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Apple Creator Studio

Apple Creator Studio: Neue KI-Assistenten, MotionVFX und zahlreiche Profi-Funktionen angekündigt

Apple kündigt ein umfangreiches Update für Creator Studio an. Final Cut Pro erhält integrierte MotionVFX-Effekte, Logic Pro einen KI-Assistenten und Pixelmator Pro eine neue generative Bildbearbeitung. Auch Keynote, Pages und Numbers werden um KI-Funktionen erweitert. Die Neuerungen sollen ab November verfügbar sein.

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Apple hat neue Funktionen für sein Kreativ-Abo Creator Studio vorgestellt. Das Update betrifft nahezu alle enthaltenen Anwendungen und soll im November für bestehende Abonnenten kostenlos erscheinen. Zu den wichtigsten Neuerungen gehören die Integration von MotionVFX in Final Cut Pro, ein intelligenter Assistent für Logic Pro sowie zusätzliche KI-Werkzeuge für Pixelmator Pro, Keynote, Pages und Numbers.

Herbst-Angebot

Quickread: Auf einen Blick
  • Apple veröffentlicht im November umfangreiche Updates für Creator Studio
  • Final Cut Pro integriert Tausende MotionVFX-Effekte und neue Stockvideos
  • Logic Pro erhält einen KI-Assistenten mit OpenAI-Technologie
  • Pixelmator Pro bekommt generative Bildbearbeitung mit „Generate Fill“
  • Keynote, Pages und Numbers erhalten KI-Assistenten und MCP-Unterstützung

Final Cut Pro erhält Tausende MotionVFX-Elemente

Eine der umfangreichsten Neuerungen betrifft Final Cut Pro auf dem Mac. Apple integriert Inhalte von MotionVFX direkt in die Videoschnittsoftware. Damit stehen Abonnenten Tausende Vorlagen, Titel, Übergänge und grafische Elemente zur Verfügung, ohne dass sie dafür zusätzliche Plug-ins separat installieren müssen.

Zum Angebot gehören außerdem Werkzeuge für Rotoscoping, Tracking und Farbkorrektur. Diese Funktionen erleichtern unter anderem das Freistellen bewegter Objekte, das Nachverfolgen von Bewegungen und die gezielte Anpassung einzelner Bildbereiche.

Auch der Content Hub wird erweitert. Die bislang angebotenen kreativen Inhalte werden um Stockvideos ergänzt, die sich direkt innerhalb von Final Cut Pro verwenden lassen.

Eine weitere Neuerung betrifft die Zusammenarbeit mit Pixelmator Pro. Einzelne Bilder aus der Final-Cut-Timeline lassen sich künftig direkt in der Bildbearbeitungssoftware öffnen. Änderungen werden anschließend automatisch ins Schnittprojekt übernommen. Ein erneuter Import entfällt.

Darüber hinaus führt Apple zusätzliche Möglichkeiten zur Keyframe-Glättung ein. Clips können von der primären Handlung getrennt und frei innerhalb der Timeline platziert werden. Die Transkriptionsfunktionen unterstützen künftig 23 weitere Sprachen, was die Suche in Videomaterial und die Erstellung von Untertiteln erleichtert.

Auch Motion wird erweitert. Die Software erhält zusätzliche MotionVFX-Plug-ins, unter anderem für 3D-Kamera-Tracking und Farbkorrektur. Hinzu kommen die Bildgenerierung anhand von Textbeschreibungen, ein direkter Austausch mit Pixelmator Pro und neue Werkzeuge zur Animationssteuerung.

Compressor unterstützt künftig außerdem die Verarbeitung von Videos, die mit dem iPhone 18 Pro oder iPhone Duo im Kinomodus aufgenommen wurden.

Pixelmator Pro bekommt generative Bildbearbeitung

Mit „Generate Fill“ führt Apple eine neue Funktion zur KI-gestützten Bildbearbeitung in Pixelmator Pro ein. Nutzer können einen Bildbereich auswählen und anschließend per Texteingabe beschreiben, wie dieser verändert werden soll.

Die Software generiert daraufhin passende Inhalte und berücksichtigt laut Apple automatisch Beleuchtung, Perspektive und Texturen der Umgebung. Dadurch sollen sich neu erzeugte Elemente möglichst unauffällig in das bestehende Bild einfügen.

