Apple plant offenbar eine Premium-Variante der AirPods Pro 3, die noch in diesem Jahr auf den Markt kommen soll. Nach Informationen mehrerer Quellen wird das Unternehmen neben den im September 2025 vorgestellten AirPods Pro 3 eine höherpreisige Version anbieten – ein durchaus ungewöhnlicher Schritt für Apple.
- Apple plant eine höherpreisige Variante der AirPods Pro 3, die parallel zum Standardmodell verkauft werden soll.
- Das Hauptmerkmal sind Infrarot-Kameras für Gestensteuerung und verbesserte Integration mit Vision Pro.
- Die Premium-Version könnte 2026 erscheinen und sich preislich zwischen den AirPods Pro 3 und AirPods Max positionieren.
Eine zweite AirPods-Pro-3-Variante noch in diesem Jahr
Die im September 2025 vorgestellten AirPods Pro 3 sind gerade erst auf dem Markt, doch Apple arbeitet bereits an einer erweiterten Version. Supply-Chain-Analyst Ming-Chi Kuo berichtete erstmals im September von Plänen für ein Nachfolgemodell mit „signifikanten“ Hardware-Upgrades. Der chinesische Leaker „Instant Digital“ präzisierte diese Information: Statt einer komplett neuen Generation handelt es sich um eine Premium-Variante der aktuellen AirPods Pro 3, die parallel zu den bestehenden Modellen verkauft werden soll.
Diese Strategie ist nicht völlig neu für Apple. Bei den AirPods 4 bietet das Unternehmen bereits zwei Konfigurationen an – eine Standardversion für 149 Euro und eine mit aktiver Geräuschunterdrückung für 199 Euro. Eine ähnliche Differenzierung könnte nun auch bei den Pro-Modellen erfolgen.
Infrarot-Kameras als Hauptunterscheidungsmerkmal
Infrarot-Kameras in AirPods sind winzige Sensoren, die unsichtbares Infrarotlicht nutzen, um Handgesten im Raum zu erkennen. Sie ermöglichen die Steuerung der Ohrhörer durch Bewegungen in der Luft, ohne die AirPods berühren zu müssen. Zusätzlich können sie das räumliche Audioerlebnis verbessern, indem sie die Position des Kopfes und der Hände im Raum präziser erfassen.
Das zentrale neue Feature der höherpreisigen AirPods Pro 3 sollen winzige Infrarot-Kameras sein. Laut Kuo könnten diese Kameras Handgesten erkennen und das räumliche Audioerlebnis mit Apples Vision Pro verbessern. Der Analyst hatte bereits zuvor darauf hingewiesen, dass AirPods mit Infrarot-Kameras eine „In-Air-Gestensteuerung“ ermöglichen könnten.
Instant Digital geht noch einen Schritt weiter: Apple könnte bei der Premium-Variante die Drucksensoren komplett entfernen und ausschließlich auf Gestensteuerung setzen. Dies würde einen grundlegenden Wandel in der Bedienung der AirPods Pro bedeuten und das Modell deutlich von der Standardversion abheben.
Möglicher H3-Chip für bessere Performance
Bloomberg-Journalist Mark Gurman berichtet, dass Apple an einem neuen H3-Chip für kabellose Audiogeräte arbeitet. Dieser Chip der nächsten Generation soll eine verbesserte Klangqualität und geringere Latenz bieten. Die aktuellen AirPods Pro 3 und AirPods 4 nutzen noch den H2-Chip, der bereits in den AirPods Pro 2 zum Einsatz kam.
Ob der H3-Chip tatsächlich in der Premium-Variante der AirPods Pro 3 verbaut wird, ist noch nicht bestätigt. Gurman nannte keine konkreten Modelle, in denen der neue Chip debütieren wird. Angesichts der geplanten Hardware-Upgrades wäre ein leistungsfähigerer Prozessor jedoch eine logische Ergänzung.
Preisgestaltung und Marktpositionierung
Aktuell umfasst Apples AirPods-Sortiment Modelle zu 149 Euro, 199 Euro, 249 Euro und 579 Euro. Die Standard-AirPods Pro 3 kosten 249 Euro – den gleichen Preis wie ihre Vorgänger. Eine Premium-Variante könnte sich zwischen den AirPods Pro 3 und den AirPods Max für 579 Euro positionieren.
Diese Strategie würde Apple ermöglichen, im wachsenden Segment hochwertiger Bluetooth-Ohrhörer zu konkurrieren. Hersteller wie Bang & Olufsen, Bowers & Wilkins und Bose bieten bereits Premium-Earbuds zu höheren Preisen an. Ein konkreter Preis für die erweiterte Version der AirPods Pro 3 wurde bisher nicht genannt, doch eine Positionierung im Bereich zwischen 300 und 400 Euro erscheint plausibel.
Veröffentlichungstermin noch unklar
Wann genau die Premium-Variante der AirPods Pro 3 erscheinen wird, ist derzeit noch nicht bekannt. Apple stellt neue AirPods traditionell in der zweiten Jahreshälfte vor, meist im Rahmen des iPhone-Events im September. Die ursprünglichen AirPods, die AirPods Pro 2 mit ihrer USB-C-Revision, die AirPods 4 und die AirPods Pro 3 wurden alle bei Apples jährlicher September-Veranstaltung angekündigt.
Sollte Apple an diesem Muster festhalten, könnte die erweiterte Version im September 2026 vorgestellt werden. Kuo geht davon aus, dass die neuen AirPods Pro mit Infrarot-Kameras im Jahr 2026 in die Massenproduktion gehen werden. Dies würde bedeuten, dass beide Varianten der AirPods Pro 3 – Standard und Premium – gleichzeitig im Handel erhältlich wären.
Was die Standard-AirPods Pro 3 bereits bieten
Die im September 2025 vorgestellten AirPods Pro 3 brachten bereits zahlreiche Verbesserungen gegenüber ihren Vorgängern. Die aktive Geräuschunterdrückung wurde verdoppelt, die Akkulaufzeit mit aktivierter Geräuschunterdrückung beträgt nun bis zu acht Stunden pro Ladung. Hinzu kommen ein überarbeitetes Design, integrierte Herzfrequenzmessung während des Trainings, schaumstoffgefütterte Ohreinsätze und eine Live-Übersetzungsfunktion.
Diese Features machen die AirPods Pro 3 bereits zu einem deutlichen Upgrade gegenüber den AirPods Pro 2. Die geplante Premium-Variante würde das Portfolio nach oben hin erweitern und Nutzenden die Wahl zwischen verschiedenen Ausstattungsstufen geben – ähnlich wie bei iPhone Pro und iPhone Pro Max.







