Alles im Griff

Loupedeck+ im Test: Das Mischpult für Bildbearbeiter

Drehregler und Jogdials kennen wir eigentlich eher von Mischpulten in der Musikproduktion. Das Loupedeck+ nutzt diese Eingabemöglichkeiten für die Steuerung von Bildbearbeitungsprogrammen. Wir haben das Produkt in Augenscheinn genommen und verraten Ihnen im Test, ob es sich anzuschaffen lohnt.

Von   Uhr

Vor zwei Jahren haben findige, finnische Tüftler für das erste Loupedeck bei der Crowdfunding-Plattform Indiegogo erfolgreich finanzielle Mittel eingesammelt. Statt der angepeilten 75.000 sind knapp 400.000 US-Dollar zusammengekommen. Das Interesse an einem neuartigen Controller für Fotografen war also groß. Doch bald kam die Ernüchterung. Besonders die billigen Knöpfe und eine mangelnde Individualisierung wurden von vielen Nutzern der ersten Stunde bemängelt. Jetzt haben sich die Entwickler die Kritik zu Herzen genommen und eine verbesserte Version auf den Markt gebracht.

Besser und mehr

Die Tasten sind nun wesentlich robuster und bieten ein präziseres Tippgefühl. Mit ihnen navigieren Sie durch die Software, bewerten und markieren Fotos oder machen Bearbeitungsschritte rückgängig. Mit den Drehreglern steuern Sie wie in der Vorgängerversion Attribute wie Helligkeit, Kontrast und Farbtemperatur. Zwei zusätzliche Drehregler und neun statt zuvor nur zwei Tasten können Sie frei belegen. Die weiterhin recht prominenten Jogdials oben dienen der exakten Farbanpassung. Mit den Knöpfen darüber können Sie eines von acht Presets wählen. Insgesamt wirkt das Loupdeck+ hardware-seitig wertiger und ausgereifter.

Individuelle Kontrolle

Mit dem „Custom Mode“ haben die Entwickler einen weiteren Kundenwunsch erfüllt – den nach mehr Individualisierbarkeit. Mit ihm lassen sich nun alle Drehregler mit eigenen Funktionen belegen. Die Zuweisung erfolgt über die komplett überarbeitete und sehr intuitive Steuerungssoftware, die sich in der Menüleiste Ihres Mac einnistet. Sie sind auch nicht länger nur auf Adobe Lightroom angewiesen. Das Loupedeck+ kann nun auch Skylum Aurora HDR steuern, eine Unterstützung für Capture One befindet sich zur Zeit noch in der Beta-Phase.

Alles in allem ist die Überarbeitung gelungen und machen das Loupedeck zu einem effektiven Werkzeug für Fotografen. Interessenten, die bei der ersten Version noch gezögert haben, können nun zugreifen. Besitzer des Originals können unter www.loupedeck-upgrade.com mit einem Preisvorteil von 40 Euro auf das neue Plus-Modell umsteigen.

Alternative: Palette Gear

Einen etwas anderen Ansatz verfolgt das modulare Steuerpult „Palette Gear“. Die magnetischen Bausteine bestehend aus Knöpfen, Dreh- und Schiebereglern können fast beliebig kombiniert und erweitert werden. Unterstützt werden insgesamt 13 Programme, darunter neben Lightroom und Photoshop auch Final Cut und After Effects.

Starter-Kit: 240 Euro
Web: palettegear.com

Fazit

Fazit: Besonders im Vollbildmodus macht die Bildbearbeitung mit dem Loupedeck richtig Spaß.

Testergebnis
ProduktnameLoupedeck+
HerstellerLoupedeck
Preis230 €
Webseitehttps://loupedeck.com/
Pro
  •  gutes Konzept, vollständig individualisierbar, auch für Aurora HDR und Capture One
Contra
  •  viel Einarbeitungszeit nötig, für Hobbyfotografen recht teuer
Bewertung
2,3gut

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