Für präzise Anpassungen lassen sich die vorhandenen Auswahlwerkzeuge verwenden. Dazu gehören die freie Auswahl, die Schnellauswahl und die magnetische Auswahl.

Generierte Inhalte können entweder mit vorhandenen Ebenen zusammengeführt oder als separate Ebene mit intelligenter Maskierung eingefügt werden. Letzteres ermöglicht weitere Korrekturen, ohne das ursprüngliche Bild dauerhaft verändern zu müssen.

Zusätzlich kommt die bereits bekannte Super-Resolution-Technologie zum Einsatz, um die Auflösung generierter Bildbereiche zu verbessern.

Logic Pro erhält einen KI-Assistenten mit OpenAI-Technologie

Auch die Musikproduktionssoftware Logic Pro wird erweitert. Besonders interessant ist ein neuer intelligenter Assistent für die Mac-Version, der in einer Betaversion startet.

Apple kombiniert dafür eigene KI-Modelle mit Technologie von OpenAI. Der Assistent soll bei typischen Arbeitsschritten in der Musikproduktion helfen und sich über natürlichsprachliche Anweisungen bedienen lassen.

So können Nutzer beispielsweise die Einrichtung einer Gesangsspur anstoßen, Unterstützung beim Beginn eines neuen Songs erhalten oder bestehende Projekte bearbeiten lassen.

Der Assistent ist zunächst ausschließlich in US-Englisch verfügbar. Voraussetzung sind macOS 27 Golden Gate oder neuer sowie ein Mac, der Apple Intelligence unterstützt.

Neben der KI-Integration überarbeitet Apple den Sound-Browser. Dieser vereint künftig Loops, Instrumente, Effekt-Patches und weitere Klangbibliotheken in einer gemeinsamen Oberfläche. Auch eine Splice-Mediathek wird integriert.

Eine weitere Funktion ist das sogenannte Musikverständnis. Dabei analysiert Logic Pro Audiodateien direkt auf dem Gerät, erkennt musikalische Eigenschaften und versieht die Inhalte automatisch mit passenden Kategorien und Schlagwörtern.

Auf diese Weise sollen sich auch größere persönliche Soundbibliotheken leichter durchsuchen lassen. Zudem können passende Audioinhalte anhand eines vorhandenen Loops gefunden werden.

Die Komponententrennung wird ebenfalls verbessert. Logic Pro kann künftig einzelne Schlagzeugbestandteile aus einer fertigen Aufnahme isolieren. Damit lassen sich beispielsweise Drum-Elemente austauschen oder neu abmischen, ohne auf die ursprünglichen Mehrspuraufnahmen zugreifen zu müssen.

Ergänzt wird das Update durch ein neues Producer Pack des Musikproduzenten Sergio George mit Salsa- und Latin-Jazz-Sounds. Hinzu kommt „Voice Memo Studio Sound“, mit dem sich Hintergrundgeräusche aus unterstützten iPhone-Aufnahmen reduzieren lassen.

Optisch erhält Logic Pro außerdem eine überarbeitete Oberfläche im Liquid-Glass-Design.

Keynote, Pages und Numbers bekommen eigene KI-Assistenten

Apple baut KI-Funktionen nicht nur in seine Kreativsoftware ein, sondern erweitert auch die Produktivitätsanwendungen Keynote, Pages und Numbers.

Alle drei Apps erhalten intelligente Assistenten, die ebenfalls auf Apple-Modellen und OpenAI-Technologie basieren. Anders als einfache Textgeneratoren sollen diese den Kontext eines geöffneten Dokuments berücksichtigen und passende Aktionen innerhalb der Anwendung ausführen können.

In Keynote unterstützt die KI beim Erstellen, Bearbeiten und Animieren von Präsentationsfolien. Pages erhält Funktionen zum Formulieren, Überarbeiten und Umstrukturieren von Texten.

Numbers kann Daten analysieren, Berechnungen durchführen und geeignete Diagrammtypen vorschlagen. Die Vorschläge sollen sich vor der Übernahme direkt in einer Vorschau betrachten lassen. Außerdem können Nutzer Tabellen mithilfe natürlichsprachlicher Anweisungen erstellen.

