Tod dem Todesengel - auch auf dem Mac!

Test: Diablo III - Reaper of Souls für OS X

Rund zwei Jahre nach der Veröffentlichung von Diablo III sind nur noch wenige Helden regelmäßig in den finsteren Welten Sanktuarios unterwegs gewesen: Vermag das erste große Erweiterungspaket die Liebe zum diabolischen Hack & Slay erneut zu entfachen?

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Seit der Veröffentlichung von Diablo III Mitte 2012 wurde das Hauptspiel durch zahlreiche Updates verbessert. Insbesondere die Aktualisierung auf Version 2.0.1 brachte viele Neuerungen mit sich, von denen sich auch ohne den Kauf des Add-ons profitieren lässt. Das überarbeitete Paragonsystem erlaubt beispielsweise ein weiteres Aufbessern und Individualisieren der eigenen Spielfigur über die Charakterlevelgrenze des Hauptspiels hinweg, mit den zwischenzeitlich überarbeiteten Schwierigkeitsstufen lässt sich zudem eine dem eigenen Können maßgeschneiderte Herausforderung finden. Gemeinsam mit vielen Verbesserungen im Detail, dem neuen und deutlich motivierenderem Beutesystem mitsamt der Abschaffung der Auktionshäuser lohnt sich das erneute Spielen von Diablo III tatsächlich auch ohne das Erweiterungspaket!

ReviewDiablo III für den Mac: Das Hauptspiel im Test

Mehr Beute, mehr Abwechselung, mehr Spaß

Diablo 3 bot bislang eine recht lineare Spieleerfahrung, welche im Erweiterungspaket unter dem Namen Kampagnenmodus nahezu unverändert beibehalten wurde. Neu ist hingegen der Abenteuermodus, der für Langzeitmotivation sorgt. Hier sind alle Wegpunkte innerhalb der Spielewelt bereits freigeschaltet und über eine Weltkarte anwählbar, man kann sich jederzeit an beliebige Orte Sanktuarios begeben. Kern des neuen Spielmodus sind die Kopfgelder. Kopfgelder entsprechen zusätzlichen Quests, deren Abschluss unter anderem mit Schlüsseln zu sogenannten Nephalemportalen belohnt wird: In den dahinter liegenden zufallsgenerierten Dungeons wartet ganz besonders wertvolle Beute.

In beiden Spielmodi ist der neu hinzugekommene Akt V verfügbar, in dem nicht nur neue Gegnertypen lauern, sondern auch Malthael, der Engel des Todes, zu bezwingen ist. Mit dem Kreuzritter findet sich in Reaper of Souls zudem eine weitere Charakterklasse im Spiel, welches den bisherigen Fundus aus Barbar, Dämonenjäger, Mönch, Hexendoktor und Zauberer gewinnbringend ergänzt. Von der Community zu Recht als Neuauflage des aus Diablo II bekannten Paladins angesehen, kombiniert der Neuzugang eine schwere Panzerung mit magischen Fähigkeiten – eine Kombination, die das Hauptspiel so nicht bot und sich entsprechend frisch spielt. Doch auch wer mit seinen bisherigen Helden spielt, erlebt Neues: Auf dem Weg hin zum neuen Maximallevel von Stufe 70 werden neue Fähigkeiten und Runen freigeschaltet. Darüber hinaus lässt sich die Ausrüstung durch die neu hinzugekommene Mystikerin verbessern und auch optisch anpassen.

Die Systemanforderungen sind geringfügig gestiegen, das Spiel setzt inzwischen 4 statt nur 2 GB Arbeitsspeicher voraus. An der nahezu perfekten technischen Umsetzung der Mac-Version hat sich jedoch nichts geändert, das Spiel läuft auch auf älteren Geräten ausreichend flott und vor allem stabil. Technik und Spielspaß stimmen, Reaper of Souls verbessert das nicht mehr ganz so frische Hauptspiel entscheidend und sorgt für viele Stunden neuen Spielspaßes, ganz egal ob allein oder in einer Gruppe.

Das Erweiterungspaket macht Diablo III zu einem besseren Spiel. Kaufempfehlung!

Testergebnis
ProduktnameDiablo III: Reaper of Souls
HerstellerBlizzard
Preis40 Euro Standard-Version, 80 Euro Sammlerausgabe
Webseitebattle.net
Pro
  • viele neue Inhalte
  • unzählige Verbesserungen im Detail
  • technisch gelungene Mac-Version
Contra
  • für ein Erweiterungspaket relativ teuer
SystemvoraussetzungenOS X ab 10.8, Intel Core 2 Duo CPU, 4 GB RAM, GeForce 8600M GT oder Radeon HD 2600 Pro oder besser, 12 GB Festplattenspeicher, Breitband-Internetverbindung und Hauptspiel Diablo III
Bewertung
1.5
sehr gut
 

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