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AirPods-Kaufberatung: Welche AirPods passen zu Ihnen?

Vier Modelle, ein Klassiker von 2012 und Preise zwischen 19 und 579 Euro. Wir haben alle Apple-Kopfhörer im Alltag getragen und im Labor nachgemessen.

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Zwischen 19 und 579 Euro liegen inzwischen vier Kopfhörer, die alle irgendwie AirPods heißen – und ein Klassiker, der seit 2012 nahezu unverändert im Regal liegt. Die Auswahl ist größer als je zuvor, die entscheidenden Unterschiede liegen aber längst nicht mehr allein im Klang. Sie liegen im Sitz, in der Geräuschunterdrückung, in der Laufzeit und in neuen Funktionen, die Apple in der neuesten Generation aus dem Gesundheitsbereich übernommen hat: Hörtest, Pulsmesser, Hörunterstützung und aktiver Lärmschutz.

Herbst-Angebot

Unser Experte

Chris Möller arbeitet seit 2015 bei den Kollegen der AUDIO+stereoplay. Sein Steckenpferd: alles rund um Kopfhörer. Da er vor 2015 bei der Macwelt schrieb, kann er mit Fug und Recht von sich behaupten, dass er sowohl im Apple-Universum als auch bei Audio-Fragen als Experte gilt.

Für diese Kaufberatung haben wir jedes Modell lange Zeit im Alltag getragen – im Büro, im Zug und beim Sport – und anschließend im Labor nachgemessen: Frequenzverlauf und ANC-Dämpfung. Auf den folgenden Seiten finden Sie zu jedem Modell die Messwerte, eine klare Empfehlung, für wen es gedacht ist, und die Einschätzung unseres Audio-Experten Chris Möller.

AirPods 4: offener Preistipp

Die Hörer sind äußerlich identisch zum ANC-Modell: Den Unterschied zwischen beiden AirPods 4 hört man erst bei Umgebungslärm.
Die Hörer sind äußerlich identisch zum ANC-Modell: Den Unterschied zwischen beiden AirPods 4 hört man erst bei Umgebungslärm. (Bild: Apple)

Die günstigeren AirPods 4 überzeugen durch voluminösen, satten Sound, exzellenten Tragekomfort, beeindruckendes Spatial Audio und Kopferfassung sowie die smarte Konversationserkennung.

Wer auf die aktive Geräuschunterdrückung verzichtet, erhält für 50 Euro weniger im Vergleich zum ANC-Modell einen absolut herausragenden Open-Fit-Hörer. Apples Ingenieure verfeinerten das Design der Kapseln spürbar. Sie passten Kontur und Breite an, sodass die Hörer jetzt fester im Ohr sitzen und besseren Halt bieten. Das offene Tragegefühl bleibt jedoch vollständig erhalten. Auch bei der Stromversorgung rüstet Apple auf: Das Ladecase lädt über den aktuellen USB-C-Standard und funkt drahtlos. Funktionen wie Spatial Audio samt dynamischer Kopferfassung erben die günstigeren AirPods 4 direkt von der Pro-Serie. Gleiches gilt für die automatische Konversationserkennung. Apple steigert die Audioqualität durch neue Treiber und integrierte Verstärker deutlich. Die Kopfhörer liefern im Test einen unerwartet satten Bass, transparente Höhen und trennen Instrumente fehlerfrei ab. Der Unterschied zur dritten Generation wirkt nicht gigantisch, bleibt aber jederzeit deutlich merkbar.

Starker Klang, bekannte Hürden

An die Spitzenklänge der Pro-Version reichen diese AirPods physikbedingt nicht heran. Das liegt schlicht an der offenen Bauart. Viel besser kann man das nicht machen. Schwächen zeigen die Kopfhörer in der Handhabung. Anwender regeln die Lautstärke nicht direkt an den Kapseln. Sie benötigen zwingend Siri oder den Griff zum iPhone. Im Alltag nervt dieser Umstand gewaltig. Zusätzlich bindet Apple den Käufer extrem stark an das eigene Ökosystem. Kunden nutzen Funktionen wie Spatial Audio, dynamische Kopferfassung, Konversationserkennung und den automatischen Quellenwechsel ausschließlich mit Apple-Hardware. Dennoch beweist Apple, dass die Open-Ear-Technik klassischen In-Ears nicht unterlegen ist. Sie bilden eine ernst zu nehmende Alternative für Musikfans, die Silikonstöpsel in den Ohrkanälen komplett ablehnen. Es fehlt nur noch die direkte Lautstärkeregelung – das kommt erst mit Generation fünf, die Apple gerade erst angekündigt hat. Dennoch ein erstklassiges Paket für alle, die Geld sparen.

