Ganz egal, ob Sie jahrelange Erfahrung mit dem iPhone haben oder erst seit Kurzem ein Apple-Smartphone in den Händen halten: Mit den richtigen Tricks und Kniffen navigieren Sie schneller, holen mehr aus Ihrem Gerät heraus und erleichtern Ihren Alltag.
Gesten & Interaktionen, die viele nicht kennen
Die wichtigsten Gesten am Smartphone sind das einfache Tippen auf und das Streichen über den Bildschirm. Damit starten Sie Apps und verlassen diese wieder. Darüber hinaus gibt es aber weitere Interaktionsmöglichkeiten, die Sie kennen sollten.
Doppeltippen zum Zoomen
Mit einem schnellen Doppeltipp können Sie bei vielen Apps in den Bildschirminhalt hereinzoomen. Das geht bei Apples Fotos-App ebenso gut wie in Google Maps. Besonders nützlich ist diese Geste, wenn Sie Texte bildschirmfüllend darstellen wollen. Apples Safari-Browser kann damit Internetseiten so ausrichten, dass der ausgewählte Textabschnitt größer gezeigt wird und den Bildschirm komplett ausfüllt.
Finger auflegen öffnet Menüs
Was auf dem Mac der Rechtsklick mit Maus oder Trackpad ist, übernimmt auf dem iPhone das längere Auflegen des Fingers. Mit dieser simplen Geste öffnen Sie auf dem Home-Bildschirm beispielsweise auf App-Symbolen ein Menü, mit dem Sie die App löschen, teilen oder zusätzlich mittels Face-ID-Abfrage absichern können. Halten Sie den Finger auf einem Link länger gedrückt, öffnet sich in Safari hingegen ein Menü zur Vorschau, zum Öffnen in einem neuen Tab oder auch zum Kopieren des Links. Das Fingerhalten auf Text öffnet eigene Funktionen zum Auswählen und Kopieren des Textes. Probieren Sie diese Geste einfach öfter aus und beobachten Sie, welche damit aufgerufenen Funktionen für Sie im Alltag nützlich sind.
Zoomen mittels Halten
Die Zwick-Geste mit Daumen und Zeigefinger zum Herein- und Herauszoomen aus Fotos und Karten-Apps ist sicherlich bekannt. Speziell für Apple Karten oder Google Maps gibt es eine weitere Möglichkeit zum Zoomen. Dazu benötigen Sie nur einen einzigen Finger. Zunächst zoomen Sie mittels Doppeltipp in die Kartenansicht. Nach dem zweiten Tipp lassen Sie den Finger allerdings auf dem Touchbildschirm liegen. Jetzt können Sie mit einer Wischgeste nach oben weiter hereinzoomen oder mittels Wisch nach unten weiter heraus. Diese Geste ist besonders unterwegs nützlich, wenn Sie beispielsweise im ÖPNV das iPhone nur einhändig bedienen können.
Zwischen Apps wechseln
Der sogenannte „App-Umschalter“ ist eine nützliche Funktion, um durch die zuletzt benutzten Anwendungen zu wechseln, ohne die Symbole erst mühsam auf dem Home-Bildschirm zu suchen. Dazu wischen Sie in einer App oder auf dem Home-Bildschirm vom unteren Rand langsam nach oben. Fast so, als wollten Sie die App verlassen. Allerdings schieben Sie weiter nach oben, bis sich der App-Umschalter öffnet. Dieser präsentiert die zuletzt geöffneten Anwendungen in einer Vorschauansicht, durch die Sie wischen können. Die aktuelle App ist ganz rechts zu finden, nach links geht es weiter in die Vergangenheit.
Sie können sogar noch schneller zwischen den Anwendungen wechseln. Dazu wischen Sie am unteren Bildschirmrand mit einer kurzen Bewegung nach rechts. Damit landen Sie direkt eine App weiter, ohne vorher den App-Umschalter zu aktivieren. Mit einem schnellen Wisch nach links navigieren Sie wieder „vorwärts“ durch die App-Chronologie.
