Apple erneuert seine klassischen AirPods und macht dabei eine bislang höher positionierte Funktion zum Standard: Die neuen AirPods 5 verfügen bereits in der günstigeren Variante über Aktive Geräuschunterdrückung. Gleichzeitig überarbeitet Apple die Akustik und bietet für 20 Euro Aufpreis ein umfangreicher ausgestattetes Modell mit kabellosem Ladecase an.
- AirPods 5 kosten ab 149 Euro
- Aktive Geräuschunterdrückung ist jetzt im Basismodell enthalten
- Apple verspricht bis zu 50 Prozent stärkeres ANC als bei den AirPods 4 mit ANC
- Für 169 Euro gibt es ein kabelloses Ladecase, Lautstärkeregelung und mehr Akkulaufzeit
- Verkaufsstart ist am 18. September
AirPods 5 bekommen stärkeres ANC
Die AirPods 5 bleiben beim Open-Ear-Prinzip und verzichten damit weiterhin auf Silikonaufsätze, wie sie etwa bei den AirPods Pro zum Einsatz kommen. Trotz der offeneren Bauweise soll die Aktive Geräuschunterdrückung deutlich effektiver arbeiten als beim Vorgänger.
Apple spricht von bis zu 50 Prozent mehr herausgefilterten Umgebungsgeräuschen gegenüber den AirPods 4 mit Aktiver Geräuschunterdrückung. Dafür setzt das Unternehmen auf eine neue akustische Multiport-Architektur und überarbeitete Algorithmen für computergestütztes Audio.
Den ebenfalls von Apple verwendeten Anspruch, die beste Geräuschunterdrückung unter kabellosen Open-Ear-Kopfhörern anzubieten, stützt das Unternehmen auf eigene Tests vom Juli 2026. Verglichen wurden demnach die damals meistverkauften kommerziell verfügbaren Modelle, getestet wurde nach IEC 60268-24.
ANC steht für „Active Noise Cancellation“, also Aktive Geräuschunterdrückung. Mikrofone erfassen dabei Geräusche aus der Umgebung, während die Kopfhörer ein passendes Gegensignal erzeugen. Dadurch lassen sich vor allem gleichmäßige Hintergrundgeräusche reduzieren.
Neben ANC sind erneut ein Transparenzmodus und Adaptives Audio an Bord. Letzteres kombiniert Geräuschunterdrückung und Transparenzmodus abhängig von der Umgebung. Die Konversationserkennung reduziert zudem automatisch die Medienlautstärke, sobald der Träger selbst zu sprechen beginnt.
Apple überarbeitet auch den Klang
Auch an der Audiowiedergabe hat Apple gearbeitet. Eine neue Multiport-Architektur und die nächste Generation des Adaptiven EQ sollen Frequenzen stärker an die jeweilige Passform im Ohr anpassen. Apple verspricht dadurch mehr Details und einen ausgewogeneren Klang bei unterschiedlichen Ohrformen.
Unterstützt wird weiterhin personalisiertes 3D Audio. Für die Erstellung eines persönlichen Profils ist ein iPhone mit TrueDepth-Kamera erforderlich. Anschließend kann das Profil mit kompatiblen Apple-Geräten verwendet werden.
Live Übersetzung mit Apple Intelligence
Zu den Softwarefunktionen der AirPods 5 gehört Live Übersetzung. Das Feature arbeitet in Verbindung mit Apple Intelligence und soll Gespräche zwischen Personen mit unterschiedlichen Sprachen direkt über die Kopfhörer unterstützen.
Nach der Einrichtung in der Übersetzen-App lässt sich die Funktion unter anderem über Siri oder durch gleichzeitiges Drücken beider AirPods starten. Voraussetzung sind ein kompatibles Apple-Gerät, aktiviertes Apple Intelligence sowie aktuelle Betriebssystem- und Firmware-Versionen. Die Verfügbarkeit hängt zudem von Region und Sprache ab.
Zwei Modelle für 149 und 169 Euro
Apple bietet die AirPods 5 in zwei Varianten an. Das Basismodell kostet 149 Euro und verfügt bereits über Aktive Geräuschunterdrückung.
Für 169 Euro gibt es die AirPods 5 mit kabellosem Ladecase. Diese Version unterstützt das Laden per Apple-Watch-Ladegerät und Qi sowie weiterhin USB-C. Zusätzlich lässt sich die Lautstärke erstmals bei klassischen AirPods durch eine Wischbewegung am unteren Ende des Hörers verändern.
Auch die Akkulaufzeit fällt bei dieser Variante höher aus. Apple nennt bis zu fünf Stunden Wiedergabe mit eingeschalteter Geräuschunterdrückung – eine Stunde mehr als bei den AirPods 4 mit ANC. Zusammen mit dem Ladecase sollen bis zu 22 Stunden Wiedergabe mit aktivierter Geräuschunterdrückung möglich sein. Die tatsächliche Laufzeit hängt von der Nutzung ab.
Verkaufsstart am 18. September
Die AirPods 5 können ab dem 9. September vorbestellt werden. In den Handel kommen beide Varianten am Freitag, 18. September. Das Basismodell kostet 149 Euro, für die Version mit kabellosem Ladecase verlangt Apple 169 Euro.
Damit verändert Apple auch die Positionierung seiner normalen AirPods. Aktive Geräuschunterdrückung ist nicht länger der teureren Ausführung vorbehalten, während sich die beiden AirPods-5-Varianten stattdessen über Ladecase, Bedienung und Akkulaufzeit voneinander unterscheiden.









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Scheint ein solides Update für das Basismodell zu sein zu einem vernünftigen Preis.
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