Apple hat eine neue Generation des Mac Studio vorgestellt. Der kompakte Desktop-Rechner kommt wahlweise mit M5 Max oder M5 Ultra und erhält neben mehr Rechenleistung auch neue Schnittstellen. Bestellungen sind ab dem 25. August möglich, die Auslieferung beginnt am 22. September.
- Mac Studio erhält M5 Max und M5 Ultra
- Bis zu 36 CPU- und 80 GPU-Kerne beim M5 Ultra
- Bis zu 512 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher
- Neu mit Thunderbolt 5, WLAN 7 und Bluetooth 6
- Preise ab 2.999 Euro, Auslieferung ab 22. September
Beim Mac Studio mit M5 Max setzt Apple auf eine CPU mit 18 Kernen und eine GPU mit bis zu 40 Kernen. Hinzu kommen Neural Accelerators in jedem GPU-Kern sowie maximal 128 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher. Der M5 Ultra steigert die Ausstattung auf bis zu 36 CPU- und 80 GPU-Kerne. In der größten Konfiguration stehen 512 GB gemeinsamer Arbeitsspeicher zur Verfügung.
Bei Apple Silicon greifen CPU, GPU und weitere Recheneinheiten auf denselben Speicherpool zu. Daten müssen dadurch seltener zwischen getrennten Speicherbereichen kopiert werden. Besonders bei großen KI-Modellen oder komplexen Grafikprojekten kann ein großer gemeinsamer Arbeitsspeicher von Vorteil sein.
M5 Ultra mit bis zu 1,2 TB/s Speicherbandbreite
Vor allem den M5 Ultra positioniert Apple für besonders rechenintensive Aufgaben. Der Chip erreicht laut Hersteller eine Speicherbandbreite von 1,2 TB/s und damit 50 Prozent mehr als sein Vorgänger. Die maximale Multithread-Leistung der CPU soll bis zu 1,3-mal höher ausfallen als beim M3 Ultra, bei der Grafik nennt Apple eine bis zu 1,8-fache Leistung.
Einen besonderen Schwerpunkt legt Apple auf lokale KI-Berechnungen. Die Neural Accelerators sind beim M5 Ultra erstmals direkt in dessen GPU-Kernen integriert. Gegenüber dem M3 Ultra spricht Apple von einer bis zu 4,3-mal höheren maximalen KI-Rechenleistung.
Die Kombination aus 512 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher und hoher Speicherbandbreite soll es ermöglichen, große KI-Modelle vollständig lokal auszuführen. Damit zielt der Mac Studio unter anderem auf Entwickler, KI-Forscher und Unternehmen, die Modelle nicht oder nicht ausschließlich über Cloud-Dienste verarbeiten wollen.
Mehrere Mac Studio lassen sich für KI-Aufgaben zusammenschalten
Neu ist außerdem die Möglichkeit, mehrere Mac-Studio-Systeme über Thunderbolt 5 und RDMA miteinander zu verbinden. Damit können mehrere Geräte einen gemeinsamen Speicherpool für verteilte KI-Berechnungen nutzen. Ein Cluster aus vier Mac Studio erreicht nach Apples Messungen eine bis zu dreimal höhere Inferenzleistung als ein einzelnes System.
Auch beim M5 Max verspricht Apple deutliche Zuwächse. Die GPU soll gegenüber dem Mac Studio mit M4 Max bis zu 50 Prozent schneller arbeiten. Für die Verarbeitung von LLM-Prompts in LM Studio nennt das Unternehmen eine bis zu 3,9-mal höhere Leistung als beim M4 Max. Solche Herstellerangaben hängen allerdings stark vom jeweiligen Modell, der Software und der konkreten Konfiguration ab.
Thunderbolt 5, WLAN 7 und Bluetooth 6
Bei den Anschlüssen bleibt das bekannte Gehäusekonzept erhalten, technisch gibt es aber einige Neuerungen. Der Mac Studio bietet bis zu sechs Thunderbolt-5-Anschlüsse mit einer Bandbreite von bis zu 120 Gbit/s. Hinzu kommen erstmals WLAN 7 und Bluetooth 6, die über Apples N1-Chip bereitgestellt werden.
Auch die interne SSD soll schneller arbeiten. Apple setzt nach eigenen Angaben auf eine neue, auf PCIe Gen 6 basierende Architektur und spricht von einer bis zu doppelt so hohen Speicherleistung.
Der Rechner unterstützt zudem Genlock über USB-C, womit sich Bildschirmausgabe und professionelle Kameraaufnahmen präzise synchronisieren lassen. Je nach Konfiguration können bis zu acht Displays oder vier Studio Display XDR mit 5K-Auflösung und 120 Hz angeschlossen werden.
Bis zu 33 Streams mit 8K ProRes
Für Video-Workflows erhält der M5 Ultra eine umfangreichere Media Engine mit doppelt so vielen Einheiten zum Kodieren und Dekodieren von Video wie der M5 Max. Laut Apple kann die Ultra-Version dadurch gleichzeitig bis zu 33 Streams in 8K ProRes 422 mit 30 fps wiedergeben.
Der M5 Max unterstützt unter anderem die hardwarebeschleunigte Dekodierung von H.264, HEVC, ProRes und AV1. Bei der GPU kommt außerdem hardwarebeschleunigtes Raytracing der dritten Generation zum Einsatz.
Mac Studio startet bei 2.999 Euro
Der Mac Studio mit M5 Max kostet in Deutschland mindestens 2.999 Euro. Für die Variante mit M5 Ultra verlangt Apple mindestens 6.599 Euro.
Beide Modelle können ab dem 25. August bestellt werden und sollen ab dem 22. September ausgeliefert werden. Die Konfiguration des M5 Ultra mit 512 GB gemeinsamem Arbeitsspeicher folgt laut Apple erst Ende Oktober. Als Betriebssystem kommt macOS 27 zum Einsatz.