Wer neben dem iPhone einen Mac nutzt, kann auf eine enge Verzahnung der beiden Geräte setzen. So können Sie das iPhone beispielsweise als Webcam für den Mac nutzen. Diese Funktion nennt Apple „Integrationskamera“ und sie funktioniert sowohl drahtlos als auch mit einer Kabelverbindung. Viele Mac-Apps können in ihren eigenen Einstellungen auf die iPhone-Kamera zugreifen.
Darüber hinaus setzen Mac und iPhone auf einen drahtlosen Datenaustausch via iCloud. Wer die eigenen Fotos, Kontakte oder Backups nicht auf Apples Servern ablegen möchte, kann einen lokalen Datenaustausch mittels Kabelverbindung zwischen Mac und iPhone nutzen. Auf einem Windows-PC geht das ebenfalls. Wer dabei allerdings auf iCloud setzen möchte, muss eine eigene „iCloud für Windows“-Anwendung aus dem Microsoft Store laden. Diese ist allerdings kostenfrei.
Versteckte Systemfunktionen
Das iPhone hat im Laufe seiner fast 20 Jahre viele Funktionen hinzubekommen, die Apple oftmals leider versteckt und damit nicht ohne vorherige Kenntnisse zugänglich macht. Dabei können viele dieser Funktionen im Alltag wirklich nützlich sein.
Das Kontrollzentrum öffnen und bearbeiten

Seit 2013 versteckt sich im iPhone eine schnelle und einfache Möglichkeit, um wichtige Systemfunktionen wie Flugmodus oder Bluetooth- oder WLAN-Verbindungen schnell zu erreichen, zu aktivieren oder zu deaktivieren. Dieser schnelle Zugriff heißt „Kontrollzentrum“ und findet sich in der rechten oberen Ecke des Bildschirms. Mit einer Wischgeste aus der Ecke nach unten auf den Bildschirm öffnen Sie das Kontrollzentrum.
Mittlerweile gibt es mehrere Seiten innerhalb des Kontrollzentrums zu verschiedenen Themen wie Audiowiedergabe oder Funkverbindungen. Diese öffnen Sie mit einer weiteren Wischgeste nach oben. Wenn Sie mit dem Finger länger auf das geöffnete Kontrollzentrum halten, dann öffnet sich der Editor. Mit dem Knopf ganz unten „+ Steuerelement hinzufügen“ können Sie weitere Knöpfe in diese Schnellansicht legen. Die abgerundeten Ecken rechts unten an den bestehenden Knöpfen vergrößern oder verkleinern diese Knöpfe.
Auf dem iPhone suchen
Eine der besten iPhone-Funktionen ist die Suche. Diese öffnen Sie direkt auf dem Home-Bildschirm mit einem eigenen Knopf zwischen App-Symbolen und Dock. Alternativ wischen Sie von der Mitte des Home-Bildschirms nach unten. Die Suche findet Ihre installierten Apps, sodass Sie schneller zur gewünschten App gelangen als bei einer Suche des Symbols auf dem Home-Bildschirm.
Das ist besonders nützlich, falls Sie viele Apps installiert haben und diese in Ordnern sortieren. Darüber hinaus kann die Suche einzelne Funktionen von Apps finden. Zum Beispiel findet die Suche nach „Dateien“ nicht nur die gleichnamige App, sondern bietet als zweiten Eintrag direkt die Scanfunktion dieser App an. Ein Tipp auf diesen Eintrag öffnet den Dokumentenscanner innerhalb der Dateien-App.
