Beim Apple-Zulieferer Tata Electronics hat es einen Cyberangriff gegeben. Das indische Unternehmen bestätigte gegenüber Reuters einen „Cybersecurity Incident“ auf einigen seiner Systeme. Der Vorfall sei vor einigen Wochen entdeckt worden, die internen Reaktionsprotokolle seien unmittelbar aktiviert worden.
- Tata Electronics bestätigt einen Cybersecurity-Vorfall auf eigenen Systemen.
- Laut Reuters sollen mehr als 200.000 Dateien im Dark Web veröffentlicht worden sein.
- Die Daten sollen angeblich Unterlagen von Apple und Tesla enthalten.
- Apple soll den Vorfall untersuchen, äußerte sich bislang aber nicht öffentlich.
- Tata Electronics spricht von keinen Auswirkungen auf den laufenden Betrieb.
Nach Angaben von Sicherheitsforschern soll die Ransomware-Gruppe World Leaks mehr als 200.000 Dateien im Dark Web veröffentlicht haben. Betroffen seien demnach Unterlagen, die Apple und Tesla zugeordnet werden. Beide Unternehmen zählen laut dem Bericht zu den Kunden von Tata Electronics.
Dark Web als Veröffentlichungsort
Das Dark Web ist ein Teil des Internets, der nicht über normale Suchmaschinen auffindbar ist und spezielle Software für den Zugriff benötigt. Es wird auch für legitime Zwecke genutzt, ist aber zugleich ein häufiger Ort für Datenlecks, Erpressungen und den Handel mit gestohlenen Informationen.
Die Echtheit der Dokumente ist nicht vollständig unabhängig bestätigt. Reuters schreibt, man habe die Dateien nicht selbst verifizieren können. Sicherheitsforscher sollen allerdings berichtet haben, dass die Daten mindestens seit dem 10. Juni im Dark Web verfügbar seien.
Zu den angeblich veröffentlichten Dateien sollen Design- und Spezifikationsunterlagen für Komponenten gehören. Ein 52-seitiges Dokument trage dem Bericht zufolge Apple-eigene Kennzeichnungen und beschreibe Prüfstandards für Bauteile von iPhone-Leiterplatten. Außerdem sollen E-Mails, mehrjährige Ereignisprotokolle und Passkopien von Beschäftigten enthalten sein.
Apple untersucht den Vorfall offenbar
Apple selbst hat sich bislang nicht öffentlich zu dem Vorfall geäußert. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagte Reuters demnach, Apple untersuche den Vorfall und eine vollständige Analyse laufe. Tata Electronics soll zudem eine Lösegeldforderung erhalten haben, äußerte sich dazu aber nicht näher.
Tata Electronics betont, der Vorfall habe keine Auswirkungen auf den laufenden Geschäftsbetrieb gehabt. Die Geschäftsbereiche seien dem Unternehmen zufolge weiter unverändert in Betrieb.
Warum der Fall für Apple wichtig ist
Tata Electronics gilt als zunehmend wichtiger Fertigungspartner für Apple außerhalb Chinas. Der Konzern baut seine Lieferkette seit Jahren breiter auf, Indien spielt dabei eine wachsende Rolle. Ein Angriff auf einen Zulieferer kann deshalb auch dann relevant sein, wenn Apple selbst nicht direkt kompromittiert wurde.
Der Fall zeigt vor allem ein bekanntes Risiko moderner Hardware-Lieferketten: Sensible Informationen liegen nicht nur beim Auftraggeber, sondern auch bei Fertigern, Komponentenherstellern und weiteren Dienstleistern. Für Angreifer können diese Partner ein attraktives Ziel sein, weil dort technische Unterlagen, Produktionsdaten und personenbezogene Informationen zusammenlaufen.









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Aber ich kann mich auf Apple verlassen, weil Apple-Produkte das beste sind was es gibt. Und darüber hinaus, Apple gemessen und anderen Anbietern, immer noch das größte Sicherheitspotenzial bietet?? Stimmt's Stefan? ;))
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