Apple lädt zu „Pro and Tell“: Neue MacBooks mit OLED und Touchscreen erwartet
Apple bereitet die nächste Runde seiner Produktvorstellungen vor. Marketingchef Greg Joswiak hat heute auf X (ehemals Twitter) neue Ankündigungen für die kommende Woche in Aussicht gestellt. Sein Beitrag enthält die Formulierung „Can’t wait to pro and tell next week“. Passend dazu hat Apple Medienvertreter zu einer Produktpräsentation am 28. Oktober nach Los Angeles eingeladen.
- Apple kündigt unter dem Motto „Pro and Tell“ neue Produkte für kommende Woche an
- Medienveranstaltung am 28. Oktober in Los Angeles geplant
- MacBook Pro mit OLED-Touchscreen und neue M6-Modelle erwartet
- Auch ein M6-iMac und ein OLED-iPad-mini gelten als mögliche Neuheiten
- Ein zuvor vermutetes MacBook Ultra dürfte weiterhin MacBook Pro heißen
Im Mittelpunkt dürften neue Macs stehen. Die Formulierung „Pro and Tell“ deutet besonders auf die MacBook-Pro-Reihe hin. Offiziell hat Apple allerdings noch nicht verraten, welche Geräte vorgestellt werden.
Neue MacBook-Pro-Modelle mit OLED und Touchscreen erwartet
Nach bisherigen Berichten könnte Apple erstmals ein MacBook Pro mit OLED-Display und Touchscreen präsentieren. Damit würde der Hersteller zwei größere Änderungen an seiner Notebook-Reihe vornehmen.
OLED-Bildschirme ermöglichen unter anderem hohe Kontraste und eine pixelgenaue Darstellung von Schwarz. Bislang setzt Apple bei seinen MacBook-Pro-Modellen auf andere Displaytechnologien. Ein Wechsel zu OLED könnte deshalb insbesondere bei der Bildqualität Vorteile bringen.
OLED steht für „Organic Light Emitting Diode“. Anders als bei klassischen LCD-Bildschirmen benötigen OLED-Displays keine separate Hintergrundbeleuchtung. Jeder Bildpunkt erzeugt sein eigenes Licht und kann vollständig ausgeschaltet werden. Dadurch sind besonders hohe Kontraste und tiefes Schwarz möglich. Die Technologie wird bereits in zahlreichen Smartphones, Tablets und Fernsehern eingesetzt.
Noch bemerkenswerter wäre die Integration eines Touchscreens. Apple hat seine MacBooks bisher bewusst von iPads abgegrenzt und bei der Bedienung auf Tastatur, Trackpad und Maus gesetzt. Ein berührungsempfindliches Display würde diese Trennung zumindest teilweise aufweichen.
Neben den OLED-Modellen wird auch ein neues MacBook Pro mit dem M6-Chip erwartet. Dieses soll als Einstieg in die nächste Prozessorgeneration dienen.
MacBook Ultra offenbar nicht geplant
Die Einladung liefert außerdem einen Hinweis auf die mögliche Namensgebung der neuen Notebooks. In den vergangenen Monaten gab es Spekulationen über ein besonders hochwertiges MacBook Ultra, das oberhalb der bisherigen Pro-Modelle angesiedelt werden könnte.
Ein Bericht von Macworld hatte im Frühjahr entsprechende Pläne beschrieben. Demnach sollte ein MacBook mit OLED-Touchscreen unter der Bezeichnung „Ultra“ erscheinen und preislich deutlich oberhalb des MacBook Pro liegen.
Die aktuelle Ankündigung spricht allerdings eher gegen diese Namensgebung. Es ist daher davon auszugehen, dass Apple auch bei den neuen OLED-Modellen am etablierten Namen MacBook Pro festhalten könnte.
Eine endgültige Bestätigung ist das nicht. Die Bezeichnung „MacBook Ultra“ war ohnehin nie offiziell angekündigt worden.
Dass sich solche Gerüchte nicht zwangsläufig bewahrheiten, zeigte bereits das faltbare iPhone. Dieses war zuvor ebenfalls als iPhone Ultra gehandelt worden, erschien letztlich aber unter dem Namen iPhone Duo.
Auch iMac und iPad mini könnten aktualisiert werden
Neben den neuen MacBooks stehen weitere Produkte auf der Liste der möglichen Ankündigungen. Dazu gehört ein aktualisierter iMac, der ebenfalls mit dem M6-Chip ausgestattet sein soll.
Außerdem wird ein neues iPad mini erwartet. Bei diesem könnte Apple erstmals ein OLED-Display einsetzen. Damit würde die Bildschirmtechnologie auch in das kompakte Tablet des Unternehmens einziehen.
Ob alle erwarteten Geräte tatsächlich am selben Tag vorgestellt werden, ist derzeit nicht bestätigt.
Produktvorstellung am 28. Oktober erwartet
Die Veranstaltung in Los Angeles beginnt am Mittwoch, dem 28. Oktober, um 10 Uhr Ortszeit. In Deutschland entspricht das aufgrund der Zeitumstellung 18 Uhr.
Anders als bei einer klassischen Apple-Keynote ist offenbar keine große Bühnenpräsentation vorgesehen. Stattdessen sollen ausgewählte Medienvertreter die neuen Produkte vor Ort ausprobieren können.
Die eigentlichen Ankündigungen könnten parallel über Pressemitteilungen erfolgen. Ein ähnliches Vorgehen hat Apple bereits bei anderen Produktneuheiten genutzt.
Bloomberg-Journalist Mark Gurman hatte zuvor berichtet, dass die neuen OLED-MacBooks und weitere Geräte möglicherweise ab dem 6. November erhältlich sein könnten. Auch dieser Termin ist bislang nicht offiziell bestätigt.








