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Beoplay M3 im Test: Wie gut ist der neue AirPlay-Lautsprecher von B&O?

B&O hat uns schon mehrfach mit kabelfreien Multiroom-Lautsprechern verzückt. Mit dem Beoplay M3 wächst das Lineup um ein preislich gesehen einsteigerfreundlicheres Modell. Aber leidet der Klang unter dem Preisdruck? Wir haben das Produkt getestet und kommen zu einem Urteil.

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Nicht gespart hat man jedenfalls schon einmal bei der softwareseitigen Ausstattung. Der Beoplay M3 zeigt sich anschlussfreudig und versteht sich gleichermaßen mit Apple AirPlay, Spotify Connect und Google Cast, um gestreamte Musik wiederzugeben. Über die „Bang & Olufsen“-App lässt sich die Klangausgabe außerdem für mehrere Räume kontrollieren.

In einer Zeit, in der Sprachsteuerung immer mehr in Mode kommt, ist es gerade im Zusammenhang mit Google Cast und eventuell vorhandenem Google Home oder Google Home Mini wichtig, dass man die Wiedergabe per Stimmte kontrollieren kann.

Innere Klasse

Die Klangkraft des M3 wird von einem 3,75-Zoll Bass und einem 0,75-Zoll-Hochtöner definiert. Wer sich etwas mehr mit Lautsprechern auskennt, weiß, dass dies auf ein Mono-Gerät hindeutet. Das ist insoweit sinnvoll, als dass mehr in B&O-Qualität vermutlich auch nicht in das Gehäuse passen würde. Schade ist an dieser Stelle, dass man den Beoplay M3 nicht mit einem zweiten zu einem Stereo-Lautsprecherpaar verbinden kann. Ein eleganter Trick, den der Multiroom-Platzhirsch Sonos beherrscht.

Praktisch ist hingegen, dass B&O dem M3 mehrere Profile spendiert hat, zwischen denen Sie wählen können. Diese passen den Klang an und sind für verschiedene Aufstellsituationen optimiert. Etwa, wenn Sie den M3 in ein Regal oder in eine Zimmerecke stellen oder für den Fall, dass Sie ihn an die Wand hängen. Mit der „Tonetouch“-Funktion in der App können Sie den Klang des Beoplay M3 noch weiter manuell modifizieren und ihren Wünschen und Vorlieben anpassen, bis Bass, Mitten und Höhen für Sie perfekt klingen.

Klang

Der Bass des M3 klingt definitiv am besten, wenn Sie die Lautstärke nicht allzu weit aufdrehen. Drehen Sie den kabelfreien Lautsprecher zu weit auf, setzt eine Art Drosselung ein, die etwas den Bass herausnimmt, damit er nicht zu verzerrt klingt und den Hörgenuss negativ beeinflusst. Das ist aus Perspektive eines Klangliebhabers natürlich ein wünschenswertes Verhalten, limitiert den M3-Besitzer jedoch auf die Klangwiedergabe in kleineren Räumen, um das beste Ergebnis zu erzielen.

Weitere Einschränkungen muss man in Kauf nehmen, da es sich bei dem M3, wie eingangs beschrieben, um einen reinen Mono-Lautsprecher handelt. Gerade breit angelegte Musikstücke wirken etwas eingeengt und die Stimmung wird nicht gut transportiert. Letzteres gilt selbst für Stücke, die nicht so sehr auf Stereoklang ausgelegt sind. Letztlich ist das alles aber nichts Neues und bestimmt auch kein Fehlverhalten des M3 – es ist ein bewusste Entscheidung seitens des Herstellers.

Umso spannender wäre die Option, zwei M3-Lautsprecher zu einem Stereo-Set zu verbinden. B&O arbeitet hier wohl an einem Softwareupdate, das dies ermöglichen soll. Wann dieses erscheinen wird ist, uns zu Redaktionsschluss allerdings leider noch nicht bekannt.

Fazit

Optisch elegant und dennoch nicht langweilig, wie man es eben von Bang & Olufsen gewohnt ist, macht sich der M3 in beinahe jedem Ambiente gut. Klanglich gibt es im Vergleich zu anderen Mono-Lautsprechern dieses Formats praktisch nichts auszusetzen. Weitere Pluspunkte sammelt der M3 durch die Unterstützung praktisch aller relevanter Musikstreaming-Option von Apple AirPlay über Google Cast bis hin zu Spotify Connect.

Einziger echter Malus ist noch die nicht vorhandene Stereofähigkeit. Aktuell bekommt man deshalb bei der Konkurrenz von Sonos mehr für sein Geld geboten. Wer auf das angekündigte Update vertraut, tätigt aber ganz gewiss keinen Fehlkauf.

Testergebnis
ProduktnameBeoPlay M3
HerstellerBang & Olufsen
Webseitewww.beoplay.com
Pro
  • schickes Design, sehr guter Klang
Contra
  • nur mono, nicht mit anderen M3 koppelbar
Bewertung
1.4
sehr gut
 

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Kostet?

Der BeoPlay M3 kostet aktuell 299€
Auch auf Grund der von Euch bemängelten nicht vorhandenen Möglichkeit zwei zu einem Stereo-Paar zu verbinden vor allem aber weil er dem Libratone ZIPP klanglich deutlich unterlegen ist würde ich den ZIPP bevorzugen.
Ich habe seit fast einem Jahr zwei Stück und bin immer wieder begeistert von diesem Lautsprecher.
Den meisten wird vermutlich sogar der ZIPP mini reichen.

Naja sage ich nur zu dem Test. Da warte ich definitiv auf den HomePod. Hoffentlich sehen wir den diese Jahr noch.

Na ja. Libratone im Vergleich zu Bang&olufsen..Solch ein kleiner Lautsprecher wie der M3 hört sich gut an und reicht für kleine Räume. Warum soll ich in einem kleinen Raum Wert auf "tollen" Stereosound legen. Wichtig ist Multiroom und Konnektivität. Wenn ich hochwertigen Stereosound haben will gebe ich mal richtig Geld aus. Ich habe eine Beosound Shape zuhause,das ist Stereosound Partner exelance.

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