Apple hat erst gestern den neuen Mac mini mit M6 und M5 Pro vorgestellt. Einige Kunden, deren zuvor bestellter Mac mini mit M4 noch nicht verschickt wurde, sollen nun automatisch die neue Generation erhalten – ohne dafür mehr bezahlen zu müssen.
- Apple stellt einige offene Mac-mini-Bestellungen offenbar kostenlos auf die neue Generation um
- Betroffen sind laut Bericht unter anderem noch nicht verschickte Modelle mit M4
- Das neue Modell mit M6 kostet in den USA regulär 100 US-Dollar mehr
- Liefertermine können sich durch die Umstellung nach vorne oder hinten verschieben
- Eine Möglichkeit zum Ablehnen des Upgrades gibt es offenbar nicht in jedem Fall
MacRumors berichtet von entsprechenden E-Mails, die Apple an betroffene Käufer verschickt. Darin teilt das Unternehmen mit, dass die Bestellung aufgrund des noch ausstehenden Versands automatisch auf den neuen Mac mini umgestellt worden sei. Zusätzliche Kosten sollen dabei nicht entstehen.
Neuer Mac mini kostet eigentlich mehr
Für betroffene Kunden kann sich daraus auch ein Preisvorteil ergeben. In den USA startet der neue Mac mini mit M6 bei 899 US-Dollar, während das bisherige M4-Modell ab 799 US-Dollar angeboten wurde. Bei einer kostenlosen Umstellung entspricht das in der Basiskonfiguration einem Preisvorteil von 100 US-Dollar gegenüber einer regulären Neubestellung.
Der M6 ist Apples neue Chipgeneration für Macs. Beim aktuellen Mac mini löst er in der Basiskonfiguration den M4 ab und übernimmt zentrale Aufgaben von Prozessor, Grafik und weiteren spezialisierten Recheneinheiten auf einem gemeinsamen Chip.
Die Aktion betrifft dem Bericht zufolge allerdings nicht zwangsläufig alle noch offenen Bestellungen. MacRumors spricht ausdrücklich von einigen Kunden, die von Apple über das Upgrade informiert worden seien.
Auch die Auswirkungen auf den Liefertermin fallen offenbar unterschiedlich aus. Ein Käufer berichtete demnach, dass seine ursprünglich für Oktober erwartete Lieferung nach dem Wechsel auf das neue Modell bereits für September vorgesehen sei.
Automatisches Upgrade kann auch Nachteile haben
In einem anderen Fall soll sich die Lieferung dagegen um mehrere Wochen verzögert haben. Ein Student habe sich deshalb bei MacRumors beschwert, da er den Computer kurzfristig für sein Studium benötige.
Nach Angaben des Betroffenen habe Apple ihm keine Möglichkeit angeboten, das automatische Upgrade abzulehnen und stattdessen an der ursprünglichen Bestellung festzuhalten. Ob Apple in solchen Fällen grundsätzlich keine Wahlmöglichkeit vorsieht, geht aus dem Bericht allerdings nicht hervor.
Apple hatte den neuen Mac mini gestern offiziell angekündigt. Neben dem M6 steht auch eine leistungsstärkere Variante mit M5 Pro zur Auswahl. Der Verkaufsstart ist für den 22. September vorgesehen.
Für Kunden mit einer noch nicht ausgelieferten Bestellung eines älteren Mac mini kann sich daher ein Blick ins E-Mail-Postfach lohnen. Ob Apple die kostenlose Umstellung auch in Deutschland oder anderen Ländern in vergleichbarem Umfang vornimmt, ist derzeit nicht bekannt.










