Apple könnte die Apple Watch in den kommenden Jahren deutlich breiter aufstellen. Bloomberg-Reporter Mark Gurman berichtet, dass Apples Designteam verschiedene neue Konzepte für die Smartwatch-Reihe untersucht. Kurzfristig könnte zudem ein bekanntes Gehäusematerial zurückkehren: Keramik.
- Apple soll eine größere Neuausrichtung der Apple Watch prüfen.
- Keramik könnte bereits mit der Series 12 oder alternativ 2027 zurückkehren.
- Intern werden neue Größen, Displayformen und sogar Wearables ohne Bildschirm untersucht.
- Auch günstigere und zusätzliche Premiumvarianten sollen zur Diskussion stehen.
- Viele der weiterreichenden Konzepte befinden sich offenbar noch in einer frühen Phase.
Dem Bericht zufolge erwägt Apple, bereits bei der Apple Watch Series 12 wieder ein Keramikgehäuse anzubieten. Gurman nennt allerdings auch 2027 als möglichen Zeitpunkt für die Rückkehr. Festgelegt scheint der Termin damit noch nicht zu sein.
Apple setzte bei früheren Watch-Modellen auf eine besonders harte technische Keramik. Das Material ermöglicht eine glatte, widerstandsfähige Oberfläche und unterscheidet sich optisch deutlich von Aluminium- oder Titangehäusen. Zuletzt bot Apple 2019 mit der Series 5 eine Apple Watch aus Keramik an.
Keramik verschwand vor sechs Jahren
Apple hatte Keramik erstmals 2016 mit der Apple Watch Series 2 als Teil der damaligen Edition-Reihe eingeführt. Zum Einsatz kam ein weißes Gehäuse aus einer Keramikmischung, die unter anderem Zirkonoxid und Aluminiumoxid enthielt. Mit der Series 3 folgte zusätzlich eine graue Variante.
Bei der Series 4 verschwand das Material zunächst aus dem Sortiment. Apple brachte das weiße Keramikgehäuse 2019 mit der Series 5 noch einmal zurück, stellte es mit dem Start der Series 6 im folgenden Jahr jedoch erneut ein.
Sollte Keramik tatsächlich zurückkehren, wäre das nicht die einzige Änderung bei der nächsten Apple-Watch-Generation. Für die Series 12 und die Apple Watch Ultra 4 erwartet Gurman unter anderem Verbesserungen bei Leistung, Gesundheit und Fitness sowie neue Farben und Armbänder. Ein neuer Chip könnte ebenfalls auf dem Programm stehen.
Apple prüft neue Formen und Größen
Deutlich weiter reichen Apples Überlegungen zur langfristigen Zukunft der Produktfamilie. Nach Gurmans Informationen untersucht das Unternehmen verschiedene Displayformen und Gehäusegrößen. Intern soll sogar eine Apple Watch mit rundem Bildschirm diskutiert worden sein. Eine Markteinführung eines solchen Modells hält Gurman allerdings für unwahrscheinlich.
Auch Wearables ganz ohne Display sollen eine Rolle spielen. Damit würde Apple stärker mit Fitnessbändern und anderen unauffälligeren Gesundheits-Trackern konkurrieren, die ihre Messwerte hauptsächlich an ein Smartphone übertragen.
Darüber hinaus soll Apple sowohl günstigere Modelle unterhalb der bisherigen Preisklassen als auch zusätzliche Premiumvarianten prüfen. Letztere könnten oberhalb der Apple Watch Ultra und der gemeinsam mit Hermès angebotenen Modelle positioniert werden.
Noch keine Entscheidung über neue Produktlinie
Welche dieser Konzepte tatsächlich auf den Markt kommen, ist bislang offen. Laut Gurman hat sich Apple noch nicht auf eine konkrete Neuausrichtung festgelegt. Die zahlreichen untersuchten Varianten zeigen daher vor allem, welche Möglichkeiten das Unternehmen intern prüft – nicht, welche Produkte bereits beschlossen wurden.
Teil der Überlegungen soll außerdem eine stärkere Ausrichtung der Wearables auf künstliche Intelligenz und Gesundheit sein. Dazu passen Apples längerfristige Pläne für einen Umbau seiner Gesundheitsfunktionen und der Health-App.
Die kurzfristigen Gerüchte zur Apple Watch Series 12 sollten deshalb von den weiterreichenden Konzepten getrennt betrachtet werden: Während ein neues Innenleben und möglicherweise die Rückkehr von Keramik bereits mit einer der nächsten Generationen Realität werden könnten, befinden sich Modelle ohne Display oder mit grundlegend verändertem Design offenbar noch in einer wesentlich früheren Phase.









