Apple überholt Samsung

iPhone-Hersteller erobert Spitze – doch 2026 drohen Engpässe

Apple hat Samsung 2025 als globalen Smartphone-Marktführer abgelöst. Mit 20 Prozent Marktanteil und 10 Prozent Wachstum liegt das Unternehmen vorn.

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Apple hat sich 2025 als globaler Marktführer im Smartphone-Segment etabliert und Samsung vom Thron gestoßen. Mit einem Marktanteil von 20 Prozent und einem beeindruckenden Wachstum von 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr liegt das Unternehmen aus Cupertino nun vor dem südkoreanischen Konkurrenten, wie aktuelle Daten von Counterpoint Research zeigen.

Quickread: Auf einen Blick
  • Apple führt 2025 den globalen Smartphone-Markt mit 20 Prozent Marktanteil und 10 Prozent Wachstum an – vor Samsung mit 19 Prozent.
  • iPhone 17 und iPhone 16 trieben das Wachstum in Schwellenmärkten wie Indien und Südostasien, im vierten Quartal erreichte Apple Rekordwerte.
  • Für 2026 warnen Analysten vor Abschwächung durch Chip-Engpässe und steigende Kosten, Apple und Samsung sollen aber widerstandsfähig bleiben.

Starkes Wachstum in Schwellen- und Mittelmärkten

Der globale Smartphone-Markt wuchs 2025 um 2 Prozent im Jahresvergleich und verzeichnete damit das zweite Jahr in Folge einen Aufwärtstrend. Laut Counterpoint Research wurde diese Entwicklung durch zwei wesentliche Faktoren begünstigt: Zum einen nutzen immer mehr Verbrauchende Finanzierungsoptionen, um auf Premium-Geräte umzusteigen. Zum anderen steigt die Verbreitung von 5G-Geräten in Schwellenländern kontinuierlich an.

Apple profitierte besonders von seiner wachsenden Präsenz in aufstrebenden und mittelgroßen Märkten. „Apples Wachstum im Jahr 2025 wurde durch die expandierende Präsenz und steigende Nachfrage in Schwellen- und Mittelmärkten angetrieben, unterstützt durch eine stärkere Produktmischung“, erklärt Varun Mishra, Senior Analyst bei Counterpoint.

Marktanteil erklärt!

Der Marktanteil gibt an, welchen prozentualen Anteil ein Unternehmen am gesamten Verkaufsvolumen einer Branche hat. Bei einem Marktanteil von 20 Prozent bedeutet dies, dass jedes fünfte weltweit verkaufte Smartphone ein iPhone ist. Der Marktanteil ist ein wichtiger Indikator für die Wettbewerbsposition und den Erfolg eines Unternehmens gegenüber seinen Konkurrenten.

iPhone 17 und iPhone 16 als Wachstumstreiber

Die iPhone-17-Serie erzielte im vierten Quartal nach ihrer erfolgreichen Markteinführung erhebliche Zugkraft, während das iPhone 16 weiterhin außergewöhnlich gut in Japan, Indien und Südostasien abschnitt. Diese Kombination aus neuen und etablierten Modellen erwies sich als besonders erfolgreich.

Verstärkt wurde Apples Performance durch einen Wendepunkt im Upgrade-Zyklus aus der Pandemiezeit: Millionen von Nutzenden waren für einen Gerätewechsel fällig. Im vierten Quartal 2025 erreichte Apple mit einem Viertel aller globalen Auslieferungen den höchsten Quartalsanteil in der Unternehmensgeschichte.

Samsung und Xiaomi folgen mit Abstand

Samsung sicherte sich mit einem Marktanteil von 19 Prozent und einem moderaten Wachstum von 5 Prozent den zweiten Platz. Xiaomi behielt mit 13 Prozent Marktanteil die dritte Position. Der Abstand zu Apple verdeutlicht die starke Marktposition des iPhone-Herstellers.

Während zu Beginn des Jahres Bedenken bezüglich US-amerikanischer Zölle die Hersteller dazu veranlassten, Lieferungen in der ersten Jahreshälfte vorzuziehen, erwies sich die tatsächliche Auswirkung als milder als befürchtet. Die Effekte auf die Verkaufszahlen in der zweiten Jahreshälfte blieben begrenzt.

Ausblick auf 2026: Vorsichtige Prognosen

Für 2026 zeigt sich Counterpoint Research deutlich zurückhaltender. „Der globale Smartphone-Markt wird sich 2026 angesichts von DRAM- und NAND-Engpässen sowie steigenden Komponentenkosten abschwächen, da Chip-Hersteller KI-Rechenzentren gegenüber Smartphones priorisieren“, prognostiziert Tarun Pathak, Research Director bei Counterpoint. Das Unternehmen hat seine Prognose für 2026 um 3 Prozent nach unten korrigiert.

Dennoch rechnen Analysten damit, dass Apple und Samsung aufgrund ihrer stärkeren Lieferkettenfähigkeiten widerstandsfähiger bleiben werden als die Konkurrenz. Die beiden Marktführer verfügen über etablierte Beziehungen zu Zulieferern und können Engpässe besser kompensieren als kleinere Hersteller.