Apple bereitet offenbar Änderungen für den App Store vor, um Apps mit KI-Agenten und KI-gestützten Coding-Funktionen besser zu unterstützen. Laut einem Bericht von The Information arbeitet der Konzern an einem System, das solche Funktionen ermöglichen soll, ohne das die eigenen Anforderungen an Sicherheit und Datenschutz aufgegeben werden.
- Apple arbeitet laut Bericht an App-Store-Regeln für KI-Agenten
- KI-Coding-Apps kollidieren offenbar mit bestehenden Vorgaben
- Siri soll mit iOS 27 stärker für App-Funktionen geöffnet werden
- Apple könnte künftig mehrere Chatbots in iOS unterstützen
- Eine Vorstellung zur WWDC am 8. Juni gilt als möglich
Konkrete technische Details zu diesem System sind bislang nicht bekannt. Der Bericht deutet aber darauf hin, dass Apple seine bisherigen Regeln anpassen müsste, weil aktuelle App-Store-Vorgaben mit einigen neuen KI-Funktionen nur schwer vereinbar sind.
Warum Apples Regeln unter Druck geraten
Im Mittelpunkt stehen Apps, die mithilfe von KI eigenständig Aufgaben ausführen oder sogar kleine Anwendungen erzeugen können. Besonders sogenannte Vibe-Coding-Apps sollen Apple zuletzt vor Probleme gestellt haben. Diese Apps erlauben es Nutzern, per natürlicher Sprache Apps oder Webseiten zu erstellen, ohne selbst umfangreich programmieren zu müssen.
KI-Agenten sind KI-Systeme, die nicht nur Antworten geben, sondern Aufgaben eigenständig ausführen können. Sie können etwa Informationen verarbeiten, Aktionen in Apps anstoßen oder einfache Software-Funktionen erzeugen. Genau diese Autonomie macht sie für Plattformbetreiber wie Apple anspruchsvoll, weil Sicherheit, Kontrolle und Nutzerfreigaben klar geregelt sein müssen.
Apple hatte im März Updates einiger solcher Apps blockiert. Der Grund: Die Anwendungen sollen gegen App-Store-Regeln verstoßen haben, die verhindern sollen, dass Apps Code ausführen, der ihre eigene Funktionalität oder die anderer Apps verändert.
Für Apple ist das ein heikler Bereich. Einerseits entstehen rund um KI-Agenten neue Nutzungsszenarien, die Entwickler und Nutzer zunehmend erwarten. Andererseits muss der Konzern verhindern, dass autonome KI-Funktionen unkontrolliert Inhalte löschen, Daten verändern oder Aktionen ausführen, die Nutzer nicht eindeutig freigegeben haben.
Auch Siri soll stärker für Apps geöffnet werden
Parallel dazu arbeitet Apple laut Bericht weiter an einer größeren Überarbeitung von Siri. Diese soll mit iOS 27 kommen und stärker mit Apple Intelligence verbunden werden. Apple soll Entwickler kontaktiert haben, um App-Funktionen wie Flugbuchungen oder Kalendereinträge in die neue Siri-Version einzubinden.
Einige Entwickler sollen dabei zurückhaltend sein und Befürchtungen geäußert haben, dass Apple durch solche Integrationen künftig neue Möglichkeiten schaffen könnte, Provisionen zu verlangen. Apple soll einzelnen Entwicklern zwar signalisiert haben, in einer frühen Phase keine Gebühren zu planen. Künftige Gebühren seien demnach aber nicht ausgeschlossen.
Mehr Auswahl bei Chatbots
Apple plant außerdem, Siri nicht dauerhaft auf ChatGPT als externes KI-Modell zu beschränken. Künftig könnten Nutzer zwischen mehreren Chatbots wählen. Denkbar wären Modelle von Unternehmen wie Anthropic oder Google, die dann auch für Funktionen wie Schreibwerkzeuge oder Bildgenerierung genutzt werden könnten.
Unklar bleibt, ob Apple Drittanbieter-Chatbots künftig tiefer in iOS integrieren will. Derzeit kann ChatGPT innerhalb von iOS vor allem bei Text- und Bildfunktionen helfen, erhält aber keinen Zugriff auf persönliche Inhalte wie E-Mails. Laut The Information soll OpenAI mit diesen Einschränkungen unzufrieden sein.
Mögliche Vorstellung zur WWDC
Die neue Siri-Version wird zur WWDC-Keynote am 8. Juni erwartet. Dort könnte Apple auch erklären, wie der App Store künftig mit agentischen KI-Apps umgehen soll. Bis dahin bleibt offen, ob Apple tatsächlich neue Schnittstellen, neue Prüfprozesse oder eigene Sicherheitsregeln für solche Apps einführt.

Spannend wird auch sein, ob iOS 27 mit der Unterstützung für KI-Agenten kommt. Mein Bauchgefühl sagt eher, dass das etwas für spätere Updates ist (vielleicht 27.4), wenn nicht gar iOS 28. Allerdings wissen wir auch nicht, seit wann Apple an den neuen Funktionen tüftelt.








