AnzeigeJetzt auch mit Thread und Matter

Eve Flare im Test: Sphärische Stimmungsleuchte mit einzigartigen Fähigkeiten

Fünf Jahre nach der Veröffentlichung der ersten Version bringt Eve Systems ein Nachfolgemodell. Was es unterscheidet und was die Lampe so besonders macht, liest du im Test.

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Ursprünglich als Elgato gegründet, hat sich der deutsche Hersteller mit Sitz in München voll auf Apples HomeKit spezialisiert. Und so verwundert es nicht, dass der Name Eve seit jeher für qualitativ hochwertige Smarthome-Produkte steht, die einfach funktionieren und ohne separate Bridge auskommen. Das macht sich leider auch am Preis bemerkbar: 100 Euro kostet die smarte Lampe, die in der neuen Version auch Thread unterstützt und für Matter vorbereitet sein soll. Doch dazu später mehr.

Praktisch: Der Metallbügel an der Unterseite macht aus dem Stimmungslicht eine Hängelampe.
Praktisch: Der Metallbügel an der Unterseite macht aus dem Stimmungslicht eine Hängelampe. (Bild: Sven T. Möller)

Die Eve Flare spendet Licht, wo immer du es benötigst

Auf einen flüchten Blick sieht die Flare aus wie eine Kugelleuchte eines schwedischen Möbelhauses. Mit einem Durchmesser von 25 Zentimetern ist sie ziemlich genauso groß wie ein Basketball, wiegt allerdings nur 850 Gramm, da die mattierte Sphäre nicht aus Glas, sondern aus Kunststoff ist. Bei sehr genauem Hinsehen, lässt sich eine Naht erspähen. Das wahrlich Besondere ist jedoch ihre Portabilität. Die Flare ist mit einem Akku versehen und somit die uns einzig bekannte HomeKit-Lampe, die nicht dauerhaft am Strom hängen muss. (Falls du andere Modelle kennst, schreib es in die Kommentare.)

Das erweitert ihre Einsatzmöglichkeiten ungemein. Du kannst sie etwa mit dir herumtragen und immer dort einsetzen, wo gerade Licht gebraucht wird – dank IP65-Zertifizierung sogar im Garten. Im Fuß verbirgt sich zudem ein herausklappbarer Metallbügel, mit dem du die Flare auch aufhängen kannst. Ein weiterer Vorteil des Akkus ist, dass sie Orte illuminieren kann, an denen keine Steckdose in Reichweite ist. Klar, dauerhaft ist die Lösung nicht. Früher oder später ist der Akku leer, je nach Helligkeit nach sechs bis acht Stunden. Dann muss die Kugelleuchte für etwa dieselbe Zeit auf der Ladeschale stehen. Gepaart mit einem ebenfalls batteriebetriebenen Bewegungsmelder ergeben sich alltagstaugliche Szenarien als Nachtlicht im Flur beispielsweise.

HomeKit, Thread und bereit für Matter

Ein großer Vorteil aller Eve-Produkte ist, dass sie keine zusätzliche Bridge benötigen, um mit Apples Smarthome-Framework HomeKit zu arbeiten. Zur Installation genügt es, den HomeKit-Code wahlweise mit der Home-App oder der kostenfreien App von Eve zu scannen. Letztere bietet nur wenige zusätzliche Optionen. Du kannst etwa die Geschwindigkeit der Farbübergänge regeln sowie die Sendestärke verändern. Das ist auch gleichzeitig die wichtigste Änderung gegenüber dem Vorgängermodell: Die neue Flare versteht sich auf das neue IoT-Protokoll Thread. Dieses sorgt – einen Thread Border Router wie einen HomePod der 2. Generation oder einen HomePod mini vorausgesetzt – für eine schnellere und stabilere Kommunikation zwischen Smarthome-Geräten. Als Akku betriebenes Gerät dient die Eve Flare dabei als „Minimal Thread Device“ (MTD), ist selbst also kein Knotenpunkt, der Signale weitergibt, sondern ein Endpunkt. Befindet sich dieser Endpunkt nun weit entfernt vom nächsten „Full Thread Device“ (FTD), kannst du die Sendeleistung der Flare erhöhen, was natürlich zulasten der Akkulaufzeit geht.

Aus Elgato wird Eve: Am grundsätzlichen Aufbau hat sich nichts geändert. Geladen wird weiterhin per Ladekontakte auf der Unterseite. 
Aus Elgato wird Eve: Am grundsätzlichen Aufbau hat sich nichts geändert. Geladen wird weiterhin per Ladekontakte auf der Unterseite.  (Bild: Sven T. Möller)

Im Test reagierte die neue Flare tatsächlich einen Tick schneller als die erste Generation, jedoch noch immer nicht ganz zuverlässig. Das mag daran liegen, dass in unserem Test-Smarthome noch sehr wenige Geräte mit Thread funken – ein HomePod mini und ein Light Strip, um genau zu sein, die beide sich nicht in unmittelbarer Nähe zur Flare befanden. Eine weitere Neuerung ist die Vorbereitung für Matter. Das dürfte aber vor allem Menschen freuen, deren Smarthome abseits des Apple-Kosmos steht. Denn Matter wird die Systeme der unterschiedlichen Hersteller wie Apple, Google und Co kompatibel zueinander machen. Eve wird diese Funktion per Firmware-Update nachliefern. Ein genaues Datum für das Update ist noch nicht bekannt.

Die optionale Eve-App bietet einige zusätzliche Optionen. Grundsätzlich lässt sich die Flare aber auch nur mit der Home-App steuern.
Die optionale Eve-App bietet einige zusätzliche Optionen. Grundsätzlich lässt sich die Flare aber auch nur mit der Home-App steuern. (Bild: Screenshot)
Eve für Matter & HomeKit
Eve für Matter & HomeKit
Entwickler: Eve Systems GmbH
Preis: Kostenlos+

Schickes Stimmungslicht zu einem Preis

Die neue Eve Flare erhält mit Thread (und später Matter) ein sinnvolles Upgrade. Leider ist die Helligkeit unverändert gering. 90 Lumen sind nach wie vor maximal drin. Das ist vergleichbar, als würdest du den Esstisch mit ein paar Kerzen beleuchten. Zum gemütlichen Beisammensitzen – insbesondere zu später Stunde in lauen Sommernächten – reicht es aber allemal. Natürlich lässt sich die Lampe auch ganz ohne Smartphone oder Smarthome steuern. Dafür hat sie zwei wasserdichte Knöpfe an der Unterseite: einen Powerknopf und einen, mit dem du die Lichtfarben durchschalten kannst. Rot, Pink, Blau, Türkis, Grün, Gelb, Weiß sind vordefiniert. Welche Farben du in der App als Favorit ablegst, hat keinen Einfluss. Auch eine Einstellung für „adaptives Licht“ suchst du bei der Eve Flare vergeblich. Sie dient eben doch mehr der Stimmung und weniger der Beleuchtung.

Testergebnis
ProduktnameEve Flare
HerstellerEve Systemes
Preis100 Euro
Webseitehttps://www.evehome.com
Pro
  • Akkulampe mit HomeKit, Threat und Matter, wasserfest, Metallbügel zum Hängen
Contra
  • teuer, nicht sehr hell, reagiert manchmal nicht
Bewertung
1,8 gut

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Hue go ist mit Akku und Netzteil möglich. voll HomeKit fähig. Schon seit ein paar Jahren erhältlich!!!

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