Waldbrände in Europa

Apple kündigt Spende für Hilfsmaßnahmen in Südeuropa an

Apple will Einsatzkräfte und Hilfsorganisationen in den von schweren Waldbränden betroffenen Regionen Südeuropas unterstützen. Konzernchef Tim Cook kündigte eine Spende an, ließ deren Höhe und die Empfänger jedoch offen.

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Apple hat finanzielle Unterstützung für die Hilfsmaßnahmen in den von Waldbränden betroffenen Regionen Südeuropas angekündigt. Konzernchef Tim Cook erklärte am Donnerstag, das Unternehmen werde für die laufenden Einsätze vor Ort spenden. Eine konkrete Summe oder einzelne Empfänger nannte er nicht.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Apple kündigt eine Spende für Hilfsmaßnahmen in Südeuropa an
  • Höhe und Empfänger der Spende bleiben offen
  • In der EU sind 2026 bereits rund 435.000 Hektar verbrannt
  • Frankreich und Spanien melden erste Fortschritte bei der Brandbekämpfung
  • In Griechenland starben drei Feuerwehrleute

Cook sprach den Betroffenen sein Mitgefühl aus und dankte den Einsatzkräften. Zugleich rief er Menschen in weiterhin gefährdeten Gebieten dazu auf, sich in Sicherheit zu bringen. Apple äußerte sich zunächst nicht dazu, ob die Spende an internationale Hilfsorganisationen oder direkt an lokale Einrichtungen gehen soll.

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Brände beschäftigen weiterhin mehrere Länder

Die Lage unterscheidet sich je nach Region deutlich. In Südwestfrankreich konnten die Behörden am Donnerstag rund 84.000 zuvor evakuierten Menschen die Rückkehr erlauben. Der große Brand in der Region Gironde breitete sich nach Angaben der Behörden zuletzt nicht weiter aus. Glutnester und mögliche neue Brandherde werden jedoch weiterhin bekämpft.

In Spanien wurde die nationale Notlage in Teilen der Regionen Madrid und Ávila beendet. Gleichzeitig mussten nahe der portugiesischen Grenze wegen eines neuen Feuers rund 600 Menschen ihre Häuser verlassen. Auch in Griechenland blieben Einsatzkräfte auf Kreta sowie auf den Inseln Paros und Andros im Einsatz. Drei griechische Feuerwehrleute kamen bei den Bränden ums Leben.

EU-Daten zeigen außergewöhnlich große Schäden

Nach Angaben des Europäischen Waldbrandinformationssystems EFFIS sind in der Europäischen Union bis zum 29. Juli 2026 rund 435.000 Hektar Fläche verbrannt. Das ist mehr als doppelt so viel wie im langjährigen Durchschnitt für diesen Zeitpunkt. Seit Jahresbeginn wurden demnach mehr als 1.400 Brände erfasst.

EFFIS erklärt!

Das Europäische Waldbrandinformationssystem EFFIS erfasst Waldbrände mithilfe von Satellitenbildern und weiteren Datenquellen. Das von der EU betriebene System dokumentiert unter anderem verbrannte Flächen und berechnet die aktuelle Brandgefahr. Kleinere Feuer können wegen der begrenzten Auflösung unberücksichtigt bleiben.

Besonders stark betroffen sind Frankreich und Spanien. In Frankreich summiert sich die verbrannte Fläche laut EFFIS auf rund 91.000 Hektar. In Spanien sind es etwa 207.000 Hektar. Für Teile West- und Mitteleuropas sowie den Alpenraum gilt weiterhin eine sehr hohe bis extreme Waldbrandgefahr.

Apple spendet regelmäßig nach Katastrophen

Apple kündigt nach Naturkatastrophen und schweren Unglücken regelmäßig finanzielle Hilfen an. Die Höhe der Zahlungen und die beteiligten Organisationen macht der Konzern dabei häufig nicht öffentlich. Zuletzt hatte Apple unter anderem nach Erdbeben in Venezuela sowie nach einem Hurrikan in der Karibik Unterstützung zugesagt.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Apples Ankündigung ist ein sinnvolles Signal, bleibt ohne Angaben zur Höhe und zu den Empfängern aber wenig konkret. Für die betroffenen Regionen zählt vor allem, wie schnell die Mittel bei lokalen Einsatzkräften und Hilfsorganisationen ankommen. Der aktuelle Stand zeigt zugleich, dass sich die Lage in einzelnen Gebieten entspannt, die Waldbrandsaison in Europa aber noch keineswegs beendet ist.

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