Nicht mehr kostenlos

WarnWetter des Deutschen Wetterdienst nun mit optionalem In-App-Kauf

Erst Mitte November entschied das Landgericht Bonn über die Klage einiger privater Wetterdienste und entschied, dass die Wetter-App des Deutschen Wetterdienstes nicht mehr komplett kostenlos sein darf. Auch wenn der DWD in Berufung ging, muss das Urteil nun zunächst umgesetzt werden und die App ab sofort zum Teil kostenpflichtig sein.

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Der Gerichtsprozess drehte sich im Grunde um eine einfache Frage. Ist die kostenlose Bereitstellung von Wetterdaten über den, durch Steuergelder finanzierten, Deutschen Wetterdienst (DWD) eine Wettbewerbsverzerrung? Genau dies warfen einige private Wetterdienste, allen voran Wetter Online, dem DWD vor. Das Landgericht Bonn stimmte dieser Ansicht zu und bestätigte, dass die App mehr sei, als eine einfache Warnung vor Wettererscheinungen. Genau dies dürfte der Wetterdienst aber laut Gesetzt als einziges kostenlos anbieten. 

Auch wenn der DWD gegen das Urteil Berufung eingelegt hat, steht seit gestern nun ein Update im App Store bereit, welches die WarnWetter-App entsprechend des Urteils anpasst. Bis zu einem erneuten Prozess, ist der Deutsche Wetterdienst dazu verpflichtet. Ab sofort sind in der kostenlosen Version nur noch Wetterwarnungen enthalten. Wer weiterhin Zugriff auf detaillierte Wetterradarbilder und Vorhersagen haben möchte, muss diese per In-App-Kauf in Höhe von 1,99€ freischalten.

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Wer für die App aktuell nicht zahlen möchte, kann bis zu einem Urteil der nächsten Instanz abwarten. Sollte der Berufung stattgegeben werden, könnten die Richter auch dem DWD recht geben. Dann dürfte die App wieder vollständig kostenlos angeboten werden. 

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moment a mal - zahl ich via steuern nicht bereits dafür?? wo ist denn da bitteschön die wettbewerbsverzerrung?? wenn die jetzt geld für ihre daten haben wollen, dürfte der DWD hierfür dann aber auch meine steuern nicht mehr nutzen!

ja ja einige werden jetzt wieder von den gesetzen der freien marktwirtschaft schwadronieren und behaupten dies sei eben eine unzulässige wettbewerbsverzerrung (und das gericht sieht dies offenbar ebenso..)

aber mal ehrlich wenn ich weiß m, dass es ein staatliches "unternehmen / behörde" in dieser branche gibt, und ich trotzdem meine, ich müsst hier irgendwie noch ein paar milliarden vom konsumenten abpressen, dann mach ichs eben entweder besser als das "staatsunternehmen / behörde", so dass der konsument eben eher zu mir kommt und bezahlt - oder ich lass halt einfach mal die finger davon!

nicht alles wird besser nur weil einer sich dumm und dämlich daran verdient!

Gekauft! Unverständlich zwar, aber auch unverzichtbar...

Oder kein Update machen;-), ich kann noch gratis auf alles zugreifen

Genau Jan-Philip, einfach nicht updaten.

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