- Apple soll laut Leaker intern über die Zukunft von MagSafe im iPhone diskutieren und Kosten gegen Nutzen abwägen.
- Das iPhone 16e kam ohne MagSafe, das iPhone 17e hat es wieder – das faltbare iPhone Ultra könnte mit 4,5 Millimeter zu dünn dafür sein.
- Eine komplette Entfernung erscheint unwahrscheinlich, da der Qi2-Standard auf MagSafe basiert und branchenweit etabliert ist.
Apple soll intern darüber diskutieren, ob MagSafe auch künftig zur Standardausstattung des iPhone gehören soll. Das berichtet der chinesische Leaker „Instant Digital“ auf Weibo. Die Nachricht überrascht, denn seit der Einführung mit dem iPhone 12 im Jahr 2020 hat sich MagSafe zu einem beliebten Feature entwickelt – mit einem umfangreichen Ökosystem aus Ladegeräten, Hüllen, Ständern und Zubehör von Drittanbietern.
Von Expansion zur Unsicherheit
Laut Instant Digital herrschte bei Apple zunächst große Begeisterung für MagSafe. Das Unternehmen plante sogar, die magnetische Ladetechnologie auf das iPad auszuweiten. Mark Gurman von Bloomberg berichtete bereits 2021, dass Apple ein iPad Pro mit Glasrückseite und MagSafe-Unterstützung testete. Ein späterer Prototyp sollte ein großes Apple-Logo aus Glas als Ladefläche nutzen, um die Zerbrechlichkeit einer vollständigen Glasrückseite zu vermeiden. Keines dieser Designs schaffte es jedoch in die Serienproduktion – auch das 2024 vorgestellte iPad Pro mit M4-Chip kam ohne MagSafe.
Mittlerweile scheint die anfängliche Zuversicht einer gewissen Unsicherheit gewichen zu sein. Apple wäge die Kosten für die Integration der MagSafe-Magnete gegen den Nutzen des gewachsenen Zubehör-Ökosystems ab, so der Leaker. Details zur Art der internen Debatte oder möglichen Änderungen nennt er nicht.
iPhone 16e ohne MagSafe – iPhone 17e mit
MagSafe ist Apples magnetische Ladetechnologie für das iPhone, die 2020 mit dem iPhone 12 eingeführt wurde. Ein Ring aus Magneten auf der Rückseite ermöglicht das präzise Andocken von Ladegeräten und Zubehör wie Wallets, Halterungen oder Powerbanks. Die Technologie ermöglicht kabelloses Laden mit bis zu 25 Watt und hat ein umfangreiches Ökosystem an kompatiblem Zubehör hervorgebracht.
Einen Vorgeschmack auf ein iPhone ohne MagSafe gab es bereits: Das iPhone 16e kam als erstes neues iPhone-Modell seit Jahren ohne die magnetische Ladetechnologie auf den Markt. Viele Nutzerinnen und Nutzer griffen daraufhin zu Hüllen mit eingebauten Magnetringen – eine Lösung, die jedoch als deutlich schlechter als natives MagSafe gilt. Die Entscheidung stieß auf Kritik, und Apple ruderte zurück: Das Anfang dieses Jahres erschienene iPhone 17e verfügt wieder über MagSafe.
iPhone Ultra könnte zu dünn für MagSafe sein
Beim kommenden faltbaren „iPhone Ultra“ könnte MagSafe allerdings tatsächlich fehlen. Dummy-Modelle des Geräts zeigen keine sichtbaren Aussparungen für das interne Magnet-Array, das MagSafe benötigt. Mit einer Dicke von nur 4,5 Millimetern im aufgeklappten Zustand könnte das iPhone Ultra schlicht zu dünn für die Magnete sein. Das Gerät soll rund 2.000 US-Dollar kosten und wäre damit das teuerste iPhone aller Zeiten – und gleichzeitig das erste High-End-Modell ohne MagSafe seit dem iPhone 11 Pro.
Mögliche Szenarien für die Zukunft
Der etwas vage formulierte Beitrag von Instant Digital lässt Raum für Spekulationen. Möglicherweise erwägt Apple, MagSafe aus den Standard-iPhone-Modellen zu entfernen und nur noch in teureren Varianten anzubieten. Aktuelle Berichte deuten darauf hin, dass das iPhone 18 aus Kostengründen abgespeckt werden könnte.
Ein anderes Szenario: Apple könnte die MagSafe-Implementierung im Gerät selbst reduzieren und stärker auf Hüllen mit integrierten Magneten setzen – ähnlich wie es viele iPhone-16e-Nutzerinnen und -Nutzer bereits handhaben. Eine komplette Entfernung von MagSafe aus der gesamten iPhone-Palette erscheint allerdings unwahrscheinlich, zumal der offene Qi2-Ladestandard direkt auf MagSafe-Spezifikationen basiert und mittlerweile branchenweit etabliert ist.