Frequenzverlauf & Verzerrung

Die günstige Version ohne ANC überrascht mit ausgewogenen Höhen und Mitten. Sie liefert einen fast identischen Frequenzgang wie das Topmodell, packt im Tiefbass aber etwas weniger gut zu. Der Klang hängt stark von der individuellen Ohrform ab. Selbst bei hoher Lautstärke spielen sie sauber.

(Bild: Apple)

Info

Hersteller: Apple
Web: www.apple.de

Preis: ab 149 Euro

+ Fast alle Pro-Features und Top-Klang zum fairen Preis

- Tiefbass minimal schwächer, starker Apple-Lock-in

Fazit: Dieses Modell eignet sich ideal für preisbewusste Apple-Nutzer, die Wert auf Raumklang legen, aber offene Kopfhörer ohne ANC bevorzugen.

AirPods 4 mit ANC: offenes Klangwunder

ANC im offenen Design: Bis zu 10 dB Dämpfung messen wir – In-Ears und Over-Ears schaffen 26 dB.
ANC im offenen Design: Bis zu 10 dB Dämpfung messen wir – In-Ears und Over-Ears schaffen 26 dB. (Bild: Apple)

Die AirPods 4 glänzen mit starkem ANC bei offener Form, voluminösem, sattem Sound, exzellentem Transparenzmodus und einer ausgesprochen smarten Konversationserkennung.

Apple rückt mit der vierten Generation der AirPods die offenen Modelle extrem nah an die Pro-Version heran. Das Unternehmen integriert erstmals eine aktive Geräuschunterdrückung in das offene Design. Da dieser Schritt technisch sehr aufwendig ausfällt, wagen sich nur wenige Konkurrenten an eine solche Konstruktion. Die Technik senkt Umgebungslärm im tiefen Frequenzbereich spürbar ab, während Nutzer das freie Tragegefühl ungestört genießen. Apple verfeinert zudem das Design der Kapseln. Bei der Stromversorgung rüstet Apple ordentlich auf: Das Case lädt über USB-C, funkt drahtlos und haftet magnetisch am Lader der Apple Watch. Funktionen wie Spatial Audio samt Kopferfassung und die Konversationserkennung erben die AirPods 4 direkt von der Pro-Serie.

Praktisch unterwegs: Das Case der AirPods 4 mit ANC lädt auch am Apple-Watch-Ladepuck.
Praktisch unterwegs: Das Case der AirPods 4 mit ANC lädt auch am Apple-Watch-Ladepuck. (Bild: Apple)

Starker Klang, bekannte Hürden

Apple steigert die Audioqualität durch neue Treiber und integrierte Verstärker spürbar. Die Kopfhörer liefern im Test einen unerwartet satten Bass, sehr klare Höhen und trennen Instrumente fehlerfrei. Der Unterschied zur dritten Generation wirkt nicht gigantisch, bleibt aber jederzeit hörbar. An die Spitzenklänge der Pro-Version reichen die AirPods 4 physikbedingt nicht heran. Echte Schwächen zeigen die Kopfhörer in der Handhabung. Anwender regeln die Lautstärke leider nicht direkt an den Kapseln, sondern benötigen Siri oder das Smartphone. Im Alltag nervt dieser Umstand auch hier gewaltig. Zusätzlich bindet Apple den Käufer stark an das eigene Ökosystem. Kunden nutzen Funktionen wie Spatial Audio, Adaptive Audio, Konversationserkennung und den automatischen Quellenwechsel nur mit Apple-Hardware. 

Apple beweist dennoch, dass die Open-Ear-Technik klassischen In-Ears nicht nachsteht. Sie bilden eine herausragende Alternative für alle Musikfans, die Silikonstöpsel komplett ablehnen. Es fehlt nur noch die Lautstärkeregelung – das bleibt nun die Aufgabe für Generation fünf.

Aktive Geräuschunterdrückung

Die AirPods 4 punkten mit erstaunlich gutem Bass und ausgewogenen Mitten sowie Höhen, die auch bei aktivem ANC stabil bleiben. Der Klang hängt stark vom optimalen Sitz ab. Beide Modelle spielen stets verzerrungsfrei. Das ANC senkt Umgebungslärm um bis zu 10 dB – für die offene Bauweise exzellent.

