glaubt Apple unterschätzt den Automarkt

Ex-GM-Chef: Apple überschätzt sich bei der Herstellung des Apple Cars

Die Gerüchte um ein mögliches Elektroauto von Apple haben nun auch die Aufmerksamkeit der Autoindustrie auf sich gezogen. So glaubt der ehemalige Chef von General Motors, Dan Akerson, dass Apple sich bei der Konstruktion eines selbststeuernden Elektroautos etwas überschätzt. Regulierungen und Sicherheitsbestimmungen und die starke Konkurrenz vieler andere Autofirmen könnten sich zu einem großen Hindernis für Apple entwickeln.

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Nachdem Gerüchte hochgekocht sind, dass Apple an einem eigenen Elektroauto arbeitet, das sich zudem auch noch selbst steuern können soll, hat sich nun auch der ein oder andere Experte aus der Autoindustrie zu einem möglichen Apple Car geäußert.

Dan Akerson war Jahrelang CEO von General Motors und hat einige Bedenken, die Apple sich aufgrund seiner Erfahrung in der Autoindustrie durchaus zu Herzen nehmen sollte. So glaubt er beispielsweise, dass Apple die Sicherheitsbestimmungen und die Regulierungen unterschätzen könnte, die bei der Herstellung eines Autos greifen. Akerson sagt nicht, dass Apple nicht grundsätzlich in der Lage sei, in den Automarkt einzusteigen. Allerdings glaubt er sinngemäß, dass Apple Car möglicherweise das schwierigste Projekt sein könnte, das das Unternehmen je in Angriff genommen hat.

Akerson geht außerdem davon aus, dass Apple die Gewinnspanne unterschätzt, die das Unternehmen im Elektroautomarkt erzielen kann. Akerson hat jedoch auch lobende Worte für Apple übrig: So hält er Apples CarPlay für ein hervorragendes Auto-Feature, das jedes Auto besitzen sollte.

Seit etwas mehr als einer Woche spekulieren Medien über ein Elektroauto von Apple, nachdem mehrere Fahrzeuge Apples gesichtet wurden, die ein Kamerasystem auf dem Dach besitzen. Außerdem versucht das Unternehmen aus Cupertino derzeit Ingenieure vom Elektroauto-Hersteller Tesla und von Akku-Herstellern abzuwerben.

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Zieht mal die rosarote Brille ab, der nette Herr von GM hat recht. APPLE WIRD KEIN AUTO BAUEN. Warum? Wo kauft man das Auto? Im Apple Store? Neben mac und iPhone? Vielleicht. Wo bringt man es zum Service? Mercedes, BMW etc werden einen Teufel tun und Apple helfen ein Händlernetz aufzubauen. Und die Ersatzteile bzw Bauteile? Werden die alles selbst entwickeln oder bei VW oder so versuchen ins Regal zu greifen? Das wird teuer. Was auch zum nächsten Punkt führt: 40 bis 50% Marge bei einem Auto wie beim iPhone? Davon können sie träumen. Vor allem bei den kleinen Stückzahlen. Apple will Premium verkaufen, steht also in direkter Konkutenz mit Mercedes, Audi und BMW. Bis Apple auch nur ansatzweise die Qualität und Verarbeitung dieser Hersteller bietet geht es Jahre oder Jahrzehnte. Beim Auto zählt leider nicht wie magisch es ist. Es muss zuverlässig, sparsam und robust sein. Außerdem, wo soll Apple die Autos bauen? Bei Foxconn oder einem anderen externen? Da geht die Marge noch mehr in den Keller. In den Gerüchten heißt es das 100 Leute an dem Auto arbeiten. Bei den alten Herstellern sind an jedem Modell das schon Vorgänger hat tausende Leute beschäftigt...und das sind nur einige Punkte die man skeptisch sehen sollte, das kann man lange weiter machen. Autos revolutionieren ist nicht wie Handys recolutionieren.
Wenn Apple in diesen Markt geht dann nur als Software Lieferant für Media, aber niemals als Hersteller. Genau das sagt nette Herr von GM.

Wie soll Apple nur ein iPhone bauen? Nokia, Siemens werden Ihnen nicht helfen... Ja, alle Argumente waren schon einmal da. Wie hat es Tesla (ohne Cash) gemacht? Ok, ich glaub auch nicht wirklich dran, nur wenn ein Unternehmen das packt, dann Apple. Cash und Ausdauer haben die genug.

