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Familienfreigabe erklärt: Apps, Filme und mehr einmal zahlen & mehrmals nutzen

Familienfreigabe erklärt: Apps, Filme und mehr einmal zahlen & mehrmals nutzen. Kennen Sie die Familienfreigabe für Apple-Kunden? Falls ja, ist dieser Ratgeber vermutlich für Sie keine Lektüre. Wenn nicht, dann sollten Sie überlegen, ob das System für Sie Vorteile bietet. Natürlich gibt es auch Nachteile, die wir Ihnen ebenfalls nicht verheimlichen wollen. Das Einrichten kostet Sie übrigens nur ein wenig Zeit aber kein Geld, im Gegenteil.

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Apple ist nicht der einzige Anbieter, der eine „Familienfreigabe“ ermöglicht. Doch als Apple-Kunde sollten Sie diese Funktion in jedem Fall in Betracht ziehen. Denn Sie bietet Ihnen einige Vorteile. Sie können damit effektiv sogar Geld sparen.

Was ist die Familienfreigabe?

Apple erlaubt es Ihnen bis zu sechs Familienmitglieder mit Ihren iTunes-, Apple-Books- und App-Store-Käufen auszustatten. Angenommen Sie kaufen ein E-Book, eine App oder einen Film, dann können auch fünf weitere Familienmitglieder das Buch lesen, die Software verwenden oder die bewegten Bilder genießen. Auf diese Weise gilt: Einmal kaufen, bis zu sechsmal verwenden. Sie könne als Geld sparen.

Entwickler und Medienanbieter können dieser Form der Verbreitung übrigens widersprechen. Aber in vielen Fällen akzeptieren diese die Verbreitung innerhalb der Familie.

Die Familienfreigabe am iPhone einrichten

Wichtig ist: Sie können im Grunde sechs unterschiedliche Apple-IDs zu einer Familie zusammenfügen. Eines der Familienmitglieder ist dann das „Oberhaupt“. Dessen Bezahldaten gelten grundsätzlich für alle anderen Mitglieder, es sei denn, eines der Mitglieder lädt sein eigenes Konto mit Guthaben auf. Genau dies ist übrigens ein Weg, auch Freunde und Bekannte in die eigene „Familie“ einzuladen.

  • Schritt 1: Öffnen Sie die Einstellungen-App am iPhone.
  • Schritt 2: Tippen Sie auf Ihr Profil-Avatar.

Familienfreigabe am iPhone einrichten
Familienfreigabe am iPhone einrichten (Bild: Screenshot)

  • Schritt 3: Wählen Sie dann „Familienfreigabe“ aus.
  • Schritt 4: Fügen Sie dann ein Familienmitglied hinzu. Sie werden gebeten, auszuwählen, ob Sie die Einladung per iMessage verschicken wollen oder persönlich (dann muss das Mitglied seine Apple-ID und das Passwort an Ihrem iPhone eingeben). Auch können Sie für ein Kind den Account selbst einrichten.

Familienfreigabe am Mac einrichten

Auch am Mac können Sie in den Systemeinstellungen die Familienfreigabe bearbeiten.

  • Schritt 1: Öffnen Sie die Systemeinstellungen.
  • Schritt 2: Klicken Sie auf iCloud.
  • Schritt 3: Klicken Sie auf Familie einrichten.
  • Schritt 4: Funktioniert analog zu den Möglichkeiten am iPhone.

Vor- und Nachteile von Familienaccounts

Wie bereits erwähnt, können Sie bares Geld sparen, wenn Sie entweder Teil einer Familie sind, oder eine einrichten. Wenn Sie beispielsweise Apples Videoschnittsoftware Final Cut Pro X kaufen, können auch die übrigen Mitglieder in Ihrer Familie diese verwenden. Im privaten Umfeld ist das ohne Weiteres nützlich.

Wenn Sie aber auch Apps kaufen und geschäftlich nutzen und von der Steuer absetzen möchten, sollten Sie von der Familienfreigabe absehen (es sei denn, Sie sind das Oberhaupt). Denn Sie bekommen keine eigene Rechnung, für den Fall, dass Sie die Software verwenden.

Ein Problem für alle Familienmitglieder ist außerdem der Datenschutz. Wenn sie beispielsweise keine „echte“ Familie sind, aber Mitglieder eines Vereins oder dergleichen, dann sollten Sie sich damit anfreunden, dass das Familienoberhaupt auch E-Mails bekommt, wenn Sie kostenpflichtig Apps kaufen. Bei Kindern gibt es sogar Hinweise, wenn diese Gratis-Apps kaufen.

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Was an der Familien Freigabe fehlerhaft ist, wenn ich die gekauften Apps teilen will, geht das nur wenn ich auch das Zahlungsmittel Teile. Das wiederum aber auch bedeutet das alle "Erwachsenen" mit dieser auch ungehindert einkaufen können. Das eine funktioniert mit dem anderen nicht, und genau das sollte beides getrennt ein zu stellen sein!

Das sehe ich ganz genauso. War zunächst auch angetan von der Idee. Konnte es gar nicht glauben, dass es keine Möglichkeit gab, die hinterlegte Kreditkarte für den Rest der Fanilie als Zahlungmittel zu sperren. Schöner Scheiß. Auch meine Teenager Tochter fand es wenig prickelnd das ihr Vater über jede Aktion eine Nachricht bekam. Familienfreigabe damit beendet.
Ich denke Apple kennt die Probleme ganz genau und könnte diese beenden. Wenn sie es nur wollten. Wollen die aber nicht.

Vor allem ist das System dann total absurd, wenn ich z.B. Spiele kostenlos herunterlade und erst per InApp-Kauf freischalte kann. Da nützt mir das beste Familiendings leider überhaupt nichts...

Ja, Nintendo hat beispielsweise so eine Lösung für Super Mario Run gewählt. Aber es gibt durchaus Anbieter, die da großzügiger sind. Sie müssen beispielsweise nicht 5 mal 249 Euro für Final Cut Pro X ausgeben. ;)

Ich finde es von daher schon nich schlecht als das „familie“ auch Freunde bedeutet..

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