Info

Hersteller: Apple
Web: www.apple.de

Preis: ab 199 Euro

+ Satter Klang und erstaunliches ANC im offenen Design

- Lautstärke nicht am Ohr regelbar, starker Apple-Lock-in

Fazit: Ideal für anspruchsvolle Musikfans, die erstklassigen Sound und aktives Noise Cancelling wollen, aber Silikonstöpsel im Ohr verabscheuen.

AirPods Pro 3: smarte Klangwunder

(Bild: Apple)

Der Platzhirsch unter den In-Ears punktet mit brillantem Sound und 3D-Ortung, exzellentem Noise Cancelling, integriertem Pulsmesser für Workouts, umfangreichen Hörgesundheits-Features und toller Akku-Laufzeit.

Apple konstruierte die AirPods Pro für die dritte Generation komplett neu. Ein überarbeitetes Akustiksystem liefert sattere Bässe, feinere Höhen und deutlich mehr Räumlichkeit. Größere Öffnungen gestalten den Klang natürlicher. Die Schaum-Ohreinsätze in fünf Größen garantieren einen festen Sitz, selbst wenn man kräftig kaut (was bei manchem bei vorherigen Modellen dafür sorgte, dass der linke Ohrstöpsel herausfiel). Das Active Noise Cancelling filtert Lärm doppelt so effektiv wie beim Vorgänger. Der Transparenzmodus arbeitet nahezu perfekt und bietet eine realistische 3D-Ortung. Musik-Fans profitieren von der adaptiven EQ-Anpassung und der längeren Laufzeit: 8 Stunden mit ANC, 10 Stunden im Transparenzmodus, das ist mehr als respektabel. Das Case spüren Sie dank Ultrabreitband in Apples „Wo ist?“-Netzwerk sofort auf.

Dank Konversationserkennung merken die Kopfhörer, wenn Sie sprechen: Sie senken die Musik ab und heben die Stimme des Gegenübers hervor. Apple integriert Hörgesundheits-Funktionen mit Hörtest, Hörunterstützung und aktivem Lärmschutz. Das bietet in dieser Form bislang kein Mitbewerber. Infrarotsensoren messen zudem den Puls im Ohr. Zum Sport braucht man dann keine Apple Watch mehr. Der „Workout Buddy“ liefert Motivation.

Frequenzverlauf

Aktive Geräuschunterdrückung

Der Frequenzgang bleibt mit und ohne ANC stets ausgewogen. Obere Mitten und Höhen klingen leicht betont, der Superhochton ab 10 kHz fällt minimal ab. Ein essenzieller 3-kHz-Peak sorgt für natürlichen Klang. Das ANC dämpft außergewöhnliche 26 dB. Die Maximallautstärke fällt mit 114 dB SPL hoch aus.

Klangstark im Apple-Kosmos

Die Sensoren an den Stielen reagieren präzise. Sie regeln die Lautstärke per Wischgeste und schalten die Hörmodi durch Gedrückthalten um. Diese Art der Bedienung ist so gut, dass sie durchaus das Zeug zum Industriestandard hätte. Im Ökosystem genießen Sie zudem automatische Quellenwahl, Siri-Integration und eine Kameraauslösung. Nur außerhalb der Apple-Welt verlieren die AirPods viele ihrer Tricks.

Im Hörtest glänzten die AirPods Pro 3 mit extremer Natürlichkeit. Smetanas „Moldau“ öffnete eine tiefe Bühne. Die Höhen klangen noch luftiger als bei den Pro 2. Arnesens „Magnificat“ präsentierte Räumlichkeit wie in einer Kathedrale. Anette Askviks Stimme in „Liberty“ wirkte greifbar, jedes Atemgeräusch stand plastisch im Raum. Die AirPods Pro 3 meistern jedes Genre mit grandioser Balance. Sie liefern einen besseren Sitz, längeren Atem und feineren Klang als die AirPods Pro 2. Nachhaltigkeit durch 40 Prozent Recyclingmaterial rundet das exzellente Bild ab. Die AirPods Pro 3 definieren den neuen Maßstab.

Info

Hersteller: Apple
Web: www.apple.de

Preis: 249 Euro

+ Überragender 3D-Klang, perfektes Noise Cancelling, nützlicher Pulsmesser

- Nur mit iPhone wirklich sinnvoll, starker Apple-Lock-in

Fazit: Dieser Kopfhörer eignet sich ideal für Apple-Nutzer, die keine Kompromisse bei Klang, Noise Cancelling und Tragekomfort eingehen wollen.

