für Musikpartner, KI-generierte Titel automatisch von der Plattform entfernen zu können, wenn ein Großteil ihrer Wiedergaben als manipuliert erkannt wird. Vor einer Entfernung werde ein Verdachtsfall jedoch noch von einem Menschen geprüft.

Wann die sichtbaren KI-Hinweise für Apple-Music-Nutzer erscheinen, ist noch offen. Laut der vom Hollywood Reporter eingesehenen E-Mail ist die Einführung für später im Jahr 2026 vorgesehen.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Eine sichtbare Kennzeichnung ist vor allem dann hilfreich, wenn sie für Hörer eindeutig und nachvollziehbar umgesetzt wird. Entscheidend dürfte dabei sein, wie zuverlässig Labels und Distributoren den KI-Einsatz angeben und wo Apple die Grenze zwischen KI-generierten und lediglich mit KI-Werkzeugen bearbeiteten Inhalten zieht. Dass vollständig KI-generierte Titel bei den Uploads bereits einen hohen Anteil erreichen, bei den tatsächlichen Wiedergaben aber bislang kaum ins Gewicht fallen, zeigt zugleich, dass Menge und Nutzung derzeit weit auseinanderliegen.

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