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Kaspersky Anti-Virus im Test

Viren, Würmer oder Trojaner – der Mac ist gegen Schädlinge (noch) immun. Cyberkriminelle können allerdings ungeschützte Macs als Wirtstiere missbrauchen und PC-Netze infizieren. Und: Wer parallel zu Mac OS X 10.6 auch Windows auf seinem Rechner betreibt, der sollte viralen Schutz in Anspruch nehmen, weil er die Festplatte mit beiden Betriebssystemen teilt.

Im Anschluss an eine einfache Installation nimmt das Anti-Virus-Programm aus dem Hause Kaspersky Labs seine Schutzfunk tion auf. Erste Amtshandlung ist dabei, den Anwender darauf aufmerksam zu machen, dass die Datenbanken stark ver altet sind und der Aktualisierung be dür fen. Das ist kein Mangel, sondern vielmehr ein Beleg für eine sich ständig ändernde Bedrohungslage. Der Schutz gegen aggressive Schädlinge wird mehrmals täglich aktualisiert. Seit Boot Camp, Parallels oder VMware Fusion finden immer mehr Windows-Betriebssysteme den Weg auf den Mac. Und weil Mac OS X Snow Leopard Gastbetriebssystemen den Zugriff auf die Daten der Mac-Festplatte erlaubt, lauern hier Gefahren. Denn der Zugriff der PC- Schäd linge auf die Systemfestplatte könnte zu Beschädigungen führen.

Überwachung in Echtzeit

Nach der Installation muss die Aktualisie rung der Datenbanken einmalig von Hand gestartet werden, damit der volle Schutz bereitsteht. In der Folge geschieht dies für den Anwender unbemerkt im Hinter grund. Kaspersky Anti-Virus for Mac greift auf Informationen zu mehr als 20 Millio nen Schadprogrammen zurück, Geschwin digkeitseinbußen oder anderweitige Be ein trächtigungen sind damit im Alltags betrieb nicht verbunden.

Das Programm bietet detaillierte Mög lichkeiten für die individuelle Konfigu ra tion. Vollständige Untersuchungen des Computers oder von externen Laufwerken lassen sich präzise planen. Meist reicht die Standardkonfiguration jedoch völlig aus. Bei der Virensuche scannt Kaspersky neben Archiven zum Beispiel auch ange hängte Dokumente oder Mailformatdateien – in Echtzeit. Das Ganze geschieht beim Öffnen oder beim Download eben so wie beim Speichern.

Schonender Umgang mit den Ressourcen

Die Fahndungsarbeit erledigt Anti-Virus for Mac in der Praxis weitgehend unbemerkt. Für die Tätigkeit beansprucht das Programm unter zwei Prozent der Prozessorlast und belegt schmale 48 MB im Arbeitsspeicher. Das Bild ändert sich auch beim manuellen Scan der Festplatte nicht wesentlich. Die Prozessorauslastung steigt zwar auf 2,8 Prozent, der Arbeits speicher wird mit 92,8 MB gefüllt –par a­l leles Arbeiten ist aber problemlos möglich. Bemerkbar macht sich der Kaspersky-Einsatz beim Start des Computers. Er nötigt dem Rechner einige zusätzliche Sekunden ab. Ganz anders verhält sich der Virus-Jäger, wenn er Verdächtiges findet. Unterstützt von Löwengebrüll meldet ein Warnfenster gefährliche Funde und schlägt Lösungen für die Bedrohung vor: überspringen, löschen oder desinfizieren. Wer dennoch unsicher ist, wie einem Schädling begegnet werden soll, dem hilft Kaspersky im Internet weiter.

Fazit

Kaspersky Anti-Virus for Mac verhält sich vorbildlich: Das Programm schont die Res sourcen und hält Schädlinge zuverlässig vom Mac fern. Unverständlich ist, weshalb der Schutz für den Mac zehn Euro mehr kostet als für Windows-PCs.

Jürgen Ponath

Testergebnis
ProduktnameKaspersky Anti-Virus for Mac
HerstellerKaspersky Labs GmbH
Preis39,95 €
Webseitewww.kaspersky.com/de
Pro
  • sehr gute Schädlingserkennung
  • einfache Installation und Bedienung
  • gute Standard-Konfiguration
  • schonender Umgang mit den Resourcen
  • deutsche Benutzeroberfläche
Contra
  • teurer als die Win-Variante
SystemvoraussetzungenMac OS X 10.4.11
Bewertung
1.5
sehr gut
 

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