Apples für den 9. September angekündigtes iPhone-Event könnte nach Einschätzung von KeyBanc Capital Markets auch für Anleger relevant werden. Das Analysehaus sieht insbesondere die erwartete Preisgestaltung der kommenden iPhone-Modelle als möglichen Belastungsfaktor für die Apple-Aktie.
- KeyBanc sieht Apples iPhone-Event als mögliches Risiko für die Aktie
- Für das iPhone 18 Pro werden 1.249 US-Dollar erwartet
- Das iPhone 18 Pro Max könnte bei 1.399 US-Dollar starten
- Für ein faltbares iPhone kalkuliert KeyBanc mit 2.199 US-Dollar
- Die genannten Preise sind Analystenschätzungen und nicht von Apple bestätigt
KeyBanc warnt laut einer von Investing.com zitierten Research-Note vor einem schwierigen Spagat: Apple könne die Preise auf breiter Front erhöhen, um steigende Kosten und den Druck auf die Bruttomarge auszugleichen. Das könnte allerdings die Nachfrage nach den Geräten dämpfen. Alternativ wären gezieltere Preiserhöhungen denkbar, wodurch Investoren die Entwicklung der Margen genauer beobachten könnten.
Die Bruttomarge zeigt, welcher Anteil des Umsatzes nach Abzug der direkten Herstellungskosten übrig bleibt. Steigen die Produktionskosten stärker als die Verkaufspreise, kann die Marge sinken.
Deutlich höhere Preise für iPhone 18 Pro erwartet
Besonders deutlich fallen die Prognosen für die Pro-Modelle aus. KeyBanc rechnet beim iPhone 18 Pro mit einer Preiserhöhung um 150 US-Dollar auf 1.249 US-Dollar. Beim iPhone 18 Pro Max sollen es sogar 200 US-Dollar mehr sein, womit der Einstiegspreis auf 1.399 US-Dollar steigen würde.
Für Apples erstes faltbares iPhone, das in dem Bericht als Fold beziehungsweise Ultra bezeichnet wird, kalkuliert KeyBanc mit einem Einstiegspreis von 2.199 US-Dollar. Dabei handelt es sich bislang lediglich um Schätzungen des Analysehauses – Apple hat weder Produktnamen noch Preise der erwarteten Geräte bestätigt.
Auch die Stückzahlen könnten zurückgehen
KeyBanc erwartet für das vierte Quartal des Geschäftsjahres 2026 und das erste Quartal 2027 zusammen rund 80 Millionen produzierte Geräte der iPhone-18-Familie. Im vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres sollen es etwa 91 Millionen Einheiten gewesen sein.
Als wesentlichen Grund nennt das Unternehmen den erwarteten veränderten Produktzyklus. Ein reguläres iPhone 18 soll in diesem Zeitraum demnach fehlen. Höhere Verkaufspreise und ein größerer Anteil teurer Modelle könnten den Rückgang der Stückzahlen zumindest teilweise auffangen.
Apple-Aktie fiel nach iPhone-Vorstellungen zuletzt häufiger
Zusätzlich verweist KeyBanc auf die Kursentwicklung rund um frühere iPhone-Präsentationen. In den vergangenen fünf Jahren habe die Apple-Aktie am jeweiligen Tag der Vorstellung durchschnittlich 0,72 Prozent verloren. Fünf Handelstage später habe das durchschnittliche Minus bei 1,22 Prozent gelegen.
Aus dieser historischen Entwicklung lässt sich allerdings nicht ableiten, wie die Aktie auf die diesjährigen Ankündigungen reagieren wird. Neben den tatsächlichen Preisen dürften unter anderem Nachfrageerwartungen, Margen und Apples Ausblick eine Rolle spielen.
KeyBanc hält an seiner Einstufung „Underweight“ für die Apple-Aktie und einem Kursziel von 250 US-Dollar fest. Zum Zeitpunkt der zugrunde liegenden Analyse lag die Aktie bei 324,96 US-Dollar.