Dokumente scannen
Viele Verwaltungsvorgänge sind zwar mittlerweile digital gelöst, dennoch gibt es im Alltag gelegentliche Momente, in denen Sie ein ausgedrucktes Dokument einscannen und digital weiterverarbeiten müssen. Genau für diesen Fall hat das iPhone eine praktische Scanfunktion eingebaut. Dazu öffnen Sie die Dateien-App oder suchen nach der „Dokument scannen“-Funktion. Innerhalb der Dateien-App finden Sie diese Funktion in der rechten oberen Ecke hinter dem Symbol mit den drei Punkten versteckt.
Der iPhone-Scanner öffnet zunächst eine spezielle Kamera-Ansicht. Diese kann automatisch das Schriftstück erkennen, das sich auf einer ebenen Oberfläche befindet. Dazu überzieht die Kamera das Dokument mit einem blauen Kasten. Wenn das Dokument erkannt wird, blitzt der Bildschirm kurz auf und der Scan landet in der linken unteren Ecke der Scanner-Ansicht als Vorschaubild. Das Prozedere ist vom Fotoschießen mit der iPhone-Kamera bekannt. Alternativ lösen Sie den Scanner selbst aus, indem Sie auf „Verschluss“ tippen, den Auto-Auslöser deaktivieren und dann händisch auf den weißen Auslöser-Knopf drücken. Mit einem Tap auf die Vorschau können Sie den Scan weiterbearbeiten.
Unser Tipp: Mit einem Schwarz-Weiß-Filter erzielen Sie meist das beste Scan-Ergebnis. Mit dem Knopf „Anpassen“ öffnen Sie das ursprüngliche Foto, auf dem Sie nun das erkannte Dokument händisch abstecken können. Das ist besonders nützlich, falls sich der automatische Scan an einer Kante oder Ecke verschätzt hat. Wenn Sie mit den Ergebnissen zufrieden sind, tippen Sie auf den blauen Pfeil beziehungsweise die Zurück-Taste, bis Sie zum Speichern des Dokumentes aufgefordert werden. Standardmäßig legt das iPhone den Scan im iCloud-Drive ab.
QR-Codes scannen
Das iPhone hat darüber hinaus einen eigenen QR-Code-Scanner eingebaut. Diesen finden Sie in der Kamera-App integriert. Richten Sie die iPhone-Kamera ganz einfach auf einen QR-Code und am unteren Rand erscheint eine gelbe Zeile, die Ihnen den im QR-Code versteckten Link anzeigt. Noch eleganter funktioniert es aber mit der eigenen QR-Code-Scanner-Funktion. Diesen finden Sie im Kontrollzentrum, oder Sie können diesen dort als eigenen Knopf einrichten. Mit dem eigenen Scanner entfällt das händische Antippen der Verlinkung. Stattdessen zeigt der Scanner selbst mit aufwendigen Animationen an, was sich hinter dem QR-Code verbirgt, und bringt Sie dann automatisch an das Ziel.
WLAN-Passwort teilen
Wer häufig Besuch in den eigenen vier Wänden oder im Büro empfängt, kennt vielleicht das Problem: Die Gäste möchten sich mit dem WLAN-Netzwerk verbinden. Das bedeutet allerdings auch, dass Sie diesen erst umständlich Ihr Passwort für den Zugang geben müssen. Das geht mit iPhones und iPads erfreulicherweise ganz einfach.
Wenn Ihr Gast Ihr WLAN-Netzwerk auswählt, dann legen Sie einfach Ihr eigenes iPhone (oder iPad) daneben. Dann erscheint bei Ihnen auf dem Gerät der Knopf „Passwort teilen“ und Ihr Gast erhält automatisch (und ohne Einblick in das Passwort) den Zugang zum WLAN-Netzwerk. Dabei müssen Sie allerdings einige Voraussetzungen erfüllen. Beide Geräte müssen das neueste Betriebssystem nutzen sowie WLAN und Bluetooth aktivieren. Zusätzlich müssen auf beiden Geräten die jeweils anderen Kontaktdaten aus dem Apple Account in den Kontakten hinterlegt sein. Das können Telefonnummer oder E-Mail-Adresse sein.
