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Lightroom CC bis Photoshop CC: Alle Fotografie-News von der Adobe MAX 2017

Lightroom CC bis Photoshop CC: Alle Fotografie-News von der Adobe MAX 2017

Adobe stellt zur MAX 2017 in Las Vegas Spannendes für Fotografen und Bildbearbeiter vor: Lightroom CC erfindet sich in der Cloud komplett neu und will die Foto-Plattform der Zukunft werden.

Auf der Kreativkonferenz und Hausmesse Adobe MAX in Las Vegas spielt dieses Jahr Fotografie fast die Hauptrolle. Fotografie hat sich in den letzten Jahren enorm gewandelt - und wurde schon immer von Technik stark beeinflusst. Zuletzt waren es die Smartphones, die heute Qualität wie fast aus einer Profi-Kamera in kompakter Größe liefern. Durch die leichtere Verbreitung von Fotos auf Instagram, Facebook und im Web ist die Anzahl der Fotografen und die Leidenschaft fürs Fotografieren gestiegen. So haben sich die Ansprüche an die Software stark verändert. „Bildbearbeitung findet heute nicht mehr nur auf dem Desktop, sondern überall und auch unterwegs statt,“ kommentiert Mala Sharma, Vice President Product, Marketing and Community von Adobe. „Wir brauchen deswegen ein flexibleres System.“ Lightroom wurde ursprünglich vor allem für den Desktop entwickelt, heute findet Fotografieren, Bildbearbeitung und das Teilen von Bildern oft unterwegs auf dem Mobilgerät statt. Aus diesem Grund erfindet sich Lightroom zur MAX 2017 komplett neu und kommt unter dem Namen "Lightroom CC" in einer komplett überarbeiteten, auf dem Desktop in großen Teilen neu erdachten, Version.

Lightroom CC wird zur Foto-Plattform

Lightroom CC ist nicht mehr nur ein Desktop-Programm, sondern ein Cloud-basierter Foto-Service. Er macht leistungsstarke Fotobearbeitung intuitiv und überall möglich. Lightroom CC gibt es am Desktop auf Mac und Windows, mobil auf iOS und Android und zusätzlich noch als Web-App in jedem Webbrowser. Alle Bilder werden in voller Auflösung mit der Cloud synchronisiert und in den Apps bearbeitet. Das hat den Vorteil, dass immer eine Sicherungskopie in der Cloud liegt, auch wenn ein wertvolles Bild vom Shooting oder aus dem Familienurlaub versehentlich auf dem Desktop gelöscht wurde. Bilder können von allen Geräten auf den Cloudspeicher kommen: Vom Desktop, Mobilgerät oder der Web-App.

Das neue Lightroom CC auf dem Desktop zeigt sich viel moderner, weil aufgeräumter: Die neue Version zeigt sehr groß auf dem Bildschirm das Wichtigste, nämlich Fotos. Bedienelemente wie Schieberegler für Korrekturen halten sich angenehm zurück und erscheinen nur dann wenn sie gebraucht werden. Von der Bedienung zeigt sich das neue Lightroom CC viel intuitiver: Interaktive Tutorials erklären beim Einstieg zum Beispiel wie man Fotos hinzufügt oder die ersten Korrekturen. Kleine Animationen demonstrieren jede mögliche Überarbeitung. So kann der Anwender direkt beim Ausprobieren Lightroom CC und die kreative Arbeit damit lernen. Ausprobieren ist gefahrlos, da immer das Original in der Cloud gespeichert ist und jederzeit verfügbar bleibt. Da die Fotos in voller Auflösung in der Cloud liegen, ist auch das Teilen an Freunde oder auf Social Media so einfach und schnell, wie einen Link zu verschicken.

Klassisches Lightroom, Update fürs Foto-Abo und neues Lightroom-Abo

Neben dem neuen Lightroom gibt es für die ambitionierten Fotografen - und alle die lieber beim gewohnten Workflow bleiben und ihre gewohnten Arbeitsabläufe weiter nutzen möchten - weiterhin das bekannte Lightroom, jetzt unter dem Namen „Lightroom Classic CC“. Adobe verspricht, dass der Begriff „Classic“ weder das Abstellgleis noch das Ende bedeutet. Man will ganz im Gegenteil das Programm weiter entwickeln und langfristig unterstützen. Das unterstreicht Adobe mit entsprechenden Neuerungen: So wurde es in Sachen Performance dank GPU-Beschleunigung verbessert. Lokale Pinsel, Rauscherkennung und automatisch maskieren soll ebenfalls deutlich beschleunigt laufen. Ebenso gibt es das bei vielen beliebte Foto-Abo weiter: Darin sind das neue Lightroom CC, Lightroom Classic CC, Photoshop CC, Adobe Spark mit Premiumfunktionen, Adobe Portfolio sowie 20 GB Speicher in der Cloud zum bisherigen Preis von 11,89 Euro (inkl. MwSt.) enthalten. Wer etwas drauflegt bekommt 1 Terabyte Speicher für rund 23,79 Euro (inkl. MwSt.) monatlich. Aktuelle Abonnenten des Foto-Abo können als Bestandskunden im ersten Jahr für rund 18 Euro pro Monat (inkl. MwSt.) auf diese Variante vergünstigt umsteigen. Komplett neu ist das Lightroom CC -Abo, in dem nur das neue Programm auf allen Geräten, aber kein Photoshop und kein Lightroom Classic CC enthalten ist. Es bietet für 11,89 Euro (inkl. MwSt.) zusätzlich 1 Terabyte Cloud-Speicher. Die Abonnenten können weiteren Speicher dazu kaufen.

