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Netflix: Darum kam die Offline-Funktion erst so spät

Lange wurde es spekuliert und vor wenigen Tagen hat Netflix mit den Gerüchten aufgeräumt und endlich eine Offline-Funktion zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen teilte in der Zwischenzeit mit, dass man diesen Schritt bereits eher geplant hatte, aber dies auf verschiedene technische Probleme zurückzuführen sein. Um welche Probleme es sich dabei handelt und weshalb die Downloads in kleinen ein bis drei Minuten Brocken erfolgen, verraten wir Ihnen gerne. 

Wie Apple möchte auch Netflix keine völlig überstürzten Funktionen einführen. Man nahm sich daher die Zeit, um die Offline-Funktion optimal auszubalancieren. Das Unternehmen wollte nämlich dabei sicherstellen, dass die Qualität der hoch bleibt und gleichzeitig nur sehr wenig Speicherplatz benötigt. 

Laut Variety war dies alles andere als einfach. Während man bei Android auf ein Google Codec (VP9) zurückgreifen konnte, das für eine hohe Videoqualität bei geringem Datenverbrauch konzipiert war, unterstützten iOS-Geräte dieses Codec nicht. Dadurch sah man sich gezwungen eine andere Methode zu entwickeln. 

Schlussendlich gelangte man zum Entschluss jedes Video beim Downloaden in kleinere ein bis drei Minuten lange Brocken zu teilen. Jedes dieser Teile wird dann von Computern analysiert und auf die entsprechenden visuellen Eigenheiten optimiert. Man erklärt dies an folgendem Beispiel: „Eine Actionszene mit viel sichtbaren Rauschen beinhaltet mehr visuelle Informationen als eine landschaftliche Aufnahme eines blauen Himmels." Da dies im Verlauf eines Films oder Serie stark variieren kann, entschied man sich für die Analyse der Einzelteile. 

Durch diese Teiloptimierung kann man bis zu 19 Prozent Speicherplatz sparen. Zusätzlich kommt dieser Ansatz auch dem mobilen Streaming zugute, wird aber erst in nächsten Monaten eingeführt. Daneben wurde auch bekannt, dass nicht immer Speicherplatz gespart werden kann, da der eigentliche gesparte Speicher für ein noch besseres Bild genutzt wird.

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