Vorsicht ist bekanntlich besser als Nachsicht. Deshalb sollten Sie Ihr iPhone für persönliche Notfälle vorbereiten. Denn Apple bietet dazu einige praktische Funktionen. Mit dem „Notfallpass“ können Sie wichtige Informationen zu Ihnen und Ihrer Gesundheit sammeln, um diese bei einem Unfall schnell und einfach für Hilfskräfte einsehbar zu machen. Dazu legen Sie in der „Health“-App bei Ihrem Profilbild einen Notfallpass an. Hier können Sie wichtige Gesundheitsinformationen wie Erkrankungen und Allergien eintragen. Darüber hinaus können Sie einen oder mehrere „Notfallkontakte“ anlegen. Diese erhalten automatisch eine Benachrichtigung, wenn das iPhone die SOS-Notruf-Funktion nutzt, beispielsweise beim automatischen Notruf nach einem Sturz.
Sinnvolle Grundeinstellungen
Apple bemüht sich, das iPhone mit den besten Voreinstellungen auszuliefern. Dennoch lohnt sich der Blick in die Einstellungen-App, um das iPhone an die individuellen Bedürfnisse anzupassen. Denn dafür liefert Apple ebenfalls nützliche, aber versteckte Möglichkeiten.
Liquid Glass anpassen
Mit Liquid Glass kommt eine kontroverse neue Designsprache auf alle Geräte. Bedauerlicherweise hat damit oftmals die Lesbarkeit von Bildschirminhalten nachgelassen, da Liquid Glass auf Transparenzen setzt. Das iPhone ist ebenfalls davon betroffen. Die Kritik an Liquid Glass war so groß, dass Apple bereits nach kurzer Zeit eine Auswahl zur Darstellung von Liquid Glass in die Einstellungen einbauen musste.
Diese Auswahl finden Sie in den Einstellungen bei „Anzeige & Helligkeit > Liquid Glass“. Hier können Sie zunächst zwischen „Transparent“ und „Eingefärbt“ wählen. Wir empfehlen „Eingefärbt“, weil das die Deckkraft von Liquid Glass und damit den Kontrast erhöht.
Mitteilungen verwalten
Wer ständig und gegen den eigenen Willen vom iPhone abgelenkt wird, sollte sich um ein besseres Management von Mitteilungen kümmern. Diese können Sie in den Einstellungen unter dem Eintrag „Mitteilungen“ verwalten. Hier können Sie einen allgemeinen Standard für die Darstellung von Mitteilungen auswählen. Bei „Geplante Übersicht“ aktivieren Sie mit einem Schalter die Mitteilungsübersicht. Diese bündelt automatisch nicht dringende Mitteilungen, die Sie dann zu einem selbst gewählten Zeitpunkt in einer gesammelten Übersicht erhalten.
Weiter unten ist die Liste aller installierten Apps auf Ihrem iPhone und welche Berechtigungen für Mitteilungen diese besitzen. Wir empfehlen hier eine kritische Überprüfung aller Einstellungen. Denn oftmals kann die beste Einstellung das komplette Deaktivieren von Benachrichtigungen für einzelne Apps sein, damit Ihr iPhone Sie weniger ablenkt und im Alltag mit unnützen Benachrichtigungen stören kann.
Die iPhone-Batterie schonen
Damit das iPhone besonders lange durchhält, ist ein pfleglicher Umgang mit der Batterie empfehlenswert. Dazu bietet Apple einige Funktionen an. Öffnen Sie zunächst die Einstellungen-App und navigieren Sie zu „Batterie > Batteriezustand“. Hier finden Sie ganz oben eine Zustandsbeschreibung der Batterie. „Normal“ ist wünschenswert, weil das iPhone dann ohne Leistungsnachlass arbeiten kann. Sollte es Probleme mit der Batterie geben, erfahren Sie es ebenfalls an dieser Stelle.