Suche mit künstlicher Intelligenz

(Bild: Adobe)

Jeder sammelt heute durch das ständige Fotografieren mit dem Smartphone große Bildermengen an. Für das saubere Verschlagworten bleibt kaum Zeit. Es dürfte nur wenige geben, die sich die Zeit nehmen jede Aufnahme nach einer Fotosession mit Schlagwörtern zu speichern, die späteres Suchen und Finden einfacher machen. Hier kommt wieder Adobe Sensei, die im letzten Jahr vorgestellte Technologie für künstliche Intelligenz und Machine Learning, ins Spiel. Sie soll an verschiedenen Stellen in Adobe Creative Cloud den Kreativen Arbeit abnehmen - so jetzt auch in Lightroom CC: Jetzt wird jedes Bild in Lightroom CC nicht nur in die Cloud geladen, sondern automatisch mit der Bildanalyse von Sensei verschlagwortet. Ergebnis ist die hervorragende Suchfunktion: Wer nach Begriffen wie „Fahrrad“ oder „Katze“ sucht bekommt treffsicher die passenden Bilder aus der Sammlung angezeigt. Die Suchergebnisse lassen sich noch durch Filter verfeinern.

Updates für die mobile Apps

(Bild: Adobe)

Die Lightroom CC-Oberfläche erinnert auf dem Desktop stark an die mobilen Apps, die zur Veröffentlichung ebenfalls ein großes Update bekommen haben. Hier arbeitet die Suche jetzt auch mit der künstlichen Intelligenz von Adobe Sensei. Auf dem iPhone wurde die App zudem für iOS 11 optimiert und kann jetzt hierarchische Alben verwalten. Unter Android werden jetzt Tablets unterstützt, Sensei beim Suchen genutzt und verschachtelte Alben unterstützt. Viele vergessen, dass es Lightroom auch als Software im Webbrowser gibt. Die Web-Version kann jetzt öffentliche Webgalerien erzeugen und verwalten. Zudem wurde die Integration mit Adobe Portfolio, dem Online-Dienst für die Erstellung von professionellen Portfolio-Webseiten verbessert.

Photoshop CC 2018

(Bild: Adobe)

Bei all den Neuerungen in Lightroom hat Adobe zum Glück nicht Photoshop vergessen, sich aber vom neuen Lightroom inspirieren lassen. Der Bildbearbeitungs-Spezialist kann jetzt direkter auf Lightrooms Fotos zugreifen. Wählt man „LR-Fotos“ im Startbildschirm, lädt Photoshop die aktuelle Fotosammlung aus der Cloud. Durch neue interaktive Tutorials im Stil von Lightroom zeigt sich Photoshop deutlich einsteigerfreundlicher. Damit ist es möglich Photoshop direkt im Programm zu lernen. Ein weiterer Schwerpunkt der neuen Version liegt auf der Verwaltung von Pinseln und Pinseleinstellungen. Bisher haben viele den Umweg über Werkzeugvoreinstellungen gemacht. Diese lassen sich zu den neuen Pinselvoreinstellungen migrieren, die sich jetzt übersichtlicher, etwa in Pinselgruppen wie „Aquarellpinsel“ organisieren lassen. Insgesamt sind die Zeichenfunktionen mit dem Pinsel verbessert worden. Zum Beispiel gibt es neue symmetrische Pinsel. Neu ist auch ein das Kurven-Pen Werkzeug, das Illustrator-Anwender bereits kennen, sowie ein Workflow zur Erstellung von 360-Grad-Panoramen und die Möglichkeit, das HEIF-Dateiformat vom iPhone in Photoshop zu öffnen.

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Hoffentlich bleibt auch die "Classic" Version, wie es Adobe angekündigt hat. Vielleicht sollte man lieber auf die Nutzer wirklich hören und nicht nur umstrukturieren.

wahrscheinlich genauso wie sie vor drei Jahren versprochen haben, dass es immer eine Kaufversion gibt. Da werden die Kunden einfach in ein Abo genötigt ohne nennenswerten Mehrwert. Zu allemÜbel unterstützen sie den Raw Konverter nur bis Ende 2017!!!!! eine Frechheit