Eine technisch wichtige Neuerung ist die Unterstützung des Model Context Protocol, kurz MCP.

Model Context Protocol (MCP) erklärt!

Das Model Context Protocol (MCP) ist ein offener Standard, über den KI-Anwendungen mit externen Programmen und Datenquellen kommunizieren können.

Statt Informationen lediglich über eine Chatoberfläche auszutauschen, können kompatible KI-Agenten über bereitgestellte Schnittstellen auf Funktionen anderer Anwendungen zugreifen.

In Keynote, Pages und Numbers soll MCP beispielsweise ermöglichen, Dokumentinhalte automatisiert auszulesen, zu verändern oder bestimmte Arbeitsschritte auszuführen. Welche Aktionen erlaubt sind, hängt von der jeweiligen Integration und den eingeräumten Zugriffsrechten ab.

Über MCP können externe KI-Agenten und andere kompatible Werkzeuge künftig auf Inhalte in Keynote, Pages und Numbers zugreifen. Laut Apple umfasst dies nicht nur das Lesen, sondern auch das Bearbeiten von Dokumenten und das automatisierte Ausführen von Aktionen.

Damit eröffnet Apple zusätzliche Möglichkeiten, wiederkehrende Aufgaben über Anwendungsgrenzen hinweg zu automatisieren.

Die MCP-Unterstützung setzt macOS 27 oder neuer voraus. Die integrierten KI-Assistenten benötigen ein Apple-Intelligence-fähiges Gerät mit iOS 27, iPadOS 27 oder macOS 27 und starten zunächst als englischsprachige Betaversionen.

Neue Dateiformate, Vorlagen und Funktionen für Freeform

Zusätzlich erweitert Apple den Content Hub von Keynote, Pages und Numbers. Abonnenten erhalten Zugriff auf kuratierte Stockvideos sowie neue Premiumvorlagen und Präsentationsthemen.

Keynote unterstützt künftig außerdem das neue Dateiformat „.keyx“. Dabei handelt es sich um ein offenes, JSON-basiertes Format, das insbesondere die Verarbeitung durch externe Werkzeuge, Entwickleranwendungen und KI-Agenten erleichtern soll.

Auch Freeform erhält zusätzliche Funktionen. Texte lassen sich künftig mithilfe wiederverwendbarer Formatvorlagen gestalten. Darüber hinaus können Nutzer eigene Hintergrundfarben für ihre Boards festlegen.

Für Dezember kündigt Apple weitere Neuerungen an. Dazu gehören die direkte Bearbeitung von Bildern in Pixelmator Pro und die Möglichkeit, bearbeitbare Formen anhand von Textbeschreibungen zu erzeugen.

Preise und Verfügbarkeit bleiben unverändert

Die neuen Funktionen sollen ab November über den App Store veröffentlicht werden. Für bestehende Abonnenten von Apple Creator Studio sind die Updates kostenlos.

Der reguläre Abopreis liegt weiterhin bei 12,99 Euro monatlich beziehungsweise 129 Euro jährlich. Neue Abonnenten können den Dienst einen Monat kostenlos testen. Beim Kauf eines qualifizierten Mac oder iPad sind unter bestimmten Voraussetzungen drei kostenlose Monate enthalten.

Für Studierende an Hochschulen und Lehrkräfte bietet Apple einen vergünstigten Tarif für 2,99 Euro pro Monat beziehungsweise 29 Euro pro Jahr an. Über die Familienfreigabe können bis zu sechs Familienmitglieder das reguläre Abonnement gemeinsam nutzen.

Die Mac-Anwendungen bleiben außerdem einzeln erhältlich. Final Cut Pro kostet weiterhin 349,99 Euro, Logic Pro 229,99 Euro und Pixelmator Pro 59,99 Euro. Auch Motion, Compressor und MainStage werden weiterhin zum Einmalkauf angeboten.

Allerdings ist zu beachten, dass sich der Funktionsumfang zwischen den separat erworbenen Anwendungen und den Versionen im Creator-Studio-Abonnement unterscheiden kann.

Die Basisversionen von Keynote, Pages, Numbers und Freeform bleiben kostenlos. Die zusätzlichen Premiuminhalte und bestimmte KI-Funktionen sind dagegen Bestandteil des Abonnements.