Apple hat bestätigt, dass Final Cut Pro für Mac weiterhin als Einmalkauf für 349,99 Euro erhältlich sein wird. Doch eine entscheidende Frage bleibt offen: Werden Nutzende dieser Version auch künftig alle neuen Funktionen erhalten?
- Apple bestätigt, dass Final Cut Pro für Mac weiterhin als Einmalkauf für 349,99 Euro verfügbar bleibt.
- Unklar ist, ob die Einmalkauf-Version künftig wirklich alle neuen intelligenten Funktionen erhalten wird – Premium-Inhalte sind Abonnenten vorbehalten.
- Logic Pro und MainStage erhalten garantierte Funktionsparität, während andere Apps wie Pixelmator Pro und iWork zu Freemium-Modellen werden.
Unklarheit über vollständige Funktionsparität
In einem Interview mit der Filmmaking-Website CineD erklärte Apples Marketing-Manager Bryan O'Neil Hughes, dass sowohl die Einmalkauf-Version als auch die Apple Creator Studio-Version von Final Cut Pro für Mac die neuen „intelligenten“ Funktionen Visual Search, Transcript Search und Beat Detection enthalten werden. Seine Aussage ließ jedoch offen, ob beide Versionen der App künftig wirklich jede zusätzliche „intelligente“ Funktion erhalten werden.
Auf Apples Website heißt es dazu: „Ein Einmalkauf wird weiterhin verfügbar sein, aber der Zugriff auf einige der Premium-Inhalte ist nur für Apple Creator Studio-Abonnenten verfügbar. Wenn du Final Cut Pro bereits besitzt, wird es weiterhin aktualisiert.“
Logic Pro und MainStage mit garantierter Funktionsparität
Anders sieht es bei Logic Pro und MainStage aus. Hier verspricht Apple ausdrücklich: „Logic Pro und MainStage haben alle dieselben Funktionen, unabhängig davon, ob es sich um Abonnement- oder Einmalkauf-Versionen handelt.“
Apple Creator Studio ist ein Abonnement-Bundle, das Zugriff auf sechs kreative Apps bietet: Final Cut Pro, Logic Pro, Pixelmator Pro, Motion, Compressor und MainStage. Das Bundle kostet 12,99 Euro pro Monat oder 129 Euro pro Jahr und enthält exklusive intelligente Funktionen sowie Premium-Inhalte. Studierende zahlen nur 2,99 Euro monatlich oder 29 Euro jährlich.
Gemischte Situation bei anderen Creator Studio-Apps
Bei anderen Apps im Creator Studio-Bundle präsentiert sich die Lage uneinheitlich. Pixelmator Pro, Keynote, Numbers, Pages und Freeform werden einige „intelligente“ Funktionen erhalten, die ohne Abonnement nicht verfügbar sein werden.
Beispielsweise bekommen nur Pixelmator Pro-Nutzende mit Creator Studio-Abonnement ein neues Warp-Tool, mit dem sich Bildebenen verdrehen und formen lassen. In Keynote, Pages und Numbers erhalten Abonnenten Zugriff auf einen Content Hub mit hochwertigen Fotos und Grafiken sowie neue Premium-Vorlagen und Themes. Auch Freeform soll später im Jahr mit „intelligenten“ Funktionen für Creator Studio-Abonnenten aktualisiert werden.
Freemium-Modell für kostenlose Apps
Keynote, Numbers, Pages und Freeform kosten zwar kein Geld, werden aber faktisch zu „Freemium“-Apps. Immerhin hat Apple zugesichert, dass alle vier Apps auch ohne Abonnement weiterhin neue Funktionen und Updates erhalten werden.
Kritik an der neuen Strategie
Die Einführung des Creator Studio-Bundles führt zu einer unübersichtlicheren Landschaft mit weniger Funktionsparität bei einigen Apps. Kundinnen und Kunden, die Abonnements ablehnen, haben ihre Enttäuschung über diese Entwicklung zum Ausdruck gebracht. Die Beibehaltung von Einmalkauf-Optionen mildert zwar einige Bedenken, aber nicht alle sind mit dieser Richtung zufrieden.
Apple Creator Studio startet am Mittwoch, den 28. Januar, mit einer Preisgestaltung von 12,99 Euro pro Monat oder 129 Euro pro Jahr.









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Sagen wir es mal so:
Stand heute wüsste ich nicht, welche Funktionen ich vermisse. Ich bin mit FCP zufrieden. Und solange es weiterhin Updates gibt und nur irgendwelche fancy KI-Sachen oder so nur im Abo kommen...so what. Aber eines ist klar: ich benutze keine Abo-Software und werde das auch niemals tun. Ich wurde seinerzeit FCP Anwender, weil Premiere zum Abomodell gewechselt ist.
Das sehe ich ähnlich mit Pixelmator Pro und den iWork-Programmen. Solang sie nicht dümmer werden, ist alles schick und ich brauche die Abo-Version nicht.
Piaster, Piaster, Piaster
Und das Problem ist, dass man ihnen nicht mal einen Vorwurf machen kann. Würden die Leute nicht auf diese Abofallen reinfallen, würde es auch nicht jede Firma anbieten. Aber ich fürchte auch hier wird es keine Ausnahme geben und in ein paar Jahren wird auch Apple denselben Weg wie Adobe gehen.