AirPods Max 2: 3D-Klang-Meister

(Bild: Apple)

Überragende Geräuschunterdrückung verbunden mit brillant abgestimmtem Sound: Die AirPods Max 2 glänzen mit genialem 3D-Audio, verlustfreiem Klang via USB-C und cleveren Features des H2-Chips.

Apples AirPods Max 2 erobern die Ohren mit satten Bässen und wahrer Stille. Unter der edlen Alu-Haube taktet der leistungsstarke H2-Chip, eine Apple-eigene Entwicklung. Dessen enorme Rechenleistung treibt das Active Noise Cancelling zu Höchstleistungen und filtert störende Geräusche effektiv heraus. Audiophile Puristen jubeln ebenfalls, denn über das USB-C-Kabel liefert Apple makelloses, verlustfreies Audio mit 24 Bit und 48 kHz. Der Hersteller spendiert dem Modell zudem die Funktion „Adaptives Audio“. Diese Neuerung mischt das ANC nahtlos mit dem Transparenzmodus. Sprechen Sie, senkt die Konversationserkennung sofort die Lautstärke. Siri reagiert obendrein intuitiver: Sie nehmen Anrufe mit einem simplen Nicken an und lehnen sie per Kopfschütteln ab. All diese Features passen perfekt ins Apple-Ökosystem. Auch klanglich legt Apple noch einmal ordentlich nach. Ein überarbeiteter Verstärker bringt im Vergleich zur Version 1 größere Dynamikreserven und treibt die 40-Millimeter-Treiber mit hörbarer Autorität an. Der adaptive Equalizer passt den Sound stets vollautomatisch an die Umgebung an. Die Ohrpolster tauschen Sie dank der verbauten Magneten mit einem einzigen Handgriff aus. Die teleskopartige Kopfbandverstellung lässt sich stufenlos justieren.

Frequenzverlauf

Aktive Geräuschunterdrückung

Die AirPods Max 2 liefern einen entspannten Sound, spielen aber ausgewogener als ihr Vorgänger. Der kraftvolle Tiefbass reicht druckvoll bis 30 Hz hinab. Das ANC erreicht über einen weiten Frequenzbereich eine starke Lärmreduktion von 26 dB. Der Transparenzmodus bildet die Umgebung äußerst natürlich ab.

Weltklasse im Heimkino

Der Kopfhörer spielt seine klanglichen Karten überaus ausgewogen aus. Der Bass drückt kontrolliert, während Stimmen sauber und präsent im Raum stehen. Schnelle Schlagzeugattacken klingen präzise, der Hochton verträgt allerdings vielleicht noch einen Hauch mehr Glanz. Seine absolute Paradedisziplin meistern die AirPods Max 2 jedoch bei Filmen und Serien. Das geniale Spatial Audio erzeugt zusammen mit der präzisen Kopferfassung ein realistisches Raumgefühl. Das verleiht Ihrem privaten Heimkino eine völlig neue Dimension. Schneiden Sie Videos oder produzieren Sie Musik im Heimstudio, profitieren Sie von der extrem niedrigen Latenz der Kabelverbindung. Innerhalb des Apple-Universums wechseln Sie nahezu magisch zwischen Smartphone, Tablet und Computer, was enorm viel Zeit spart. Außerhalb des Apple-Kosmos stößt man jedoch rasch auf Einschränkungen bei den Komfortfunktionen. Auch das mitgelieferte Etui enttäuscht ein wenig, da es nur als elegante Hülle dient und leider keinen echten Transportschutz bietet.

Info

Hersteller: Apple
Web: www.apple.de

Preis: 579 Euro

+ Exzellentes 3D-Audio, Top-ANC und Lossless über USB-C

- Features Apple-exklusiv, Etui schützt kaum

Fazit: Perfekt für anspruchsvolle Apple-Nutzer, die erstklassigen Heimkino-Klang und beinahe magischen Bedienkomfort suchen.

EarPods: Lossless-Geheimtipp

Das Mikrofon sitzt nah am Mund: Für Telefonate im Wind schlägt das Kabel jede Funkverbindung. Die Dreitasten-Fernbedienung regelt nebenbei die Lautstärke.
Das Mikrofon sitzt nah am Mund: Für Telefonate im Wind schlägt das Kabel jede Funkverbindung. Die Dreitasten-Fernbedienung regelt nebenbei die Lautstärke. (Bild: stas_malyarevsky – stock.adobe.com (2043120516))

Kompakt, preiswert, verlustfrei: Die EarPods hat kaum jemand auf dem Schirm, doch mit USB-C bringen sie Lossless-Qualität direkt aufs Ohr und übertreffen dabei sogar teurere Drahtlos-Modelle.

