MacBook Pro kein Profi-Werkzeug

Neil Young ätzt gegen MacBook Pro: Spielzeug mit besserer Tonqualität

Der Musiker Neil Young ist unzufrieden mit der Audioqualität digitaler Musik. Er kritisiert nicht nur die Musikindustrie, sondern schimpft auch auf die Technik – aktuell etwa auf das MacBook Pro.

Von   Uhr

Verge-Chefredakteur Nilay Patel hatte die Gelegenheit für eine Ausgabe des Podcasts „Vergecast“ mit dem legendären Rockmusiker Neil Young zu sprechen. Der gebürtige Kanadier ist mittlerweile 74 Jahre alt.

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Das neue MacBook Pro ist „Müll“

Im Gespräch zwischen Patel und Young geht es um Musik und Musikproduktion. An einer Stelle des Podcasts fällt das Gespräch auf das neue 16-Zoll-MacBook-Pro.

Apple lobt die neue, verbesserte Audioqualität des Notebooks, sowohl bei der Aufnahme (Mikrofon) als auch der Ausgabe (Lautsprecher). Kritiker bestätigen dieses Urteil, dass die Audioqualitäten „für ein Laptop“ verbessert haben. Aber genau damit kann Musiker Young so gar nichts anfangen. Das MacBook Pro sei „Dreck“ (engl. „piece of crap“). Das Gerät habe die Audioqualität von Spielzeug, Young vergleicht es dann sogleich mit Fisher Price.

Young im Kampf für Audioqualität

Worum es Young eigentlich geht: Die Audioqualität. Er kämpft seit Jahren einen vergeblichen Kampf gegen Windmühlen, wie es scheint.

Man kann ihm jedoch eines nicht vorwerfen: Untätigkeit. Denn Young sammelte mit seiner damaligen Firma PonoMusic via Crowdfunding Geld, um einen Audio-Player namens Pono produzieren zu lassen. Der sollte sich von der Konkurrenz unterscheiden, indem er Nutzern ein qualitativ hochwertiges Audioformat bot, im Unterschied zu vielen MP3s aus dieser Zeit. Die Dateien des Pono boten verlustfreie Aufnahmen in 24-Bit bei 192 kHz. Allerdings wurde der Pono-Player wegen ausbleibendem Erfolg 2017 eingestellt, weitere Pläne nicht verfolgt. Auch die Webseite PonoMusic gibt es nicht mehr.

Ein Generationenkonflikt?

Patel nennt Young im Gespräch Beispiele ihm bekannter Musiker, die im Flugzeug oder auf der Rückbank ihres Autos anfangen Musik mit dem MacBook zu gestalten. Diese Leute geben Patel zu verstehen, „dass man heute so Musik macht“. Das wiederum kann Young nicht nachvollziehen. Er insistiert, dass die Künstler „von heute“ sich gar kein richtiges Bild machen könnten über echte Audioqualität. Sie würden bereits zu Beginn des Produktionsprozesses mit schlechter Qualität konfrontiert, könnten deshalb die Nuancen in der Musik nicht fühlen.

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Neil Young spricht das aus, was ich schon seit Jahren denke über die heutige Musik... Digital war ein Rückschritt - definitiv!

Ja, Apple sollte zumindest ein Kassettendeck im nächsten MacBook Pro verbauen und endlich diese minderwertige Musik Software "Logic" einstellen. Kein ernsthafter Musiker verwendet digitales Equipment in der Produktion.

Neil Young spricht aus was du denkst.
Ich bin absolut auf deiner Seite.
Wenn Digital dann hätten sie gleich mit SACD beginnen sollen.

Kann man(n) statt eines CD Laufwerks denn nicht einfach eine Schallplattenschublade ins Macbook integrieren....
... shit... wo ist denn das CD Laufwerk in meinem Macbook?

Ja das würde funktionieren, allerdings wird das MacBook dann ca. 10 cm dicker. Ist für Analogfans aber kein Problem.

ist in der Tat ein Scheinweg. Von analoger Musik und unserer Existenz werden in sehr vielen Jahren noch Reste zu finden sein. Vom digitalen Zeitalter eine Null.

Dasselbe hat die generation vor ihm über E-gitarren gesagt.

Als "alter" HiFi-Techniker (bei mir hat alles mit der analogen Schallplatte begonnen) und "PC-Freak" kann ich über die hier vorgebrachten (Gegen-) Argumente nur den Kopf schütteln und über Paul Young auch. Bitte was erwartet man sich von einem Laptop, auch wenn es ein teures von Apple ist, bezüglich Audioqualität? Lautsprecher benötigen vernünftige Membranfläche und bis zu einem gewissen Grad Volumen. Wie bitte soll das mit einem Laptop funktionieren das gleichzeitig flach und leicht sein soll?

Zu analog/digital. ich kenne beides sehr gut in jeder Hinsicht. Zuerst einmal ist aus technischer Sicht digital (wenn nicht zu sehr komprimiert, bei MP3 reicht dazu alles über 160kBit) in jeder Hinsicht besser als analog. Das Problem dabei ist nicht das Format, sondern wie damit umgegangen wird. Wenn die Musik dynamisch "zu Tode komprimiert wird" (Thema Loudness-War), nur um möglichst laut zu sein im Vergleich zu anderen Produktionen, dann kann man dem Tonträger und/oder dessen Format keine Schuld geben. Analog kann man problemlos um mehrere dB übersteuern ohne dass es besonders auffällt, digital führt 1dB schon schon zu extrem hatschen Klang bzw. zu hohem Klirr (nichtlineare Verzerrungen).
Ich könnte das hier noch weiter ausführen, wird dann aber zu umfangreich. Wer von all' dem nichts versteht, der sollte sich mit dem vollautomatisierten "bei Apple ist alles schlecht und zu teuer" zurückhalten. Kein anderer Hersteller könnte das bei diesen Vorgaben besser machen, weil es pure Physik ist und Physik basiert nun mal auf unbeugsamen Naturgesetzen.

Sorry, habe Neil Young mit Paul Young verwechselt. Sind beide super Musiker aus früheren Zeiten.

Es ist schon interessant, dass jemand mit 74 Jahren noch bis 20kHz hören und so ein Statement abgeben kann.

Insofern sollte man den Artikel sehr kritisch betrachten.

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