Ja, wenn ein Unternehmen dann Apple. Sehr ich genauso. Aber die Hürde ist riesig. Und mit 100 Leuten kommt man da nicht weit, selbst wenn man Motor etc. (Und etc. ist verdammt viel) von extern bezieht, sind 100 Leute lächerlich selbst für sie Entwicklung eines Prototypen. Außerdem wurden da Bilder oder Details durchsickern. Autos müssen zum Crashtest und in den Windkanal, letzteres auch schon sehr früh in der Entwicklung. Da Apple sowas nicht in der Garage hat müssen sie das extern machen und dann ist ein Informationsleck vorprogrammiert. Und dann bleibt: ein Auto auf Premiumniveau baut man nicht einfach. Ich weiss nicht wer hier schon in einem Tesla saß, aber von einem deutschen Fahrzeug von VW, Audi, Mercedes oder BMW ist das Lichtjahre entfernt. Das ist zum einen Verarbeitung, zum anderen solche Sachen wie das die Federn vorne nicht richtig limitiert sind. Fährt man mit einem Model S mit eingeschlagener Vorderachse auf einen Bordstein schlägt das Rad gegen den Radlauf und zerstört Kotflügel und wenn es dumm läuft andere Teile. Das darf nicht sein und das sind Erfahrungen die man sammeln muss. Daher kommt auch meine Aussage das es Jahre oder Jahrzehnte geht ein perfektes Auto zu bauen, und das will Apple ja haben. Und die Gewinnspanne ist wie gesagt auch nicht Apple like. Auch Apple verkauft keinen Golf zum S-Klasse Preis.

Stimmt schon. Sie verkaufen zwar auch Galaxy-S3-Technik zum iPhone-6-Preis, aber hier ist die Hemmschwelle beim Käufer niedriger. Bei 50.000 € denkt man schon mal einen Moment länger nach als bei 500 €.

Ich hab's glaube ich. Die führen uns alle dabei in die Irre. Möglicherweise Kirchenuhren. Schöne grosse Premium-Kirchenuhren!

War da nicht eine Übernahme von Tesla die Rede. 75Mrd$. Das Geld hätten sie alle mal. ;-)

Genau, ein Apple-Auto ist ziemlich unwahrscheinlich. Da müssten sie schon einen derartigen, nie dagewesenen Knaller aus dem Hut zaubern, der alle anderen vor Ehrfurcht erstarren lässt. Und was sollte das bitte sein? Eben ... Selbst bei der Apple Watch, die ja ohne weiteres im Bereich der Möglichkeiten von Apple liegt, hat es nicht PENG!!!, sondern nur pfffff... gemacht.

Wahrscheinlich testen sie mit den Autos nur irgendetwas für Maps oder CarPlay. Oder hat die Zubehörindustrie etwa schon passgenaue Abdeckplanen für das Apple Car produziert? DAS wäre natürlich ein nicht zu leugnendes Indiz.

"There's no chance that the iPhone is going to get any significant market share. No chance. It's a $500 subsidized item. They may make a lot of money. But if you actually take a look at the 1.3 billion phones that get sold, I'd prefer to have our software in 60 percent or 70 percent or 80 percent of them, than I would to have 2 percent or 3 percent, which is what Apple might get,” Steve Balmer 2007

Haben nicht gerade die amerikanischen Auto-Ceo's in der Vergangenheit ihre Branche fast in den Abgrund gefahren?!?! (Ausnahme Ford kam ohne Staatshilfe über die Runden)
Toll ist doch, dass Tesla und andere Quereinsteiger alte Strukturen und altes PS-Denken aufbrechen. Wenn Apple überhaupt dran ist, dann bin ich so etwas von gespannt was raus kommt ....

Welches PS-Denken bricht denn bitte Tesla auf? Das sind doch auch die typischen energiefressenden Meiner-ist-länger-Karren, nur eben mit Strom statt mit Benzin.

Nur eben mit Strom! Aha!

Exakt. Strom wächst nämlich nicht auf Bäumen, sondern muss produziert werden. Strom ist nicht einfach so von sich aus "grün" oder "umweltfreundlich". Es hilft also nicht, wie bei Tesla, einfach nur die Art von Energie von wechseln, die man verschwendet.

schon mal daran gedacht, dass es eventuell nur ein Showcar werden könnte, welches mit der vollen Apple Technik ausgestattet wird um es dann an einen Lizenznehmer wie z.b. Audi weiter zu verticken? Ist gang und gebe in der Automotive Industrie

Wenn GM sich nicht überschätzt bei der Anzahl der Toten durch defekte Zündschlösser. Nichts desto trotz. Apple wird vermutlich kein Auto bauen, sondern ein Technologietestfahrzeug für sich selbst. Das machen die Autohersteller auch. Allerdings ist die Aussage von GM schon irgendwie interessant. Selbst die haben Bammel vor der gewaltigen Innovationskraft von Apple :-) :-) :-)