Bei „Maximale Kapazität“ zeigt das Gerät an, wie viel der ursprünglichen Akkukapazität noch verfügbar ist. Durch regelmäßiges Auf- und Entladen sinkt dieser Wert. Das lässt sich grundsätzlich nicht verhindern, aber zumindest hinauszögern. Dazu tippen Sie eine Ebene zurück und wählen bei den Batterieeinstellungen „Laden“. Hier können Sie selbst auswählen, wie voll der Akku bei jedem Ladezyklus geladen werden soll. Bei 100 Prozent steht Ihnen entsprechend die volle Leistung zur Verfügung. Idealerweise ist allerdings ein Wert um 80 Prozent, um den Akku langlebig zu schonen. Wenn Sie dennoch stets die vollen 100 Prozent aufladen wollen, dann können Sie mit dem Schalter „Optimiertes Laden der Batterie“ den Akku ebenfalls schonen. Denn damit kümmert sich das iPhone selbst um einen intelligenten Aufladeprozess. Das Gerät erkennt dann, wann Sie den Ladeprozess beenden. Das ist in der Regel morgens, nachdem Sie das iPhone über Nacht aufgeladen haben.
Damit das Gerät aber nicht die halbe Nacht bei vollen 100 Prozent am Strom lädt, pausiert das iPhone den Prozess zunächst bei 80 Prozent. Die restlichen 20 Prozent lädt es erst kurz bevor Sie das Gerät vom Strom trennen nach. Das soll den Akku langfristig schonen, obwohl Sie es stets mit 100 Prozent aufladen und nutzen.
Mehr Sicherheit mit Zwei-Faktor-Authentifizierung
Um den Zugang zum eigenen Apple Account zusätzlich abzusichern, gibt es die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Diese aktiviert zur Anmeldung in Ihrem Account neben der E-Mail-Adresse und dem Passwort einen zusätzlichen und einmaligen Anmeldecode. Diesen erhalten Sie für jeden Anmeldeversuch, anschließend verliert dieser seine Gültigkeit.
Zum Aktivieren dieses zusätzlichen Schutzes tippen Sie in den Einstellungen ganz oben auf Ihren Namen und anschließend auf „Anmeldung & Sicherheit“. Bei „Sicherheit“ finden Sie die Option „Zwei-Faktor-Authentifizierung“. Hier können Sie auswählen, welche Ihrer Apple-Geräte und an welche Telefonnummern diese Einmalcodes geschickt werden. Die Zwei-Faktor-Authentifizierung ist Voraussetzung für die Nutzung mancher Systemfunktionen wie die Nutzung der „Wo ist?“-App.
Bedienungshilfen als Power-Features
Apple versteckt einige der besten Funktionen in den „Bedienungshilfen“. Dort finden Sie weitere Möglichkeiten, um das iPhone an Ihre individuellen Bedürfnisse im Kontext von Seh-, Bedienungs- und Hörhilfen anzupassen. Diese finden Sie in den Einstellungen unter „Bedienungshilfen“.
Anzeige & Textgröße
Bei den Sehhilfen bündelt der Eintrag „Anzeige & Textgröße“ besonders viele und besonders nützliche Einstellungen rund um die Anzeige auf dem iPhone. Hier finden Sie eigene Schalter für fetten Text, um „Ein/Aus-Beschriftungen“ an Schaltern systemweit zu aktivieren und für die Reduktion von Transparenzen und die Erhöhung von Kontrasten.
All das ist hilfreich, um die angezeigten Bildschirmelemente besser erkennen zu können. Darüber hinaus verbirgt sich hinter dem Eintrag „Größerer Text“ nicht nur ein Schalter, sondern auch ein Schieberegler, mit dem Sie systemweit die Anzeige von Text vergrößern können. Wir empfehlen, dass Sie sich mit diesen und weiteren Funktionen aus den Sehhilfen vertraut machen. Am besten aktivieren Sie diese neuen Bedienungshilfen Stück für Stück und prüfen zwischendurch, ob Sie mit den veränderten Darstellungen wirklich besser zurechtkommen.
