Update ohne große Show

Neue MacBook-Pro-Modelle mit M2-Chip

Etwas überraschend hat Apple die neue Generation seiner Top-Laptops angekündigt. Zuletzt hieß es, diese würden sich (erneut) verzögern.

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Wie kaum anders zu erwarten war, gleichen die neuen Geräte mit 14- und 16-Zoll-Bildschirm designtechnisch ihren Vorgängern. Apple hat sich für eine neue Desingsprache bei den MacBooks entschieden und wird diese, abgesehen von marginalen Änderungen, erneut über Jahre durchziehen. Das ist per se nichts Schlechtes, eher sogar das Gegenteil: Kontinuität bewerten wir in diesem Bereich als durchaus positiv. Allein unseren Wunsch nach endlich mal wieder einem wirklich schwarzen MacBook hätte Apple bei dieser Neuerungsrunde gerne erfüllen dürfen – das Warten darauf scheint allerdings vergebens. Auch die nun vorgestellten Modelle gibt es lediglich in den Farben Space Grau und Silber.

(Bild: Apple)

Neue Chips: M2 Pro und M2 Max

Im Inneren der neuen Pro-MacBooks hat sich dafür umso mehr geändert. Natürlich werden die neuen Modelle von Apples M-Chip in der zweiten Generation angetrieben. Hier hatte das MacBook Air bereits im vergangenen Jahr den Anfang gemacht.

Natürlich steckt in diesen Geräten aber nicht der gleiche Chip. Wie schon bei der M1-Generation sind auch diesmal in den MacBook-Pro-Geräten die Chip-Varianten „Pro“ und „Max“ verbaut.

Der neue Pro-Chip kommt wahlweise mit 10- oder 12-Core-CPU, die bis zu 20 Prozent mehr leisten sollen als der M1 Pro. Die GPU auf diesem Chip kommt mit bis zu 19 Kernen und soll bis zu 30 Prozent mehr Grafikleistung bieten. Und auch die Neural Engine wurde beschleunigt: um bis zu 40 Prozent.

Der neue Max-Chip kommt hingegen mit 12-Core-CPU und bis zu 38 Grafikkernen und soll so die Grafikleistung des M1 Max um bis zu 30 Prozent übertreffen.

Außerdem konnte Apple die Geschwindigkeit der Speicheranbindung bei beiden Chips verdoppeln. Der M2 Pro kommt hier nun auf 200 GB/s, der M1 Max sogar auf 400 GB/s.

Beide sind natürlich messbar schneller als ihre jeweiligen Vorgänger. Was genau das in der Praxis bedeuten wird, können allerdings erst Testreihen in den nächsten Tagen zeigen. Bislang gehen wir davon aus, dass sich deutliche Leistungssteigerungen auf sehr bestimmte Anwendungsgebiete begrenzen werden.

Apple gibt an, dass das Rendern von Effekten in Cinema 4D mit dem M2 Max bis zu 6-mal schneller als beim schnellsten Intel-MacBook-Pro und bis zu 30 Prozent schneller als bei der vorigen Generation sein soll. 

Schnelleres, stabileres WLAN

Eine weitere Neuerung macht die MacBook-Pro-Modelle von 2023 vor allem zukunftssicherer, wird aber im Hier und Jetzt nur wenig Auswirkung haben: die Unterstützung des Wi-Fi-6E-Standards. Dieser erweitert das nutzbare Frequenzspektrum um das 6-Gigahertz-Band, wohingegen die vorigen Pro-Laptops mit Wi-Fi 6 noch auf die 2,4- und 5-Gigahertz-Bänder beschränkt waren. Dazu kompatible WLAN-Router dürften sich bislang allerdings in den wenigsten Haushalten und in noch weniger Büroräumen finden.

(Bild: Apple)

Anschlüsse

Wenn es um die Verbindung zu anderen Geräten sowie um den Stromanschluss geht, bleibt alles beim alten. Beide neuen MacBook-Pro-Modell verfügen über drei Thunderbolt-4-Anschlüsse, eine HDMI-Buchse (über die auch 8K-Displays bei 60 Hertz angesteuert werden können), einen SDXC-Kartensteckplatz sowie einen MagSafe-3-Anschluss.

Preise und Verfügbarkeit

Das 14-Zoll-Modell gibt es zu Preisen ab 2.399 Euro. Dafür gibt es einen M2-Pro-Chip mit 10 CPU- und 16 Grafikkernen, 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB Speicherplatz. Bislang kostete das Einstiegsmodell in die MacBook-Pro-Welten 2.249 Euro und bot dafür einen M1-Pro-Chip mit 8 CPU- sowie 14 GPU-Kernen, 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 512 Gigabyte SSD-Speicher.
In seiner Maximalausstattung kommt das 14-zöllige MacBook Pro auf 7.379 Euro.

Das 16-Zoll-MacBook-Pro startet fortan bei 2.999Euro. Dafür gibt es einen M2-Pro-Chip mit 12 CPU- und 19 Grafikkernen, 32 GB Arbeitsspeicher und 512 GB Speicherplatz. Bislang kostete das Standradmodell dieser Baureihe mit 10-Kern-CPU und 16-Core-GPU auf einem M1-Pro-Chip, sowie 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 512 Gigabyte SSD-Speicher 2.749 Euro.
In seiner Maximalausstattung kannst du für das 16-Zoll-Modell bis zu 7.599 Euro bezahlen.

Bestellt werden können die neuen MacBook-Pro-Modelle ab heute, dem 17.01.2023, ausgeliefert werden sollen sie ab dem 24.01.

Zumindest eine Randnotiz wert ist der Hinweis, dass Apple auch das 13-Zoll-MacBook-Pro, das im vergangenen Jahr gemeinsam mit dem MacBook Air ein Upgrade auf den M2-Chip erfuhr, weiter im Programm lässt.

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Neu, neu, neu? Die sollen mal schauen das das bisherige richtig funktioniert. Es genügt durchaus wenn alle zwei - drei Jahre was "neues" kommt!

Sehe ich genau so. Lieber mal etwas auf die Bremsen treten, wenn es um „neue Sachen“ geht, dafür aber eine iOS-Plattform anbieten, die endlich fehlerfrei oder weniger störanfälliger läuft.

Jungs, in welcher Welt lebt Ihr? Mit einer funktionierenden IOS-Plattform verdient man kein Geld…

Mit undurchdachten Schrott vergrault man auch die Kunden!

Der Sebastian hat sich mal wieder die Nacht um die Ohren geschlagen, damit wir die neuesten Informationen bekommen. Danke dafür.

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