- Android-Hersteller sollen laut einem Leaker eine neue Launch-Strategie prüfen.
- Premium-Modelle könnten künftig vor regulären Varianten erscheinen.
- Apple soll beim iPhone 18 angeblich ähnlich vorgehen.
- Bestätigt ist die Änderung bislang nicht.
- Für Käufer könnte die Modellwahl dadurch unübersichtlicher werden.
Mehrere Android-Hersteller sollen darüber nachdenken, neue Smartphone-Generationen künftig stärker aufzuteilen. Das berichtet der chinesische Leaker Digital Chat Station auf Weibo. Demnach könnten Pro-Modelle und reguläre Varianten nicht mehr zwingend gemeinsam erscheinen, sondern in getrennten Zeitfenstern starten.
Beide bieten 27 Zoll und 5K, zwischen ihnen liegen aber 700 Euro Preisunterschied. Was der BenQ besser kann, was er vermisst lässt und für wen er die richtige Wahl ist: unser ausführlicher Test.
Der Schritt wäre laut dem Bericht eine Reaktion auf Apples erwarteten Strategiewechsel beim iPhone. Apple soll ab der iPhone-18-Generation nicht mehr alle Modelle wie gewohnt im Herbst veröffentlichen. Stattdessen könnten die teureren Modelle zuerst erscheinen, während günstigere Varianten erst später folgen.
Ein Split-Launch bedeutet, dass Geräte einer Produktfamilie nicht gleichzeitig erscheinen. Hersteller können etwa zuerst teure Pro-Modelle veröffentlichen und günstigere Varianten erst Monate später nachreichen. Dadurch verschiebt sich die Aufmerksamkeit stärker auf einzelne Modelle.
Premium-Modelle zuerst, günstigere Modelle später
Konkret wird erwartet, dass Apple im Herbst 2026 das iPhone 18 Pro, das iPhone 18 Pro Max sowie ein erstes faltbares iPhone vorstellen könnte. Das reguläre iPhone 18, ein mögliches iPhone 18e und eine zweite Generation des iPhone Air sollen dem Bericht zufolge erst im Frühjahr 2027 folgen.
Diese Angaben sind bislang nicht offiziell bestätigt. Sie passen aber zu früheren Berichten, in denen unter anderem Produktionskapazitäten bei Speicher und 2-nm-Chips als möglicher Grund genannt wurden. Gleichzeitig könnte Apple damit den höherpreisigen Modellen mehr Aufmerksamkeit geben, bevor günstigere Alternativen auf den Markt kommen.
Für Android-Hersteller wäre das eine Umkehr der bisherigen Logik
Bei vielen Android-Marken ist eine gestaffelte Veröffentlichung nicht neu. Xiaomi, Oppo oder Vivo bringen einzelne Ultra-Modelle oft später als die Standard- und Pro-Geräte. Auch globale Marktstarts folgen häufig erst mit Verzögerung auf China-Launches.
Der nun beschriebene Ansatz wäre aber anders gelagert: Nicht die besonders teuren Modelle würden später folgen, sondern zuerst erscheinen. Die günstigeren Geräte kämen danach. Damit könnten Hersteller versuchen, ihre Premium-Smartphones länger im Fokus zu halten und direkter mit Apples Topmodellen zu konkurrieren.
Samsung verfolgt bislang ein anderes Modell. Die Galaxy-S-Serie erscheint in der Regel gemeinsam, also etwa mit Standard-, Plus- und Ultra-Modell innerhalb eines Launch-Zeitfensters. Faltbare Geräte stellt Samsung separat im Sommer vor.
Noch ist offen, welche Android-Marken gemeint sind
Der Bericht nennt keine konkreten Hersteller, die eine solche Strategie bereits beschlossen hätten. Auch ein Zeitplan fehlt. Deshalb sollte die Meldung vorerst als Gerücht eingeordnet werden.
Sollte sich die Entwicklung bestätigen, könnte sie den Smartphone-Kalender spürbar verändern. Statt klarer Modellfamilien mit gemeinsamem Marktstart würden Hersteller ihre Geräte stärker über das Jahr verteilen. Für Käuferinnen und Käufer hätte das einen praktischen Nachteil: Wer auf ein günstigeres Modell wartet, müsste möglicherweise länger abwägen, ob sich der Kauf eines teureren Geräts lohnt.

Neu wäre vor allem die Erzählung dahinter. Bislang galt das reguläre iPhone als das zentrale Modell der Reihe, während die Pro-Versionen als leistungsstärkere, aber nicht zwingend notwendige Varianten positioniert waren. Mit einem früheren Start der Pro-Modelle könnte Apple diese Wahrnehmung verschieben: Das eigentliche iPhone-Erlebnis läge dann stärker bei den teureren Geräten, während die regulären Modelle eher wie nachgereichte, abgespeckte Varianten wirken.
Ganz fremd ist diese Logik im Android-Lager allerdings nicht. Google verfolgt mit den Pixel-a-Modellen seit Jahren ein ähnliches Muster: Zuerst erscheint die reguläre Pixel-Generation, einige Monate später folgt eine günstigere Variante mit einzelnen Kompromissen. Der Unterschied liegt eher darin, ob Hersteller diese Staffelung bewusst als Premium-Strategie inszenieren – und genau das könnte künftig stärker in den Vordergrund rücken.







