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Freudige Überraschung

Der neue Raspberry Pi 4 ist da: USB-C, 4k, 4 GB RAM und vieles mehr

Bereits seit einiger Zeit wartete die Raspberry-Pi-Community auf Neuigkeiten von der Raspberry Pi Foundation. Diese legt nämlich die Spezifikationen für die neue Hardware fest. Mit dem frisch angekündigtem Raspberry Pi 4 dürfte sich das Warten allerdings gelohnt haben und erweitert damit die Einsatzmöglichkeiten des Mini-Computers ungemein. Dabei behaupten böse Zungen sogar schon, dass er mehr Power als das 12-Zoll-MacBook hat. 

Während dies natürlich nicht stimmt, hat der neue Raspberry Pi 4 Model B allerdings mehr Anschlussmöglichkeiten als ein aktuelles MacBook und bietet zudem neuere Technologien. Bevor wir uns allerdings in einen unfairen Vergleich zwischen dem kleinen MacBook und dem neuen Pi 4 verstricken, möchten wir Ihnen verraten, welche Neuerungen die Raspberry Pi Foundation in diesem Jahr einbringt. 

Mehr Arbeitsspeicher, mehr Möglichkeiten

Die auffälligste Neuerung dürfte der zusätzliche Arbeitsspeicher sein. Bisher war bei einem Gigabyte RAM Schluss. DIe neue Variante startet hier erst und ist in weiteren Ausführungen mit 2 GB RAM und 4 GB RAM verfügbar. Dieser ist mit 1866 MHz getaktet und wird als LPDDR4 SDRAM ausgewiesen, was einen deutlichen Sprung im Vergleich zum Vorgänger bedeutet. 

Gemeinsam mit dem neuen Herz, dem Broadcom-Chip BCM2711, leistet der ARM Cortex-A72 mit seinen vier Rechenkernen bis zu 1,5 Ghz pro Kern und ist damit im Zusammenspiel mit dem gewachsenen Arbeitsspeicher besser für anspruchsvollere Aufgaben geeignet. Damit lässt er sich nun endlich als solider Media-Player, Mini-Server oder auch Netzwerkspeicher verwenden. 

Konnektivität: Neue Technologien integriert

Bei den Anschlüssen hat sich ebenfalls viel getan. Bereits beim Stromanschluss wird dies deutlich. Die Raspberry Pi Foundation kehrt mit dem neuen Modell nämlich den MicroUSB-Anschluss den Rücken und macht erstmals Platz für USB-C zur Stromversorgung. Dazu gibt es auch ein neues optionales Netzteil, das bis zu 15 Watt (5 V/ 3 A) liefern kann. Dieses ist allerdings nur bei stromhungrigen Anwendungen notwendig. 

Gleich neben dem Stromanschluss befinden sich nun zwei Micro-HDMI-Anschlüsse anstatt eines normalen HDMI-Anschlusses. Über diese lassen sich nun zwei Displays mit Auflösungen von bis zu 4K betreiben. So werden hier die Codecs H.264 (1080p60) und H.265 (2160p60) unterstützt. 

Weiter verfügt der Raspberry Pi 4 auch weiterhin über den 3,5mm-Klinkenanschluss und vier USB-Steckplätze. Jedoch teilen sich die vier nochmals auf. Bei zwei Anschlüssen handelt es sich weiterhin um USB-2.0-Ports, während die anderen beiden den USB-3.0-Standard verwenden, wodurch eine schnellere Datenübertragung möglich ist. Als weiterer physischer Anschluss ist auch wieder ein Gigabit Ethernet Port vorhanden, dieser bietet jetzt echte Gigabit-Geschwindigkeiten von bis zu 926 MBit/s. Bei den anderen Anschlüssen hat sich hingegen nichts verändert.

Drahtlose Neuigkeiten und kleine Einschränkungen

Der Raspberry Pi 4 wird noch nicht den neuesten WLAN-Standard Wi-Fi 6 unterstützen, sondern weiterhin auf 802.11ac (2,4 GHz und 5 Ghz, 1x1) vertrauen. Bei Bluetooth wird man mit Bluetooth 5.0 (BLE) jedoch den aktuellen Standard unterstützen und von den Neuerungen profitieren. 

