Lieferengpässe bei Apple

MacBook Air offenbar knapp – besonders größere RAM-Modelle betroffen

Apple soll Schwierigkeiten haben, das MacBook Air in ausreichender Stückzahl auszuliefern. Besonders Modelle mit größerem Arbeitsspeicher könnten längere Wartezeiten haben – trotz der deutlichen Preiserhöhung im Juni.

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Beim MacBook Air zeichnet sich offenbar eine angespannte Liefersituation ab. Laut einem Bericht von Bloomberg hat Apple Schwierigkeiten, das Notebook in ausreichender Stückzahl an seine Ladengeschäfte und Kunden auszuliefern. Händlerkreise sollen die derzeitigen Engpässe als ungewöhnlich deutlich beschreiben.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Beim MacBook Air soll es deutliche Lieferengpässe geben
  • Besonders Modelle mit mehr Arbeitsspeicher sind betroffen
  • In den USA werden zwei bis sechs Wochen Lieferzeit genannt
  • Das 13-Zoll-Modell kostet bei Apple in Deutschland ab 1.399 Euro
  • Das 15-Zoll-Modell beginnt bei 1.699 Euro

Vor allem besser ausgestattete Konfigurationen mit mehr Arbeitsspeicher sollen betroffen sein. Im US-amerikanischen Apple Store werden je nach Modell Lieferzeiten von zwei bis sechs Wochen genannt. Geräte mit größerer RAM-Ausstattung weisen dem Bericht zufolge die längsten Verzögerungen auf.

Speicherknappheit trifft Apples meistverkauften Mac

Als Ursache gilt die anhaltend hohe Nachfrage nach Speicherchips für KI-Rechenzentren. Betreiber großer Rechenzentren benötigen erhebliche Mengen an DRAM und Flash-Speicher, die gleichzeitig auch in Notebooks, Smartphones und anderen Geräten eingesetzt werden.

DRAM erklärt!

DRAM ist ein schneller Arbeitsspeicher, den Computer für aktuell ausgeführte Programme und Daten verwenden. Große KI-Rechenzentren benötigen erhebliche Mengen davon – dadurch kann weniger Kapazität für Notebooks und andere Geräte verfügbar sein.

Die angespannte Versorgungslage hatte zuvor bereits andere Apple-Rechner erreicht. Beim Mac mini und Mac Studio kam es ebenfalls zu deutlich längeren Lieferzeiten, insbesondere bei Konfigurationen mit viel Arbeitsspeicher oder großer SSD.

Deutsche Preise stiegen im Juni deutlich

Bemerkenswert ist der Engpass auch deshalb, weil Apple die Preise des MacBook Air erst am 25. Juni 2026 angehoben hat. Das MacBook Air mit 13-Zoll-Display, M5-Chip, 16 GB Arbeitsspeicher und 512 GB SSD kostet bei Apple seitdem ab 1.399 Euro. Zuvor lag der Einstiegspreis bei 1.199 Euro.

Für die Ausführung mit zehn GPU-Kernen verlangt Apple 1.509 Euro statt zuvor 1.324 Euro. Das MacBook Air mit 15-Zoll-Display beginnt inzwischen bei 1.699 Euro, nachdem das Basismodell zuvor 1.499 Euro gekostet hatte.

Im freien Handel sind einige Varianten weiterhin günstiger erhältlich. Die Verfügbarkeit unterscheidet sich jedoch je nach Farbe und Ausstattung. Einzelne Händler nennen für bestimmte Modelle bereits spätere Liefertermine.

Keine offizielle Stellungnahme zum MacBook Air

Apple hat die konkreten Lieferengpässe beim MacBook Air bislang nicht offiziell bestätigt. Der Konzern hatte zuletzt jedoch allgemein auf zunehmende Einschränkungen in der Lieferkette hingewiesen. Neben Speicherchips könnten auch andere Halbleiterkomponenten von der hohen Nachfrage betroffen sein.

Wie lange die Engpässe anhalten, geht aus dem Bericht nicht hervor. Käufer, die eine bestimmte Ausstattung benötigen, sollten daher vor der Bestellung sowohl die Lieferzeit bei Apple als auch die Verfügbarkeit im Handel prüfen.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Die gemeldeten Engpässe passen zur angespannten Lage auf dem Speichermarkt und zu den jüngsten Preissteigerungen bei Apple. Für Käufer besteht dennoch kein Grund zu übereilten Bestellungen: Im freien Handel sind viele Standardkonfigurationen weiterhin erhältlich und teilweise deutlich günstiger als direkt bei Apple. Schwieriger könnte die Suche vor allem bei Modellen mit besonders viel Arbeitsspeicher oder großer SSD werden.

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