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Apple verrät eigene Produktpläne – so soll es zu dem ungewöhnlichen Leak gekommen sein

Der Release Candidate von macOS Tahoe 26.7 enthielt zahlreiche Hinweise auf bislang unangekündigte Apple-Produkte. Laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman könnte eine interne Software-Version versehentlich in den für die Veröffentlichung bestimmten Entwicklungszweig gelangt sein.

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Apple hat mit dem Release Candidate von macOS Tahoe 26.7 ungewöhnlich viele Hinweise auf noch nicht angekündigte Produkte veröffentlicht. Neben kommenden iPhones, iPads und Macs fanden sich darin auch Informationen zu neuen Geräten für das Smart Home sowie zu AirPods mit Kameras. Wie diese Daten in eine beinahe fertige macOS-Version gelangen konnten, soll sich nun zumindest teilweise erklären lassen.

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Quickread: Auf einen Blick
  • Der Release Candidate von macOS Tahoe 26.7 enthielt Hinweise auf mehrere unangekündigte Apple-Produkte
  • Betroffen sind unter anderem iPhones, iPads, Macs, Smart-Home-Geräte und AirPods
  • Laut Bloomberg könnte versehentlich ein interner Entwicklungszweig in die Release-Version eingeflossen sein
  • Besonders auffällig sind neue Hinweise auf AirPods mit integrierten Kameras
  • Apple hat die Ursache des Leaks bislang nicht bestätigt

Interner Entwicklungszweig könnte versehentlich integriert worden sein

Bloomberg-Reporter Mark Gurman beschreibt in seinem „Power On“-Newsletter eine mögliche Ursache für den Leak. Apple entwickle seine Betriebssysteme demnach nicht ausschließlich in einem einzelnen Software-Zweig. Stattdessen würden verschiedene Entwicklungszweige mit Fehlerbehebungen, Funktionen und anderen Bestandteilen später für eine Veröffentlichung zusammengeführt.

Release Candidate erklärt!

Ein Release Candidate ist eine nahezu fertige Software-Version, die kurz vor der regulären Veröffentlichung steht. Treten keine größeren Probleme mehr auf, kann sie weitgehend unverändert zur finalen Version werden. Hinweise auf geheime Produkte sind in dieser Entwicklungsphase deshalb ungewöhnlicher als in frühen Beta-Versionen.

Gleichzeitig soll Apple interne Builds pflegen, die bereits Unterstützung für bislang unangekündigte Hardware enthalten. Entwickler können damit Funktionen für neue Geräte vorbereiten und testen, lange bevor Apple diese offiziell vorstellt.

Gurman hält es für wahrscheinlich, dass eine solche interne Version versehentlich mit dem Entwicklungszweig zusammengeführt wurde, aus dem anschließend der Release Candidate von macOS Tahoe 26.7 entstand. Damit wären eigentlich nur für Apple bestimmte Daten bis in eine öffentlich an Entwickler verteilte Version gelangt.

Warum der Release Candidate besonders auffällt

Hinweise auf unveröffentlichte Apple-Produkte sind in Beta-Versionen der Betriebssysteme grundsätzlich nichts Neues. Beim aktuellen Fall ist jedoch der Zeitpunkt bemerkenswert: Ein Release Candidate entspricht normalerweise bereits weitgehend der Version, die wenig später öffentlich verteilt werden soll. Größere Änderungen sind in dieser Phase nur noch vorgesehen, wenn kurzfristig Probleme auftreten.

Entsprechend ungewöhnlich ist es, dass die Produktreferenzen überhaupt bis in diese Entwicklungsstufe gelangten. Ob tatsächlich ein Fehler beim Zusammenführen verschiedener Software-Zweige verantwortlich war, ist allerdings nicht bestätigt. Apple selbst hat sich bislang nicht öffentlich zur Ursache geäußert.

Hinweise auf AirPods mit Kameras stechen hervor

Ein Großteil der in macOS Tahoe 26.7 gefundenen Produktreferenzen war in ähnlicher Form bereits zuvor in Apple-Software aufgetaucht. Eine Ausnahme bilden dem Bericht zufolge AirPods mit integrierten Kameras. Im Release Candidate soll sich sogar Videomaterial zu entsprechender Hardware befunden haben.

Die Kopfhörer werden derzeit nicht vor 2027 erwartet. Bei dem in der Software gezeigten Modell könnte es sich zudem um eine inzwischen verworfene Version handeln, die Apple durch eine neuere Entwicklung ersetzt haben soll.

Die Funde sind deshalb kein Beleg dafür, dass sämtliche genannten Produkte tatsächlich auf den Markt kommen. Sie zeigen jedoch, an welchen Geräten und Konzepten Apple zumindest intern gearbeitet hat oder weiterhin arbeitet.

Unsere Einschätzung

Stefan Keller
Die Erklärung eines versehentlich eingebundenen internen Entwicklungszweigs ist technisch plausibel, bleibt bislang aber eine Einschätzung von Bloomberg-Reporter Mark Gurman. Für die eigentlichen Produktgerüchte gilt ebenfalls Vorsicht: Interne Referenzen belegen Entwicklungsarbeit, aber nicht zwangsläufig eine spätere Markteinführung. Bemerkenswert ist vor allem, dass entsprechende Daten bis in einen Release Candidate gelangt sind.

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