Eine neue Umfrage zeichnet ein nüchternes Bild der aktuellen Smartphone-Prioritäten: Faltbare Geräte und KI-Funktionen sind für viele Nutzer offenbar deutlich weniger wichtig als klassische Kaufargumente wie Preis, Akkulaufzeit und Speicherplatz.
- CNET hat 2.407 Smartphone-Besitzer in den USA befragen lassen.
- Nur 13% würden wegen eines Foldables oder Flip-Phones upgraden.
- KI-Funktionen sind nur für 12% ein Kaufgrund.
- Preis, Akkulaufzeit und Speicherplatz bleiben die wichtigsten Faktoren.
- Für ein mögliches faltbares iPhone wären Preis und Nutzen entscheidend.
Laut einer von CNET beauftragten YouGov-Umfrage unter 2.407 Smartphone-Besitzern in den USA würden nur 13% der Befragten ein Upgrade wegen eines Konzepts wie einem Foldable oder Flip-Phone in Betracht ziehen. KI-Integrationen nannten sogar nur 12% als möglichen Grund für einen Gerätewechsel.
Foldables bleiben ein Nischenthema
Bei iPhone-Nutzern fällt das Interesse an faltbaren Geräten dem Bericht zufolge nur geringfügig höher aus: 14% der Befragten aus dieser Gruppe würden ein solches Design als Upgrade-Grund sehen. Das ist vor allem deshalb interessant, weil Apple Gerüchten zufolge an seinem ersten faltbaren iPhone arbeitet.
Ein Foldable ist ein Smartphone mit faltbarem Display. Je nach Bauform lässt es sich wie ein kleines Tablet aufklappen oder wie ein klassisches Klapphandy zusammenfalten. Der Vorteil liegt meist in einem größeren Bildschirm bei kompakterem Transportmaß. Nachteile können höhere Preise, mehr Gewicht und technische Kompromisse bei Haltbarkeit oder Dicke sein.
Dies könnte ein mögliches Signal für Apple sein, dass ein faltbares iPhone offenbar interessanter ist als ein Foldable Android-Smartphone (wenn auch nur geringfügig). Das kann aber auch die pure Neugier sein, gepaart mit der Erwartungshaltung, dass Apple beim ersten Versuch ein ordentliches Gerät abliefert. Das Unternehmen soll im Herbst sein erstes faltbares iPhone zusammen mit der iPhone-18-Pro-Generation vorstellen. In früheren Berichten war für das Gerät ein Einstiegspreis von rund 2.000 US-Dollar im Gespräch. Bestätigt ist das bislang nicht.
Gerade der Preis dürfte entscheidend sein. Eine der Fragen war nach dem grundsätzlichen Interesse an faltbaren Designs – nicht danach, ob Nutzer ein Foldable zu einem sehr hohen Premium-Preis kaufen würden. Das tatsächliche Kaufinteresse könnte also niedriger ausfallen, sobald konkrete Preise eine Rolle spielen.
KI ist noch kein starker Kaufgrund
Auch bei KI-Funktionen zeigt sich Zurückhaltung. Nachdem das Interesse an KI-Integrationen in früheren CNET-Umfragen bereits gesunken war, liegt der Wert nun bei 12%. Damit bleibt KI deutlich hinter anderen Smartphone-Eigenschaften zurück.
Für Apple ist das ebenfalls relevant. Mit Apple Intelligence hat der Konzern KI-Funktionen stärker in iPhone, iPad und Mac integriert. Gleichzeitig gab es in der Vergangenheit Berichte, wonach viele iPhone-Nutzer den bisherigen Mehrwert von Apple Intelligence eher gering einschätzen. Fairerweise wird da mit hineinspielen, dass vieles von Apple Intelligence entweder noch nicht oder mit deutlicher Verspätung überhaupt erst verfügbar wurde.
Preis, Akku und Speicher zählen mehr
Die wichtigsten Kaufgründe sind deutlich bodenständiger. 55% der Befragten nannten den Preis als relevanten Faktor für ein Smartphone-Upgrade. 52% verwiesen auf eine längere Akkulaufzeit, 38% auf mehr Speicherplatz.
Auch Kamerafunktionen liegen mit 27% klar vor Foldables und KI. Die Displaygröße kommt auf 22%. Damit zeigen die Ergebnisse, dass Nutzer zwar neue Formfaktoren und Software-Funktionen wahrnehmen, ihre Kaufentscheidung aber weiterhin stark von Alltagstauglichkeit und Kosten abhängt.
Für Hersteller ist das ein Hinweis darauf, dass neue Gerätekategorien allein nicht automatisch Nachfrage erzeugen. Ein faltbares iPhone könnte zwar Aufmerksamkeit bekommen, müsste aber auch bei Preis, Laufzeit, Haltbarkeit und Nutzen überzeugen. Ähnliches gilt für KI-Funktionen: Solange sie im Alltag keinen klaren Mehrwert liefern, bleiben sie offenbar selten der Hauptgrund für ein neues Smartphone.

Etwas anders sehe ich die Sache bei Foldables. Ein iPhone, das bei Bedarf zu einem iPad wird, finde ich sehr spannend und bin da auch ein klein wenig neidisch auf die Android-Konkurrenz. Den Preis sehe ich dabei nicht als das größte Hindernis: Ein iPhone aus der Pro-Reihe kostet bereits über 1000 Euro und ein Foldable würde auch ein iPad ersetzen – das relativiert sich.
Allerdings haben mich die jüngeren Gerüchte ein bisschen gebremst in meiner Euphorie um ein „iPhone Ultra“: Mein Wunsch-iPhone wäre vielleicht ein doppeltes iPhone Air, das im zugeklappten Zustand ein normales iPhone-Display hat. Die Kompromisse aus den Dummy-Leaks fühlen sich wieder eher an, wie ein iPad (mini), das auch telefonieren kann.







