„iPhone Ultra“

Faltbares iPhone: Apple soll OLED-Produktion freigegeben haben

Apples erstes faltbares iPhone rückt laut einem Bericht näher: Samsung Display soll die Freigabe für die OLED-Modulproduktion erhalten haben. Einige technische Details gelten aber weiter als Gerücht.

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Apple soll einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu seinem ersten faltbaren iPhone gemacht haben. Wie The Elec unter Berufung auf Branchenquellen berichtet, hat Samsung Display die Freigabe für die Modulproduktion der faltbaren OLED-Panels erhalten.

Quickread: Auf einen Blick
  • Apple soll die Produktion faltbarer OLED-Module freigegeben haben.
  • Samsung Display soll zunächst rund drei Millionen Panels liefern.
  • Die Displays sollen in Vietnam weiterverarbeitet werden.
  • Ein Scharnierproblem könnte den Zeitplan noch beeinflussen.
  • Apple hat ein faltbares iPhone bislang nicht offiziell angekündigt.

Dem Bericht zufolge laufen in Vietnam bereits Teile der Backend-Produktion an. Samsung Display soll dort zunächst rund drei Millionen Panels für Apple fertigen, die noch in diesem Jahr ausgeliefert werden sollen. Die Freigabe gilt als wichtiger Qualifizierungsschritt: Ein Zulieferer muss dabei zeigen, dass Endmontage, Produktqualität und Serienfertigung stabil genug sind.

Samsung Display soll exklusiver OLED-Lieferant sein

Laut The Elec soll Samsung Display Apples exklusiver Lieferant für die faltbaren OLED-Panels sein. Die Vereinbarung soll über drei Jahre laufen. Während dieser Zeit würde Apple dem Bericht zufolge keine faltbaren OLED-Panels anderer Hersteller einsetzen.

Für die Freigabe soll Apple eine Ausbeute von mindestens 70% verlangt haben. Samsung Display habe diese Marke laut Bericht mit mehr als 80% überschritten. Bei neuen Displaytypen ist die Ausbeute besonders wichtig, weil sie direkt beeinflusst, wie viele fehlerfreie Panels am Ende tatsächlich ausgeliefert werden können.

Die Backend-Verarbeitung findet demnach in Samsungs Werk in Vietnam statt. Dort werden nach den vorgelagerten OLED-Prozessen unter anderem Treiberschaltungen, flexible Leiterplatten und Schutzkomponenten ergänzt, bevor die Panels geprüft und ausgeliefert werden.

Neue OLED-Technik für das erste Foldable

Die Panels sollen auf Color Filter on Encapsulation setzen, kurz CoE. Dabei entfällt der klassische Polarisator; stattdessen wird ein Farbfilter direkt auf der Verkapselungsschicht des OLED-Panels aufgebaut.

CoE erklärt!

Color Filter on Encapsulation ist eine OLED-Bauweise, bei der der Farbfilter direkt auf der Verkapselungsschicht sitzt. Dadurch kann ein separater Polarisator entfallen. Das kann Displays dünner machen und die Lichtausbeute verbessern – beides ist bei faltbaren Geräten besonders relevant.

Laut Bericht soll Samsung Display außerdem sein neues M16-OLED-Material einsetzen. Dieses soll Vorteile bei Helligkeit, Farbdarstellung, Lebensdauer und Energieeffizienz bringen. Solche Angaben stammen allerdings aus der Lieferkette und sind nicht von Apple bestätigt.

Auch zu den technischen Daten des faltbaren iPhones kursieren weiter Gerüchte. Erwartet werden ein 7,8 Zoll großes Innendisplay und ein 5,5 Zoll großes Außendisplay. Zudem ist von Touch ID statt Face ID, einem A20-Chip und Apples C2-Modem die Rede. Der Einstiegspreis soll bei rund 2.000 US-Dollar liegen.

Scharnier bleibt offenbar ein Risikofaktor

Trotz der angeblichen Freigabe für die Displayproduktion ist der Zeitplan offenbar noch nicht vollständig abgesichert. The Elec schreibt, dass insbesondere das Scharnier ein möglicher Unsicherheitsfaktor bleibe. Verzögerungen von etwa zwei Wochen bis zu einem Monat seien möglich.

Das Scharnier ist bei faltbaren Smartphones eine zentrale Komponente. Es beeinflusst nicht nur das Auf- und Zuklappen, sondern auch die Sichtbarkeit der Displayfalte und die Langzeitstabilität. Laut dem Bericht soll Apple ein per 3D-Druck gefertigtes Scharniermodul einsetzen, bei dem es nach der Montage noch Probleme mit unerwünschten Geräuschen gegeben habe.

Apple selbst hat ein faltbares iPhone bislang nicht angekündigt. Die aktuellen Informationen bleiben daher Lieferkettenangaben. Sollte der Bericht zutreffen, wäre die Displayproduktion aber ein klares Signal, dass das Projekt in eine konkretere Phase eingetreten ist.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Der Bericht passt zu früheren Hinweisen, dass Apple sein erstes faltbares iPhone nicht als Experiment, sondern als sehr kontrollierten Markteintritt vorbereitet. Die angebliche Displayfreigabe wäre ein wichtiger Schritt, bestätigt aber noch keinen Starttermin. Entscheidend bleibt, ob Apple auch Scharnier, Gehäuse und Serienfertigung rechtzeitig stabil bekommt.

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