Logistik

Amazon bestellt 20.000 Mercedes Sprinter Lieferwagen in den USA

Amazon wird der beste Kunde von Daimler. Das Versandhaus bestellt nicht weniger als 20.000 Lieferwagen beim deutschen Autobauer. Dabei handelt es sich um die dritte Generation des Mercedes Lieferwagen Sprinter, die in einem neuen Werk in den USA gebaut werden. Mit einer großen Flotte baut Amazon eine eigene Logistik auf und macht sich unabhängig von FedEx, UPS und der US Post – eigentlich logisch für Services wie Same-Day-Delivery.

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Eigentlich feiert Daimler die Erweiterung und Modernisierung am Produktionsstandort North Charleston in South Carolina in den USA. Bis 2020 sollen 1.300 Menschen beim Daimler schaffe. Weitere 600 neue Jobs entstehen bei Zulieferern in der Nachbarschaft, freut sich der deutsche Autobauer, der US-Strafzölle fürchtet. Dort wird der Mercedes Sprinter Lieferwagen in der dritten Generation und im Modelljahr 2018 gebaut. 

Im Rahmen einer neuen Partnerschaft liefert Daimler nicht weniger als 20.000 Lieferwagen vom Typ Sprinter an Amazon, die damit eine eigene Logistik unter der Bezeichnung „Delivery Service Partner“ aufbauen. Subunternehmer sollen selbstständig im Auftrag von Amazon fahren. Niedrige Leasing-Raten für die Fahrzeuge sollen deren Anschubfinanzierung überschaubar halten. Das klingt zu schön, denn Amazon wird wissen, seine Sprinter-Flotte effektiv für das eigene Unternehmen einzusetzen. 

Dienstleistungen wie eine Lieferung am selben Tag, Amazon Fresh oder die Belieferung der zugekauften Bio-Supermärkte Whole Foods verlangen eine flexible Logistik, die UPS, FedEx oder DHL nur bedingt leisten können. Zudem steht Amazon in den USA unter direkter Beobachtung durch den Präsidenten Donald Trump. Der behauptet wiederholt, Amazon würde die US Post ausnutzen und damit alle Steuerzahler in den USA schädigen. 

Eine eigene Liefer-Logistik mit eigenen Fahrzeugen ist hier die logische Erweiterung. Damit wird Amazon sich unabhängiger machen von der Post, DHL und anderen Speditionen, die die Bestellungen der Kunden ausliefern, oder Übergabepunkte wie Amazon Locker anfahren. Bei Erfolg könnte Amazon dieses Konzept weltweit einführen und vielleicht klingelt der Amazon-Ausfahrer auch bei uns.

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Amazon sollte erstmals seine Fahrer ( Subunternehmer ASL )besser bezahlen!!

Amazon sollte alle Mitarbeiter besser bezahlen. Aber die Mehrheit will halt auch nicht mehr für die Waren von Amazon bezahlen. Geiz ist geil gilt halt auch umgekehrt.

Für was steht denn ASL =Amazon Slave??

Habe mich in der Abkürzung Vertan : soll amazon logistics service heißen ist kein direkter Service sondern nur Subunternehmer ! So entzieht man sich der Sozialen Verantwortung ! Ja ich kaufe auch bei Amazon aber relativ ist es weniger als vor Jahren! Filme kaufe ich nur die sehr selten zubekommen sind sonst kaufe ich nur noch über iTunes ( Umwelt freundlicher möchte auch nach meinem Tod nicht so hinterlassen) !

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