Auf der anderen Seite arbeitet die Raspberry Pi Foundation noch aktiv an Raspbian, um die neue Hardware umfassend zu unterstützen. Allerdings wird man hier zunächst auf 32-Bit beharren, obwohl der Broadcom BCM2711 auch 64-Bit-fähig ist. Diesen Einschnitt wird aufgrund der Kompatibilität zu den Vorgängern vorerst in Kauf genommen. Ein weiteres Problem liegt auch aktuell noch bei der Unterstützung von 4K-Videos vor, sowohl Chromium als auch VLC wurden unter Raspbian noch nicht für die neue Hardware optimiert, sodass es hier noch zu Einschränkungen kommen kann. 

Preis und Verfügbarkeit

Beim Preis wird sich zumindest in der Basisvariante mit 1 GB RAM nur wenig tun. Dieser wird weiterhin bei rund 35 Euro liegen, während die 2 GB-Variante schon 10 Euro mehr kosten wird. Für 4 GB Arbeitsspeicher werden bis zu 60 Euro fällig. Alle drei Modellvarianten werden ab heute verfügbar sein, wobei die Auslieferung aufgrund der geringen verfügbaren Mengen wohl Tage bis Wochen auf sich warten lassen kann. 

Vergleich: Raspberry Pi 3 B+ vs. Raspberry Pi 4 
Raspberry Pi 3 B+ Raspberry Pi 4
CPU (Prozessor) Broadcom BCM2837B0, Quad-core Cortex-A53 64-bit SoC @ 1,4 GHz Broadcom 2711, Quad-core Cortex- A72 64-bit SoC @ 1,5 GHz
Arbeitsspeicher 1 GB LPDDR2 SDRAM 1 GB, 2 GB oder 4 GB LPDDR4 SDRAM
Konnektivität 2,4GHz / 5.0 GHz IEEE 802.11.b/g/n/ac Wireless LAN
Bluetooth 4.2, BLE 
4x USB 2.0 Ports
Gigabit Ethernet über USB2.0 (max. 300MPS)
2,4GHz / 5,0 GHz IEEE 802.11.b/g/n/ac Wireless LAN
Bluetooth 5.0, BLE
2x USB 3.0 / 2x USB 2.0 Ports
Echtes Gigabit Ethernet
Zugänglichkeit Erweiterter 40-Pin GPIO Header Erweiterter 40-Pin GPIO Header
Video & Sound 1x Standard HDMI Typ A Buchse
1x 15 Pin MIPI DSI Display Port
1x 15 Pin MIPI CSI Kamera Port
1x Kombinierte 4 Pin Stereo Audio und Composite Video Klinkenbuchse
2x Micro HDMI Typ D Buchse
1x 15 Pin MIPI DSI Display Port
1x 15 Pin MIPI CSI Kamera Port
1x Kombinierte 4 Pin Stereo Audio und Composite Video Klinkenbuchse
Max. Auflösung HDMI: 1080p / 1920 x 1080p @ 60Hz
Composite: 720x480@60i NTSC, 720x576@50i PAL
1x HDMI 4K / 3840 x 2160p @ 60Hz
2x HDMI 4K / 3840 x 2160p @ 30Hz
Composite: 720x480@60i NTSC, 720x576@50i PAL
Multimedia H.264, MPEG-4 decode (1080p30)
H.264 encode (1080p30)
OpenGL ES 1.1, 2.0 graphics
H.265 decode (4kp60)
H.264 decode (1080p60)
H.264 encode (1080p30)
OpenGL ES 1.1, 2.0, 3.0 graphics
SD-Karte Micro SD-Format zum Laden von Betriebssystem
und als Datenspeicher
Micro SD-Format zum Laden von Betriebssystem
und als Datenspeicher
Stromversorgung 5V/2.5A DC über micro Typ B USB Buchse
5V DC über GPIO
PoE fähig über optionales PoE HAT

5V/3A DC über USB Type C Buchse
5V DC über GPIO
PoE fähig über optionales PoE HAT

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Wo ist denn der Link oder die Quellenangabe zum angeblich böswilligen Vergleich des Rpi4 mit dem 12“ MacBook?

Sollte es sowas geben, dann wäre eine Quelle toll.
Oder war das Thema nur eingeworfen um einen Bezug zu Apple zu finden?