Alte iPhones und iPads

Apple soll Wiederherstellung mehrerer alter iPhones und iPads blockieren

Wer noch ein iPhone 5c, iPhone 4S oder ein älteres iPad mit Mobilfunk nutzt, könnte künftig Probleme beim Wiederherstellen bekommen. Apple signiert bestimmte alte iOS-Installationen nicht mehr.

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Apple hat das Signieren mehrerer alter iOS-Versionen für ausgewählte iPhone- und iPad-Modelle beendet. Betroffen sind vor allem Geräte mit Mobilfunkmodem, darunter das iPhone 5c, das iPhone 4S, das iPhone 5 sowie mehrere ältere iPad-Modelle.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Apple soll das Signieren bestimmter alter iOS-Installationen beendet haben.
  • Betroffen sind ältere iPhones und iPads mit Mobilfunkmodem.
  • Genannt werden unter anderem iPhone 5c, iPhone 4S, iPhone 5 und das erste iPad mini.
  • Bereits laufende Geräte sollten weiter funktionieren.
  • Problematisch wird es vor allem bei Wiederherstellung, Reparatur und Software-Archivierung.

Konkret geht es nicht um aktuelle iOS-Versionen, sondern um sehr alte Builds aus der Zeit von iOS 6 bis iOS 10. Wird eine solche Version nicht mehr signiert, lässt sie sich in der Regel nicht mehr regulär über Finder, iTunes, die Apple-Devices-App oder eine IPSW-Datei wiederherstellen.

Warum vor allem Mobilfunkmodelle betroffen sind

Bemerkenswert ist, dass augenscheinlich ausschließlich Gerätevarianten mit Mobilfunkanbindung betroffen seien. Der Grund liegt offenbar in der Baseband-Firmware, also der Software für das Mobilfunkmodem. Apple soll nicht die jeweilige iOS-Version insgesamt aus dem Signaturprozess genommen haben, sondern die zugehörige Baseband-Firmware.

Baseband-Firmware erklärt!

Die Baseband-Firmware steuert das Mobilfunkmodem eines Smartphones oder Tablets. Sie arbeitet getrennt vom eigentlichen Betriebssystem und ist für Funktionen wie Mobilfunkverbindung, Netzregistrierung und Modemkommunikation zuständig. Bei iPhones und iPads mit Mobilfunk prüft Apple auch diese Komponente beim Wiederherstellen.

Damit bleiben WLAN-only-iPads außen vor. Sie besitzen kein Mobilfunkmodem und benötigen entsprechend keine Baseband-Firmware, die beim Wiederherstellen separat geprüft werden müsste.

Diese Geräte sind betroffen

Zu den betroffenen Geräten zählen unter anderem das iPhone 4 in der CDMA-Version, das iPhone 4S, das iPhone 5, das iPhone 5c, das iPad 2 mit Mobilfunk, das iPad der dritten und vierten Generation mit Mobilfunk sowie das erste iPad mini mit Mobilfunk.

Je nach Modell sollen unterschiedliche Versionen betroffen sein. Beim iPhone 5c nennt der Bericht iOS 10.3.3, beim iPhone 5 zusätzlich iOS 10.3.4. Bei älteren Geräten wie dem iPhone 4S oder dem ersten iPad mini geht es unter anderem um iOS 8.4.1, iOS 9.3.5 und iOS 9.3.6.

Was das für alte Geräte bedeutet

Bereits funktionierende Geräte werden durch die Änderung nicht unmittelbar unbrauchbar. Wer ein betroffenes iPhone oder iPad weiterhin normal nutzt, muss also nicht automatisch mit einem Ausfall rechnen.

Problematisch wird es aber, wenn ein Gerät neu aufgesetzt werden muss. Fällt die Installation aus, ist das System beschädigt oder soll ein altes Gerät für Tests, App-Kompatibilität oder Software-Archivierung wiederhergestellt werden, kann der bisherige Weg über eine signierte iOS-Version wegfallen.

Für die meisten Nutzer dürfte die Änderung kaum praktische Folgen haben, weil alle genannten Geräte inzwischen deutlich älter als zehn Jahre sind. Für Sammler, Entwickler und Reparaturbetriebe ist sie dennoch relevant, weil Apple damit einen weiteren Wiederherstellungspfad für alte Hardware schließt.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Für den Alltag der meisten Nutzer ist diese Änderung nur am Rand relevant. Die betroffenen Geräte stammen aus einer sehr alten iOS-Generation und spielen im normalen Update-Zyklus keine Rolle mehr. Kritischer ist der Schritt für Reparatur, Forschung und Archivierung: Wenn eine Wiederherstellung nicht mehr möglich ist, wird alte Hardware schneller zu einem geschlossenen System, das sich nur noch eingeschränkt erhalten oder testen lässt.