Kollaborations-Software

Amazon will angeblich Slack kaufen

Amazon will einem Medienbericht nach die Kollaborationssoftware Slack übernehmen, mit der Teams online zusammenarbeiten können. Die Softwarefirma wird mit über 9 Milliarden US-Dollar bewertet und könnte die größte Akquisition Amazons werden.

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Früher wollte angeblich Microsoft Slack übernehmen, nun geht das Gerücht, dass Amazon Interesse an der Teamsoftware für Unternehmen hat. Auch andere Unternehmen haben offenbar ein Auge auf die Kollaborations-Software für Teams geworden, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Insider berichtet. Aktuell wird Slack mit über 9 Milliarden US-Dollar bewertet.

Amazon.com lehnte nach Medienberichten einen Kommentar über eventuelle Kaufabsichten ab und auch Slack äußerte sich nicht. Nach einem klaren Dementi sieht das nicht aus.

Slack ist einer der großen Anbieter für Teamsoftware. Angeblich nutzten den Dienst täglich 5 Millionen Anwender, wobei 1,5 Millionen Teilnehmer sogar Gebühren dafür zahlen. Diese Quote ist für einen Onlinedienst, der ein Basisprodukt kostenlos anbietet, enorm hoch. Die Einnahmen belaufen sich allerdings auf nur 150 Millionen US-Dollar jährlich - viel ist das angesichts der Unternehmensbewertung von 9 Milliarden US-Dollar nicht gerade.

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Mit Slack lassen sich nicht nur Instant Messages austauschen sondern auch Dateien. Wer will, kann über den Dienst auch telefonieren und seit neuestem auch seinen Bildschirm mit anderen Anwendern teilen. Die kostenpflichtige Version bietet unter anderem Speicher- und Suchfunktionen für Administratoren an. Der Dienst ist auch deshalb so erfolgreich, weil er andere Cloudanbieter wie Twitter, Trello, Dropbox und diverse Bots damit verbinden lassen.

Frühere Gerüchte besagen, dass Microsoft Slack übernehmen wollte, doch Microsoft-Gründer Bill Gates und Konzernchef Satya Nadella haben sich angeblich gegen die Pläne gestellt. Slack soll zahlreiche Übernahmeangebot abgelehnt haben.

Anfang des Jahres stellte Microsoft mit Teams einen ernstzunehmenden Konkurrenten für Slack vorgestellt, der in Office 365 eingebunden ist und damit 85 Millionen Nutzer in 181 Märkten und 19 Sprachen erreicht. Der webbasierte Instant-Messaging-und-Organisationsdient wurde in einem geschlossenen Betatest seit Herbst 2016 getetet.Unter den Testteilnehmern befanden sich auch Expedia und Alaska Airlines.

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