Es gibt mehrere Möglichkeiten:
1. Apple nutzt ein Teil des Entwicklungsbudgets um sich Know-How in einem kleinen Nischenthema in den Bereich der Fzg.-Industrie zu erarbeiten und später für Spezial-Anwendungen im Fahrzeug einzusetzen.
2. Es kann sich um Entwicklung eines Spezialfahrzeuges für die Datenerfassung von neuartigen Produktkategorien handeln.
3. Autonomes Fahren ist ebenfalls ein heißes Thema, bei dem sicher neue Player auf den Markt einsteigen werden. (auf Zuliefer- & Fahrzeugherstellerseite)
4. Die großen Player in der Automobilindustrie sind auf Serienentwicklung in Millionstückzahl spezialisiert. D.h. Kleinserien zu einem Luxuspreis verkaufen sich immer.
5. Apple kauft sich bei einen Automobilkonzern ein. Z.B. bei 51% von der Daimler AG wäre Apple mit ca. 80Millarden € dabei. Dann wären noch 100 Mrd. € Cash für weitere Entwicklungen vorhanden ;-)
Unternehmenswert Daimler AG laut Yahoo (19.02.2015): 159,87Mrd
6. Der Elektrofahrzeugmarkt ist noch ein riesiges Entwicklungs- und Potentialfeld. Da können neue agile Player den alten Hasen zeigen wo es lang geht. Da ist ein neues Spielfeld.
7. Die kommende Käufergeneration stellen für die OEMs ein unberechenbares Problem da. Es anderen sich Werte und Erwartungen. Die alte Strahlkraft zieht nicht mehr so wie früher.
Mit anderen Worten, es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten und hier sind sicher noch nicht alle aufgezählt. Es wird spannend. Es kommt wieder Wettbewerb in eine eingefahren Entwicklungsrichtung.

Apple wird kein Auto bauen! Aber sicherlich wird viel Apple in zukünftigen Autos stecken. Deshalb fährt man mit Autos in der Gegend herum die mit Karras bestückt sind. Bosch baut auch keine Autos, aber besitzt trotzdem Testfahrzeuge. Es wird so getan, als ob Apple mit einem eigenen Auto testet, ich sehe aber nur irgendwelche Vans mit Kameras auf dem Dach.

Tesla beschäftigt ehemalige Apple Leute! Hmm, die bauen bald ein Smartphone!!

hehe bester kommentar bis jetzt :)

Wer sagt denn überhaupt, dass Apple ein Auto bauen wird? Bloss, weil sie EVENTUELL an einer Technik arbeiten, die für ein Auto sein soll, müssen sie es ja nicht bauen. Apple kann sich zB einen Partner suchen, der Autos baut, und dort seine Technik integrieren.
Vielleicht entwickeln sie auch nur, und verkaufen dann die Lizenz. Oder, oder, oder ...
So, und nun Schluss mit diesen gerüchten und abwarten. Boah !!

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschliessen. Wer sich ein wenig mit Automobilbau auskennt, weiss dass hier mehr dahinter steckt, als eine kleine Plastik-Lifestyle-Kugel mit Elektromotor zu bauen. Ein Auto ist kein Spielzeug. Es müssen Gesetze, Sicherheits- und Crashtest-Vorgaben und Umweltauflagen erfüllt werden. Apple hat bei den Themen Antrieb, Steuerung, Fahrwerk, Karosserie, Sensorisch keinerlei Erfahrung oder Kernkompentenzen. All das muss zugekauft werden. Apple hat keine Produktionsstrukturen für grössere Stückzahlen und kein Fertigungs-Knowhow. Apple hat für Fahrzeuge weder eine Vertriebs-, noch eine Service-Infrastruktur. Hinzu kommt dass Apple mit Sicherheit ein Produkt bauen möchte, dass seinem eigenen Premium-Anspruch genügt. Und schlussendlich will Apple mit Sicherheit noch Geld verdienen wollen. Das alles wird aber nur mit einem hochwertigen und exklusiven Produkt von hoher sehr Qualität funktionieren. Trotz Apples finanzieller Stärke wird es mindestens 15 bis 20 Jahre dauern bis sie hier mitziehen können. Alles andere ist unrealistisch. Ich denke das primäre Ziel Apples ist das Thema vernetztes und selbstfahrendes Fahrzeug. Apple sieht hier einen Markt der Zukunft und sucht einen Weg um hier einzusteigen. Und da gibt es mit Sicherheit eine Chance. Das ist aus meiner Sicht der Grund für diese Aktivitäten.

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