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1&1 hebelt Kündigungsrecht aus und stößt Kunden vor den Kopf

Der Telefon- und Internetanbieter 1&1 Telecom GmbH sorgt bei seinen Kunden für Unmut. Man hat sich dazu entschieden, schriftliche Kündigungen noch einmal in Frage zu stellen. Die Kunden müssen, obwohl ordentlich gekündigt, noch einmal in einem folgenden Telefongespräch bestätigen, dass sie tatsächlich kündigen wollen. Dieses Vorgehen sei jedoch rechtswidrig, wie Anwalt Thomas Hollweck verrät.

Im Werbefernsehen betont 1&1 immer die Nähe zum Kunden. Doch aktuell zieht man den Zorn derselben auf sich. Der Rechtsanwalt Thomas Hollweck aus Berlin berichtet von einem Mandanten, der zwar mit 1&1 zufrieden war, aber dennoch zu einem günstigeren Anbieter wechseln wollte. Er kündigte seinen Vertrag ordentlich per Post schon im Januar 2016. Das Vertragsende wäre zum 16. Mai eingetreten. Der Anbieter bestätigte dem Kunden den Eingang der Kündigung und den entsprechenden Termin.

1&1 will Missbrauch von Kündigungen durch Kunden verhindern?!

In dem Bestätigungsschreiben wurde angemerkt, dass man sich die Kündigung noch einmal telefonisch bestätigen lassen wolle, um Missbrauch von Kündigungen vorzubeugen. Dem Kunden wurde eine Frist von 14 Tagen für den Rückruf gewährt.

Der betroffene Mandant Hollwecks entschied sich dazu, den Anruf nicht zu unternehmen, weil er vermutete, dass 1&1 ihn am Telefon nur „zum Bleiben“ überreden wollte. Kundenrückgewinnung heißt das Stichwort, das viele Telekommunikationsanbieter betreiben. In der Regel erfolgen Anrufe aber vom Anbieter selbst, und zwar meist nachdem der Kunde die Kündigung ausgesprochen hat.

Der Kunde übersah jedoch, dass 1&1 in seinem Bestätigungsschreiben ankündigte dem Kündigungswunsch nicht zu entsprechen, sollte der Anruf nicht binnen 14 Tagen erfolgen.

Hollweck erklärt, dass das Verhalten von 1&1 nicht durch geltende Gesetze gedeckt ist. Wenn der Kunde einmal ordentlich gekündigt hat, muss das Unternehmen diesem Wunsch entsprechen. Die Hintertür, die 1&1 nun eingebaut hat, sei rechtswidrig.

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Der Umstand, dass das Verhalten von 1 u 1 rechtwidrig ist, lässt sich mit dem Gesetz auch ohne Rechtsanwalt feststellen.
Von 1 u 1 ist das ein sehr schäbiger Versuch Kunden zu binden.

Meines Wissens ist das schon lange so. Ich hatte vor einiger Zeit etwas bei 1 & 1 gekündigt und hatte dann innerhalb dieser 14 Tage die Kündigung telefonisch noch einmal zu bestätigen. Der Herr über Kündigung sein oder nicht sein am anderen Ende des Telefons nahm meine Kündigungsbestätigung entgegen ohne irgendwelche zusätzlichen Kommentare. Das war nach meinem Gefühl o. k. so. Nach einer ausdrücklich schriftlich Kündigung sollte diese Bestätigung per Anruf allerdings nicht notwendig sein, das sehe ich auch so. Aber wozu einen langen Kündigungsfrist per Einschreiben wenn das einfacher per Mausklick geht.
Ich hatte allerdings bei anderen Gelegenheiten auch schon ziemlich ekelige Telefontypen bei 1&1, denen man es entsprechend mitteilen muss.

Macht doch die Telekom auch in anderen Bereichen nicht anders

Das gleiche ist mir in 2014 passiert. Habe zwei Prepaid-Verträge per Einschreiben mit Rückantwort gekündigt. Die schriftliche Kündigung ist dort auch eingegangen. Zunächst erfolgte keine Reaktion von 1§1. Ein späteres Telefonat mit der Firma verlief ebenfalls sehr unbefriedigend. Ich wurde zunächst vertröstet und sollte in 2 Stunden noch einmal anrufen. Angeblich war das Computer-System zusammengebrochen. Die Mitarbeiter waren dort anscheinend total überfordert. Letztendlich haben sich 6 Mitarbeiter der Fa. 1§1 mit meiner Angelegenheit beschäftigt und nach ca. 6 Wochen wurde die Kündigung angenommen. Meinen Unmut habe ich noch einmal per Brief an die Firmenleitung zur Kenntnis gebracht und anschließend wurde mir der Betrag für 4 Wochen zurück erstattet. Jedenfalls war es ein sch...- Verhalten der Fa. 1§1. DingDong und am nächsten Tag haben Sie ihr Telefon gibt nur in der Werbung.

Ok, ein Grund 1&1 zu meiden. Kündigungen sind per se nämlich nichts schlechtes... bei mir ist es auch so, das der aktuelle Anbieter zwar super ist, aber es seit Jahren nicht schafft den Glasfaserausbau in diversen Münchner Stadtteilen nicht voranzubringen. Hier wird gebaut wie irre mehrere Hundert Wohnungen und dennoch keine moderne Datenleitung. Die Telekom kann wenigstens 50Mbit stellen... also warum den gleichen Preis für 10 Mbit zahlen, wenn man wenigstens 50 bekommen kann... ca. 400m sind immerhin schon 200 MBit Standard... es ist auch nicht abzusehen ob da mal was vor 2020 passiert
Ergo Kündigung notwendig.

Wenn sie es nicht schaffen, den Glasfaserausbau nicht voranzutreiben, ist das doch eine gute Sache; würde ich nicht kündigen...

1&1 baut keine Leitungen, weder ADSL noch VDSL. VDSL macht größtenteils nur die Telekom und einige Kabelanbieter. Alle anderen Provider nutzen diese mit. Was VDSL angeht, kann es erst bezogen werden, wenn Telekom es verlegt hat-

Das stimmt so nicht.. nicht nur die Telekom baut Glasfaser. Ich arbeite selbst bei dem 2. größten Glasfaser verlegenden Telekommunikationsanbieter und spreche aus Erfahrung ;)

@Laura: Das ist richtig, es gibt viele regionale Anbieter, die Glasfaser bauen. Ich selbst habe eine Glasfaseranschluss von NetAachen daheim.

WEnn man sich mal die meldungen über zweifelhafte Geschäftspraktiken im Telekombereich anschaut, taucht gefühlt immer wieder diese Firma an vorderster Stelle auf.

Ich finde das auch störend, zumal ja schon ein Anruf nötig ist, wenn man nur z. B. in einen günstigeren GMX-Tarif wechseln möchte. Danach wird dann kurz nach den Gründen gefragt, die Kündigung ging bislang aber immer auf Anhieb durch.