Apple hat heute Apple Creator Studio vorgestellt – ein umfassendes Abo-Paket, das sechs leistungsstarke Kreativapps sowie Premium-Features für die iWork-Apps unter einem Dach vereint. Das Angebot richtet sich an Content-Creator, Videoschaffende, Musikproduzierende und alle, die professionelle Werkzeuge für ihre kreativen Projekte benötigen.
- Apple Creator Studio vereint sechs Kreativapps plus Premium-Features für iWork-Apps für 12,99 Euro monatlich oder 129 Euro jährlich.
- Final Cut Pro und Logic Pro erhalten neue KI-Features wie Transkriptsuche, Beat-Erkennung und den KI-basierten Synth Player.
- Pixelmator Pro kommt erstmals aufs iPad mit Touch-Optimierung und voller Apple Pencil-Unterstützung.
Was ist im Apple Creator Studio enthalten?
Das Abonnement umfasst Final Cut Pro, Logic Pro und Pixelmator Pro für Mac und iPad, dazu Motion, Compressor und MainStage ausschließlich für den Mac. Zusätzlich erhalten Abonnierende Zugang zu KI-Features und exklusiven Inhalten in Keynote, Pages und Numbers – später soll auch Freeform hinzukommen.
Der Preis liegt bei 12,99 Euro pro Monat oder 129 Euro pro Jahr. Studierende und Lehrkräfte zahlen vergünstigte 2,99 Euro monatlich beziehungsweise 29 Euro jährlich. Neue Abonnierende können das Angebot einen Monat lang kostenlos testen. Wer einen neuen Mac oder ein qualifiziertes iPad kauft, erhält sogar drei Monate gratis dazu.
Final Cut Pro wird intelligenter
Final Cut Pro für Mac und iPad erhält mit dem Update eine Reihe neuer KI-gestützter Features, die den Workflow beschleunigen sollen. Die Transkriptsuche ermöglicht es, gesprochene Inhalte in Videomaterial durch einfache Texteingabe zu finden – ideal für Interviews oder Video-Podcasts. Die visuelle Suche durchforstet Clips nach bestimmten Objekten oder Aktionen.
KI Session Player sind intelligente virtuelle Musikerinnen und Musiker in Logic Pro, die automatisch passende Instrumenten-Parts zu deinen Songs erstellen. Sie analysieren deine Akkordfolgen und spielen darauf basierend realistische Performances in verschiedenen Stilen. Du kannst die Komplexität und Intensität der generierten Parts mit einfachen Reglern anpassen.
Ein weiteres Highlight ist die Beat-Erkennung, die automatisch Beats und Takte in Musik-Tracks analysiert und in der Timeline anzeigt. So lassen sich Videos präzise zum Rhythmus schneiden. Auf dem iPad kommt der neue Montageersteller hinzu, der mithilfe von KI automatisch Videos aus vorhandenem Material zusammenstellt und dabei die besten visuellen Momente auswählt.
Logic Pro: Neue Tools für Musikschaffende
Logic Pro erhält mit Synth Player einen neuen KI Session Player, der elektronische Musik mit vielfältigen Akkord- und Synth-Bass-Parts erzeugt. Das Tool nutzt die umfangreiche Sammlung an Software-Instrumenten in Logic Pro und kann sogar externe Hardware-Synthesizer steuern.
Chord ID analysiert beliebige Audio- oder MIDI-Aufnahmen und erstellt daraus automatisch Akkordfolgen. Das Feature erkennt selbst komplexe Harmonien und erstellt die Akkordspur in Logic Pro, auf deren Basis alle KI Session Player ihre Performances aufbauen.
Die neue Sound-Bibliothek bietet von Apple designte Packs sowie Producer Packs mit Hunderten lizenzfreien Loops, Samples und Instrumenten. Auf dem iPad können Nutzer jetzt auch das Quick Swipe Comping Feature nutzen, das bisher nur auf dem Mac verfügbar war.
Pixelmator Pro kommt aufs iPad
Zum ersten Mal ist Pixelmator Pro auch für das iPad verfügbar. Die App wurde komplett für Touch-Bedienung und Apple Pencil optimiert und bietet dieselben leistungsstarken Bearbeitungswerkzeuge wie die Mac-Version. Die Ebenen-Seitenleiste ermöglicht komplexe Designs mit Bildern, Formen, Text und sogar Video.
Dank der Integration von Apple Chips stehen Features wie Super Resolution zum intelligenten Hochskalieren von Fotos, Auflösen zum Entfernen von Kompressionsartefakten und automatische Kompositionsvorschläge zur Verfügung. Die volle Unterstützung für Apple Pencil mit Features wie Schwebefunktion, Druck und Doppeltipp ermöglicht präzises digitales Zeichnen und Malen.
Sowohl die Mac- als auch die iPad-Version von Pixelmator Pro bieten Abonnierenden ein neues Verkrümmungswerkzeug zum Drehen und Formen von Ebenen sowie eine Sammlung verkrümmungsbasierter Produktmodelle.
Premium-Features für iWork-Apps
Keynote, Pages und Numbers erhalten durch Apple Creator Studio Zugang zu Premium-Inhalten und intelligenten Features. Im neuen Content Hub finden Nutzer kuratierte, hochwertige Fotos, Grafiken und Illustrationen. Zusätzlich stehen neue Premium-Vorlagen und -Themen zur Verfügung.
Neben Image Playground können fortschrittliche Tools zur Bilderstellung und -bearbeitung genutzt werden, um hochwertige Bilder aus Text zu erstellen oder vorhandene Bilder zu verwandeln – mithilfe generativer Modelle von OpenAI. On-Device KI-Modelle ermöglichen Super Resolution zum Hochskalieren von Bildern bei gleichzeitiger Beibehaltung von Schärfe und Details.
In Keynote können Nutzer einen ersten Entwurf für Präsentationen aus Text generieren oder Moderatornotizen aus vorhandenen Folien erstellen lassen. In Numbers hilft Magic Fill beim Ausfüllen von Tabellen durch Mustererkennung.
Verfügbarkeit und Alternativen
Apple Creator Studio ist ab Mittwoch, 28. Januar, im App Store als Universalkauf verfügbar. Mit der Familienfreigabe können bis zu sechs Familienmitglieder alle Apps und Inhalte gemeinsam nutzen.
Wer die Apps lieber einzeln kaufen möchte, kann dies weiterhin tun: Final Cut Pro kostet 349,99 Euro, Logic Pro 229,99 Euro, Pixelmator Pro 59,99 Euro, Motion 59,99 Euro, Compressor 59,99 Euro und MainStage 34,99 Euro. Die kostenlosen Versionen von Keynote, Pages, Numbers und Freeform bleiben weiterhin für alle verfügbar und sind beim Kauf jedes neuen iPhone, Mac und iPad inbegriffen.








