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macOS 10.14.4: Apple radiert Taiwan von der Landkarte

Anfang dieser Woche veröffentlichte Apple iOS 12.2, tvOS 12.2 sowie macOS 10.14.4. Später folgte dann noch watchOS 5.2 für die Apple Watch. Am Mac sorgte das Update bei chinesischen Nutzern aktuell für verdutzte Gesichter. Mit der Aktualisierung hat Apple nämlich die taiwanesische Flagge von chinesischen Macs entfernt. Auch eine Umstellung der Systemregion schafft hier keine Abhilfe. Was ist los bei Apple?

Die Volksrepublik China steht seit der Abspaltung Taiwans mit Inselgruppe im Südchinesischem Meer im Konflikt. Oftmals äußert sich dies in Form von Zensur. So werden Oscar-Reden, Zeitungen, Magazine und auch Suchergebnisse in Suchmaschinen zensiert, wenn diese über Taiwan berichten. Mit macOS 10.14.4 trägt auch Apple seinen Teil bei und entfernt die taiwanesische Flagge vom Betriebssystem.

Nachdem ersten Bekanntwerden der Tatsache wurde angenommen, dass sämtliche Mac-Modelle in China betroffen sind. Eine echte Hardware-Sperre wurde jedoch nicht eingeführt, obwohl einige Nutzer zunächst den T2-Chip verantwortlich machen wollten. Auch der Kauf, die Aktivierung sowie die Nutzung eines Mac-Computers mit macOS 10.14.4 in China verhindert nicht die Nutzung der Flagge. Wie Wang Boyuan feststellte, entfernt das Update zwar die taiwanesische Flagge in China, aber dies hängt von einem wichtigen Faktor ab. 

Laut Boyuan ist dies von der gewählten Region bei der Ersteinrichtung abhängig. Wird anstatt China eine andere Region gewählt und dann wieder umgestellt, wird die Flagge weiterhin angezeigt. Mit wenigen Handgriffen lässt sich das „Problem“ jedoch umgehen: 

  • Öffnen Sie die Datei: /Library/Preferences/.GlobalPreferences.plist
  • Ändern Sie “CN” unter Country zu einem anderem Ländercode
  • Ändern Sie dann in den Systemeinstellungen die Region
  • Starten Sie den Mac neu

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Von Chinas Haltung zu Taiwan mag man halten, was man will. Das lasse ich hier jetzt mal unkommentiert.
Apple hingegen widerspricht hier seinen eigenen Prinzipien, indem es sich Chinas Wünschen beugt, heuchlerisch! Tolerante Unternehmenspolitik ja - aber natürlich nur, solange wir keine finanziellen Einbußen haben!
Ist genau wie bei den USA mit Guantanamo: Rechtsstaat ja - aber natürlich nur, solange wir nicht von Terroristen bedroht werden!

Ergebnis: Die USA würden ihren eigenen Rechtsstaat auch für andere "höhere Ziele" unterwandern. Und Apple hat - zumindest für China - sicher auch iOS gläsern gemacht. Ein gelebtes Armutszeugnis von Politik und Wirtschaft.

Sei es nun Hi-Tech, IT, Social Media, Autoindustrie, FIFA, Politik etc. bei Geld hört eben jegliche Prinzipien auf.

Das hat mit Apple Paírses NICHTS zu tun. Samsung oder Google verbiegen sich auch und Behörden oder Richter/Anwälte usw auch. Reiche haben sowieso Sonderrechte

Ich glaubs nicht... zum ersten mal in meinem Leben, habe ich grade gehört, wie ein Sack Reis umgefallen ist [Flushed Face].