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Deshalb sollte Apple die eigenen iOS-Apps einzeln aktualisieren

Fast im Monatstakt veröffentlicht Apple neue Updates für das iPhone und iPad. Dennoch sollte Apple die eigenen Apps vom Betriebssystem entkoppeln und einzelne Updates für sie bereitstellen – ähnlich wie bei Pages, Numbers und Keynote.

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Apple musste in den vergangenen Jahren viel Kritik für das geschlossene Ökosystem einstecken. Mittlerweile öffnete das Unternehmen zahlreiche Schnittstellen und fügte praktische Features hinzu. Seit einiger Zeit kannst du viele der Apple-Apps von deinem Gerät löschen und teils durch Drittanbieter-Anwendungen ersetzen. Falls du die App dann doch vermisst, kannst du sie mittels App Store erneut installieren. Während die diversen Anwendungen in Apples digitalem Kaufhaus gelistet sind, verzichtete das Unternehmen darauf, Updates darüber bereitzustellen. Stattdessen macht es Apple wie seit dem ersten iPhone und aktualisiert die Anwendungen nur gemeinsam mit dem Betriebssystem. Dies sollte sich aus mehreren Gründen ändern.

Google geht als Beispiel voran

Zugegeben musste Google aufgrund verschiedener Regularien die eigene Softwarestrategie anpassen. Dadurch entkoppelte das Unternehmen die Apps vom Android-Betriebssystem und versorgt sie seither mit einzelnen Updates. Dies ist praktisch. Hat sich ein kleiner Fehler in eine App eingeschlichen, dann muss kein Systemupdate installiert werden, sondern die Aktualisierung passiert im Hintergrund.

Wenn es kein grober Systemfehler oder eine Sicherheitslücke ist, sammelt Apple gerne Probleme bis zum nächsten größeren Update. Vertraust du auf eine Apple-App, die ebenfalls kleinere Fehler aufweist, musst du leider auch warten, bis eine Lösung bereitgestellt wird. Trotz der regelmäßigen Aktualisierungen können dennoch vier bis acht Wochen ins Land gehen, bevor nervige Probleme behoben werden. Nicht selten stehen in dieser Zeit schon Beta-Version für Entwickler:innen bereit, die besagte Fehler lösen. Würde Apple dem Beispiel folgen, dann könnte deutlich schneller reagiert werden und die Updates sind weniger nervig für die Nutzer:innen, da weder ein Neustart noch eine lange Installationsphase notwendig sind. 

Funktionen für ältere Geräte

Stets im Juni kündigt Apple die neuen Betriebssysteme für iPhone und iPad an. Dabei überarbeitet das Unternehmen nicht nur Funktionen auf Systemebene, sondern meist erhalten einige wenige Apps wie „Fotos“ oder „Karten“ neue Features oder gänzlich neue Designs. Es ist zwar schön, wenn die Anwendungen Aufmerksamkeit erhalten, aber diese könnte ihnen Apple über das ganze Jahr hinweg zuteilwerden lassen. Mit Anwendungen wie Pages, Keynote, Numbers, iMovie, Clips, Apple Support und Apple Store bewies das Unternehmen bereits, dass Updates auch getrennt vom Betriebssystem möglich sind und gleichzeitig neue Funktionen Einzug halten können.

Nebenbei hätte eine Entkopplung von den Systemaktualisierungen einen großen Vorteil: Apple könnte einzelne Apps aktualisieren, obwohl dein altes iPhone oder iPad das neueste Betriebssystem nicht unterstützt.  Es ist jedoch davon auszugehen, dass Apple keinerlei Interesse daran hat, da Nutzer:innen dadurch länger an ihren Geräten festhalten könnten und gleichzeitig erst spät auf neue Betriebssysteme umsteigen. Apple hat daher kaum einen Grund, die eigenen Apps unabhängig vom Betriebssystem zu aktualisieren. Nutzer:innen müssen wohl auch in Zukunft länger warten, bis kleinere Fehler in Anwendungen gelöst werden und kommen nicht um die langwierige Installation eines Softwareupdates herum, obwohl es mittels App-Updates im Hintergrund viel komfortabler sein könnte. 

Was meinst du dazu? Sollte Apple Apps zukünftig einzeln aktualisieren, um Fehler schneller zu beheben und Neuerungen einzuführen? Oder kann alles so bleiben, wie es jetzt ist? Lass es uns in den Kommentaren wissen.

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