Bis zum iPhone 11 lagen diese Kopfhörer jedem Gerät bei, danach verschwanden sie beinahe völlig. Mit der Einführung der drahtlosen AirPods geriet das legendäre weiße Kabel in Vergessenheit. Doch Apple holte den Klassiker zurück. Für exakt 19 Euro wandert eine aktualisierte Variante über den digitalen Ladentisch. Dieser geringe Preis erfreut, aber die wahre Neuerung offenbart sich erst beim genauen Hinhören.

Ein unerwartetes, starkes Klang-Update

Wie die Kollegen von MacOtakara herausfanden, bringen die EarPods (USB-C) eine Funktion mit, die man bei diesem Preis nicht erwartet. Sie unterstützen verlustfreies Audio, bekannt als Lossless. Ein Test an einem MacBook Air (M1, 2020) brachte die technischen Details ans Licht. Ein Blick in die Audio-MIDI-Einstellungen des Systems zeigte, dass die Kopfhörer 16 Bit bei 44,1 Kilohertz bis 24 Bit bei 48 Kilohertz verarbeiten. Ein integrierter Digital-Analog-Wandler unterstützt diese Frequenzen nativ. Da Apples Streaming-Dienst „Apple Music“ exakt diese Qualität anbietet, decken die günstigen Kopfhörer den Bereich vollständig ab. Wer die High-Resolution-Auflösung von 192 Kilohertz möchte, braucht jedoch externe Hardware.

Besonders bemerkenswert wird dies, wenn man auf das restliche Kopfhörer-Portfolio von Apple blickt. Die überarbeiteten AirPods Pro (3. Generation), die für 250 Euro verkauft werden, beherrschen dieses unkomprimierte Audioformat nicht. Diese Funktion bieten sie ausschließlich zusammen mit der Apple Vision Pro, deren Preis bei knapp 4.000 Euro liegt. Lediglich die AirPods Max 2 können Lossless Audio – aber nur bei einer Kabelverbindung. Wer im Apple-Ökosystem verlustfreien Klang über USB-C genießen möchte, hat neben diesen und den EarPods nur die Beats Studio Pro zur Wahl. So zeigt sich am Ende sehr deutlich, dass ein simples Kabel gegenüber der modernen Funktechnik durchaus handfeste Vorteile bietet und anspruchsvolle Musikfans für sehr wenig Geld wunschlos glücklich macht.

Info

Hersteller: Apple
Web: www.apple.de

Preis: 19 Euro

+ Die EarPods liefern echtes Lossless Audio für nur 19 Euro. Beim reinen unkomprimierten Klang übertreffen sie sogar die AirPods Pro

- Das Kabel kann stören. Es fehlen die drahtlose Freiheit sowie die aktive Geräuschunterdrückung der teuren AirPods-Modelle.

Fazit: Die EarPods richten sich an kostenbewusste Hörer, die am Mac oder iPhone Musik in verlustfreier Lossless-Qualität genießen möchten und sich nicht am Kabel stören.

Chris Möller // Autor & Code-Rocker
Chris Möller

Journalist. Entwickler. Schlagzeuger. Beim Chris verschwimmen die Grenzen zwischen Text, Takt und Quellcode. Wer bereits in den 90ern die Tech-Szene journalistisch prägte und später als stellvertretender Chefredakteur der Macwelt den Ton angab, könnte sich eigentlich auf seiner Expertise ausruhen. Chris tut das Gegenteil: Er baut kurzerhand eigene SwiftUI-Benchmarks (APSI-Bench), um Apple Silicon Chips ans Limit zu treiben.

Als ausgewiesener HiFi-Nerd und langjähriger Audio-Redakteur liebt er analoges Vinyl – und entwickelt ironischerweise die passenden Einmess-Tools fürs iPhone selbst. Ob Vibe-Coding in der Nacht, am Mischpult bei Live-Konzerten oder hinter den Drums seiner Rockband: Chris hat ein feines Gespür für das perfekte Timing. Bei der Mac Life sorgt er ab sofort für den richtigen Groove in den Artikeln. Denn er ist ein Redakteur, der die Apple-Welt nicht nur kommentiert, sondern sie sich selbst kompiliert.

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→ Chris Möller ist Redakteur bei AUDIO+stereoplay