Top-Themen

Themen

Service

News

Gesetzesvorschlag

Angeblich zum Schutz von Kindern: Apples Verschlüsselungsansatz in Gefahr

Eigentlich will US-Senatorin Lindsey Graham Kinder besser im Internet beschützen, fordert damit aber auch die Aufgabe der Privatsphäre aller Nutzer. 

Umsetzung lässt zweifeln

Mit scheinbar guten Absichten könnte die US-Senatorin Lindsey Graham einen großen Schritt in die falsche Richtung verlangen. Während immer mehr Entwickler und Hersteller ihre Geräte sicherer machen wollen, um unter anderem die Privatsphäre der Nutzer zu schützen, will Lindsey Graham die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung abschaffen und könnte damit Behörden Zugriff auf private Daten der Nutzer geben. Grundsätzlich soll dies im Rahmen eines Gesetzesentwurfes zum Schutz von Kindern im Internet erfolgen, wobei die vorgeschlagenen Methoden zur Durchsetzung das Ende der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeuten würde.

Gesetzesentwurf mit Hintertür

Gegenüber Bloomberg teilte TechFreedom-Chef Berin Szoka mit, dass der Entwurf das absolut schlimmste Szenario darstellt, das nun tatsächlich wahr werden könnte und somit der Justizbehörde die Möglichkeit einräumt, die Verschlüsselung von Daten zu verhindern. Zudem heißt es, dass der Entwurf zum Schutz von Kindern im Internet sowie „für weitere Zwecke“ bestimmt ist. Interessant ist allerdings, dass ein Verbot der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung in keinster Weise im Entwurf erwähnt wird, aber die geforderten Maßnahmen genau ein solches Ende voraussetzen. 

Bislang handelt es sich lediglich um einen Entwurf, der jedoch die Privatsphäre aller Nutzer betreffen könnte. Sollte er umgesetzt werden, müssen Google, Apple und weitere Unternehmen entsprechend handeln.

Ihre Meinung? Diskutieren Sie mit!

Hier können Sie ihre Meinung zum Artikel "Angeblich zum Schutz von Kindern: Apples Verschlüsselungsansatz in Gefahr" äußern. Melden Sie sich hierfür mit ihrem maclife.de-Account an oder füllen sie die untenstehenden Felder aus.