Wenige Tage vor der erwarteten Vorstellung der Apple Watch Series 12 und Apple Watch Ultra 4 sind neue Hinweise auf mögliche Hardware- und Software-Neuerungen aufgetaucht. Ein Nutzer des MacRumors-Forums hat verschiedene Stellen im Code von iOS 27 und watchOS 27 untersucht und dabei Hinweise auf vier bislang nicht angekündigte Funktionen gefunden.
- Code in iOS 27 und watchOS 27 enthält Hinweise auf eine neue „Readiness“-App
- Krafttraining könnte künftig einzelne Sätze, Gewichte und Wiederholungen speichern
- Eine neue optische Sensorfamilie könnte auf überarbeitete Herzfrequenz-Sensorik hindeuten
- Firmware-Einträge sprechen für Modelle mit 128 GB statt bislang 64 GB Speicher
- Apple hat die Funktionen bislang nicht bestätigt
Neue „Readiness“-App für Erholung und Training
Eine der auffälligsten Entdeckungen betrifft eine bislang unveröffentlichte App namens „Readiness“. In früheren Betaversionen soll Apple dafür intern noch den Namen „Cobalt“ verwendet haben.
Dem Fund zufolge taucht die App in der vorgesehenen Anordnung des watchOS-27-Homescreens direkt hinter der Trainings-App auf. Auch die Watch-App unter iOS 27 enthält offenbar entsprechende Verweise.
Die eigentliche Anwendung ist bislang jedoch nicht Bestandteil der Betaversionen. Welche Funktionen Apple damit plant, lässt sich daher noch nicht sicher sagen. Der Name legt nahe, dass die App Informationen zur Trainingsbereitschaft oder Regeneration bündeln könnte. Vergleichbare Werte werden bei Fitnessuhren und Sport-Wearables häufig aus Schlaf-, Belastungs- und Erholungsdaten berechnet.
Mehr Daten für Krafttraining
Auch das Krafttraining könnte mit watchOS 27 umfangreicher erfasst werden. Im System sollen neue Datenstrukturen vorhanden sein, die einzelne Trainingssätze inklusive Wiederholungen, Gewicht, verwendetem Equipment, Körperseite und Dauer speichern können.
Damit ließen sich beispielsweise mehrere Sätze einer Übung mit jeweils unterschiedlichen Gewichten und Wiederholungszahlen getrennt dokumentieren. Die dafür notwendigen Strukturen sollen bereits seit frühen Betaversionen von iOS 27 und watchOS 27 vorhanden sein.
Aktuell seien die entsprechenden Funktionen allerdings noch nicht vollständig implementiert. Apps können die erweiterten Trainingsdatensätze demnach bislang nicht regulär anlegen.
Hinweise auf überarbeitete optische Sensoren
Im Code von watchOS 27 findet sich außerdem eine neue Sensorfamilie mit der internen Bezeichnung „Sunstone4p0“. Sie könnte auf eine überarbeitete optische Sensoreinheit kommender Apple-Watch-Modelle hinweisen.
Die Apple Watch misst unter anderem die Herzfrequenz mithilfe von LEDs und lichtempfindlichen Sensoren auf der Unterseite. Dabei wird Licht in die Haut gesendet und ausgewertet, wie stark es vom Blutfluss reflektiert beziehungsweise absorbiert wird. Veränderungen an Sensoren und Signalverarbeitung können die Messqualität beeinflussen.
Die neue Implementierung soll unter anderem veränderte Parameter zur Rauschunterdrückung enthalten. Bei mehreren Messwerten fallen die angegebenen Rauschkoeffizienten dem Fund zufolge niedriger aus als bei der bisherigen Generation. Das könnte unter bestimmten Bedingungen zu stabileren Messungen beitragen, wenn das vom Handgelenk reflektierte Lichtsignal vergleichsweise schwach ausfällt.
Darüber hinaus soll „Sunstone4p0“ unterschiedliche optische Kanäle abhängig davon auswählen können, an welchem Handgelenk die Uhr getragen wird und auf welcher Seite sich die Digital Crown befindet. Ob dahinter tatsächlich neue Hardware steckt oder Apple lediglich die bestehende Sensorik anders ansteuert, geht aus den Codefunden nicht eindeutig hervor.
128 GB Speicher möglich
Der vierte Hinweis betrifft den internen Speicher. In der Firmware findet sich dem Bericht zufolge ein NAND-Profil mit einer Kapazitätsangabe von 1.024 Gigabit. Das entspricht 128 GB Speicher.
Das Profil soll mit dem Chip T8320 verknüpft sein, der bereits mit der erwarteten Apple Watch Series 12 und Apple Watch Ultra 4 in Verbindung gebracht wurde. Zum Vergleich: Die bisherigen Modelle verfügen über 64 GB internen Speicher.
Auffällig ist zudem, dass watchOS 26 noch Profile für 64 GB und 128 GB enthalten haben soll, während in den Betaversionen von watchOS 27 offenbar nur noch das größere Profil vorhanden ist. Das ist allerdings noch keine Bestätigung dafür, dass sämtliche neuen Modelle tatsächlich mit 128 GB ausgeliefert werden.
Apple hat die Funktionen nicht bestätigt
Die Funde liefern vergleichsweise konkrete technische Hinweise, lassen aber weiterhin Interpretationsspielraum. Insbesondere eine im Code vorhandene Funktion muss nicht zwangsläufig mit der nächsten Hardwaregeneration veröffentlicht werden. Apple kann Funktionen verschieben, intern testen oder vollständig verwerfen.
Welche der entdeckten Neuerungen tatsächlich Teil der Apple Watch Series 12 und Apple Watch Ultra 4 werden, dürfte sich bei Apples für den 9. September erwarteter Produktvorstellung zeigen.