Bedienungshilfe mit Seitentaste aktivieren

Manche Bedienungshilfen sind erst in einem bestimmten Kontext wirklich nützlich. Damit Sie zumindest manche dieser Einstellungen schnell und einfach aktivieren beziehungsweise deaktivieren können, hat Apple eine entsprechende Funktion für die Seitentaste eingerichtet. In den Einstellungen der Bedienungshilfen finden Sie den Eintrag „Kurzbefehl“. Damit öffnen Sie eine Liste von Funktionen, die Sie mittels einfachem Antippen auf die Seitentaste belegen können.
Dann aktiviert oder deaktiviert das dreifache Drücken der Seitentaste die ausgewählte Funktion. In der Liste finden Sie beispielsweise Funktionen für die Aktivierung des Dunkelmodus, für die Erhöhung von Kontrast oder die Reduktion von Transparenzen. Damit sparen Sie Zeit und Nerven, um diese Bedienungshilfen schnell und einfach zu aktivieren.
Die iPhone-Rückseite für Systemfunktionen nutzen
Das iPhone besitzt nicht nur einen Touchbildschirm, sondern auch eine berührungsempfindliche Rückseite. Apple nutzt diese Touchoberfläche allerdings nicht. Stattdessen steht diese als belegbare Funktion in den Bedienungshilfen bereit. In den Bedienungshilfen ist dies bei „Tippen > Auf Rückseite tippen“ ganz unten versteckt. Sie können hier einzelne Funktionen mittels Doppel- oder Dreifachtippen aktivieren.
In den beiden Auswahllisten können Sie Kurzbefehle, aber auch Systemfunktionen wie App-Umschalter oder Bildschirmfoto und sogar Bedienungshilfen wie die Lupe oder Farbfilter auswählen. Nachdem Sie Ihre Auswahl getätigt haben, steht Ihnen die jeweilige Funktion durch zweifaches oder dreifaches Tippen auf der iPhone-Rückseite zur Verfügung.
Das iPhone ist ein begehrtes Objekt für Werbetreibende, um an Daten zur Nutzung und damit zur Erstellung von Profilen zu gelangen. Das weiß auch Apple und bietet mittlerweile Einstellungen an, die dieses Unterfangen erschweren sollen. Allen voran ist dabei die Einstellung zum „Tracking“ unter „Datenschutz & Sicherheit“ in den Einstellungen zu nennen. Hier können Sie mit einem einzigen Schalter verhindern, dass installierte Apps Sie und Ihre App-Nutzung tracken können.
Weiter unten in den Einstellungen von „Datenschutz & Sicherheit“ gibt es zwei nützliche Einträge, die sich auf Apples Datensammlung spezialisieren. Bei „Analyse & Verbesserungen“ können Sie ebenfalls alle Haken deaktivieren, damit Apple keine Analysedaten zu Ihren Gerätenutzungen erhält. Unter diesem Eintrag gibt es den Punkt „Apple-Werbung“. Hier können Sie die personalisierte Werbung von Apple deaktivieren. Damit erhalten Sie zwar nicht weniger Werbung im App Store, doch Apple wird dann keine auf Sie zugeschnittene Werbung ausliefern.

Für Christian Steiner, derzeit in Wuppertal lebend, ist Apple-Geschichte kein Nostalgietrip, sondern Aufklärungsarbeit. In seiner Rubrik „Ein Blick zurück“ bei der Mac Life nimmt er die wichtigen Momente aus Apples Unternehmensgeschichte unter die Lupe, ordnet sie ein und erklärt, warum sie bis heute nachwirken. Als junger Familienvater interessiert ihn dabei auch, wie Apple-Produkte das Familienleben verbessern können.

















